Deal durchgewunken

Signa kauft Kika/Leiner: Wettbewerbsbehörde gibt o. k.

Aufgrund der Dringlichkeit hat BWB den Zusammenschluss vor Fristablauf freigegeben.

Aufatmen bei kika/Leiner-Boss Gunnar George (Bild): Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat den Kauf der Möbelkette durch die Signa Gruppe des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko durchgewunken. "Der Zusammenschluss führt zu keinen wettbewerbsrechtlichen Bedenken", erklärte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag in einer Aussendung. Aufgrund der Dringlichkeit habe die BWB den Zusammenschluss vor Fristablauf freigegeben.
 

Positive Bewertung

Der BWB-Chef bewertet den Deal aus Wettbewerbssicht insgesamt positiv. Es sei damit verhindert worden, dass Kika und Leiner vom Möbeleinzelhandelsmarkt verschwinden und die Produktauswahl für die Konsumenten gesunken wäre.
 
 

Rund 600 Mio. Euro

Rechnet man den Kaufpreis von 490 Mio. Euro für die Immobilien und einen Sanierungsbeitrag von über 100 Mio. Euro zusammen, so lässt sich Signa den Deal über 600 Mio. Euro kosten. Kika/Leiner wurde durch den Bilanzskandal der ehemaligen Konzernmutter Steinhoff in den letzten Monaten immer tiefer in die Krise gerissen. Mitte Juni verkaufte der südafrikanische Einzelhandelskonzern Steinhoff in einer Notaktion seine Tochter Kika/Leiner an Signa.
 

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