Beauty-Doc

So kommt Botox bei Worseg zum Einsatz

Im oe24-Interview schildert der Beauty-Doc seine Erfahrungen mit Botox.

Univ. Doz. Dr. Artur Worseg zu den Anwendungsbereichen von Botox.

In welchen Bereichen kann Botox gegen Falten eingesetzt werden?

Botox wird primär im Gesicht gegen Falten eingesetzt, hauptsächlich zur Behandlung von Zornesfalten, Stirnfalten und den sogenannten Krähenfüßen, aber auch in anderen Bereichen, wie etwa Mundwinkel, Lippenfältchen und dem sogenannten Hexenkinn, kann Botox eine Besserung bewirken. Außerdem wird Botox auch häufig in Kombination mit anderen Behandlungen zur Behandlung von Dekolletéfältchen eingesetzt.

Das Besondere an Botox ist, dass es nicht nur als „Faltenkiller“ wirkt, sondern hauptsächlich dafür sorgt, dass bei rechtzeitiger Anwendung tiefe Falten erst gar nicht entstehen. Damit lässt sich der Alterungsprozess im Gesicht deutlich verzögern. Aus meiner Sicht ist Botox die wohl bedeutendste Präventivbehandlung der kosmetischen Medizin und ist nicht umsonst weltweit die Nummer 1 bei medizinkosmetischen Behandlungen.

Wie lange dauert es, bis die Wirkung des Botox nachlässt?

Die Wirkung von Botox tritt nach einigen Tagen auf und hält 4-6 Monate. Wichtig ist, dass die „Mischung“ immer frisch zubereitet wird, gekühlt wird und exakt die Punkte, die für die Faltenbildung verantwortlich sind, auch gespritzt werden. Daher ist die genaue Kenntnis der Anatomie der Gesichtsmuskeln Grundvoraussetzung für eine gute Behandlung – die Menge, die man spritzt, ist dabei weniger ausschlaggebend. Die Behandlung ist meist nebenwirkungsfrei, manchmal können blaue Flecken auftreten, besonders, wenn man blutverdünnende Substanzen wie etwa Schmerzmittel (Aspirin), übermäßig Kaffee etc. zu sich nimmt.

Wo liegt der Unterschied zur Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist im Gegensatz zu Botox eine Substanz, die bereits tief eingegrabene Falten auffüllt, aber keinen Einfluss auf die mimische Muskulatur – also die Ursache der Faltenbildung – hat. Häufig wird Hyaluronsäure gemeinsam mit Botox eingesetzt, besonders dann, wenn die Falten bereits tief eingegraben sind. Ansonsten wird Hyaluronsäure gemeinsam mit Eigenfett-Behandlungen meist zur Volumenauffüllung im Gesicht verwendet, um den alterungsbedingten Gewebsabbau auszugleichen.

Wie funktioniert Botox gegen übermäßiges Schwitzen?

Botox kann und wird auch häufig gegen übermäßiges Schwitzen eingesetzt, wobei der Wirkmechanismus darin beruht, dass die Signalübertragung zur Aktivierung der Schweißdrüsen blockiert wird. Diese Behandlung wird hauptsächlich bei Achselschweiß eingesetzt, tritt nach ca. 14 Tagen ein und hält ungefähr ein halbes Jahr. Auch bei Schweißfüssen, Schwitzhänden oder übermäßigem Schwitzen im Kopfbereich kann Botox angewendet werden, diese Behandlung erfordert aber meist eine kurze Anästhesie. Auch beim sogenannten gustatorischen Schwitzen nach gewissen Gesichtsoperationen oder Verletzungen ist Botox meist die einzige Wahl zur Bekämpfung dieser Symptome.

Auch bei Migräne kommt Botox zum Einsatz. Wie kann man sich das vorstellen?

Botox-Behandlungen gegen Migräne werden bei mir seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt und dienen oft zur Vorbehandlung einer sogenannten Migräneoperation. Die theoretische Überlegung dahinter besteht darin, dass gewisse Nerven im Gesicht oder im Nacken durch die umgebende mimische Muskulatur eingeengt werden und dadurch ein Migräneanfall ausgelöst werden kann. Auch, wenn der genaue Wirkmechanismus bis heute nicht bekannt ist, kann auf diese Weise vielen Leuten, die oft Jahrzehnte unter Migräne leiden, geholfen werden. Die Erfolgsrate liegt bei ungefähr 70 %.

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