Erstes Urteil um Diesel-Schummelei

Österreicher siegt gegen VW

 Gericht in Wels löst Kaufvertrag auf.

Im VW-Skandal um Schummel-Diesel ist ein wegweisendes Urteil (noch nicht rechtskräftig) gefallen: Ein VW-Fahrer aus Oberösterreich zwang den deutschen Autogiganten jetzt vor Gericht in die Knie. Er darf seinen im Juli 2015 gebraucht gekauften 13.000-Euro-Touran zurückgeben. Der Richter am Landesgericht Wels verdonnerte VW dazu, dem Käufer 12.921 Euro plus 4 % Zinsen zurückzuzahlen – also praktisch mehr als den Kaufpreis. Das Urteil: Die Schummelsoftware ist ein Mangel, „weil ein Kfz-Käufer nicht damit rechnen kann, dass derartige Manipulationen vorgenommen worden sind“.

VW-Schreck. Sein Anwalt Michael Poduschka aus Perg (OÖ) hatte bereits letztes Jahr Klagen gegen Autohändler in ganz Österreich eingebracht – laut Poduschka ist es das erste Urteil zweiter Instanz überhaupt, das den Klägern recht gibt.

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