ORF-Zukunft

Wrabetz erläutert seine Pläne

Mehr Österreich für ORF eins, mehr Bundesland für ORF 2, Landesstudio-Fenster statt "Brieflos-Show" und "Bingo".

 ORF-General Alexander Wrabetz erlaubt in einem aktuellen Interview einen Blick auf die Umbau-Arbeiten bei ORF eins. "Ziel soll jedenfalls sein: an praktisch jedem Hauptabend eine österreichische Sendung", sagt er in "tv-media". ORF 2 soll mehr Sendezeit für Bundesland-Berichte bekommen, etwa mit einem Regionalfenster vor der ZiB 2.


Sehr spannendes Konzept

Das werktägliche Info-Magazin, "ob es dann 'ZiB 21' oder anderswie heißt, hat ein sehr, sehr spannendes Konzept" und werde den "ORF im Informationsfernsehen insgesamt weiterentwickeln", ist sich Wrabetz sicher. "Ein bis zu 45-minütiges, großes Nachrichtenformat wird auch eine Eingewöhnungszeit brauchen", räumt er ein, "aber diese Zeit müssen wir uns nehmen."

Testlauf für neue Unterhaltung

Bedingt durch den Fixtermin für diese Sendung um 21.00 Uhr werde man auch "einige einstündige Unterhaltungsformate, die in dieses künftige Schema passen, ausprobieren". Mittwochs sollen die "Dok.eins"-Produktionen einen Fixtermin erhalten, Wrabetz kündigt "zehn Eigenproduktionen" für Herbst an. Montag und Dienstag bleibt den österreichischen Serien erhalten, und am "Donnerstag könnten künftig auch neue Unterhaltungsformate laufen" (wie bereits am Freitag, Anm.). Der Samstag-Hauptabend soll "den großen Shows" zur Verfügung stehen, der Sonntag für Hollywood-Produktionen.


Digital-Magazin in Planung - Formel1 soll bleiben

Überlegungen gibt es auch "für den Vorabend oder den Spätabend" von ORF eins, so Wrabetz weiter, dem etwa die Themen "Digitalisierung, Artificial Intelligence etc." dafür einfallen. "Ein Magazin - nennen wir es 'Digital Times' - wäre hier ein Anfang." Sport soll auf ORF eins weiter zuhause sein, Wrabetz möchte auch, "wenn es möglich ist", die Formel 1-Rechte ab 2020 verlängern.
 

Ersatz für "Bingo"

  Auf ORF 2 wird sich auch ein wenig ändern, da ja "Bingo" und "Brieflos-Show" eingestellt werden. Diese "zusätzlichen Sendeflächen am Samstag und Sonntag" sollen die Landesstudios füllen. "Wir streben an einem der beiden Tage eine regionalisierte 'Thema der Woche'-Sendung an", sagt Wrabetz. "Am Mittwoch vor der ZiB 2 möchten wir ebenfalls ein regionales Fenster mit chronikalen Nachrichten austesten. Das ist kostenintensiv, aber wir werden es versuchen", so die Botschaft des Generaldirektors, die sicherlich bei den Bundesländer-Vertretern im Stiftungsrat auf Wohlgefallen stoßen wird.
 

Neue Struktur ab 1. Mai

Die Ausschreibung für die Channel-Manager ist indes am Dienstag zu Ende gegangen. Amtieren sollen sie ab 1. Mai, wenn die neue Organisationsstruktur der beiden Haupt-TV-Sender in Kraft tritt. "Die neuen Regeln werden sich einspielen und unseren Sendern nützen", sieht Wrabetz auf eine entsprechende Frage wenig Gefahr für Konfliktpotenzial zwischen den Senderchefs und Programmdirektorin Kathrin Zechner.
 

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