Mehr Gewinn, mehr Passagiere

Trotz Air-Berlin-Krise: Wiener Flughafen im Steilflug

Wachstumstreiber am Wiener Airport sind vor allem Austrian Airlines, Eurowings und easyJet.

 Der  Flughafen Wien hat im ersten Halbjahr mehr Umsatz und Nettogewinn eingeflogen. Auch bei den Passagieren gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein deutliches Plus. Der Umsatz legte um 3,5 Prozent auf 357,5 Mio. Euro zu, das Nettoergebnis kletterte um 4,4 Prozent auf 60,1 Mio. Euro.

Turbulenzen um Krisen-Flieger

 "Trotz der Turbulenzen bei Air Berlin verläuft das Jahr 2017 für den Flughafen Wien positiv: Das Passagieraufkommen wächst kontinuierlich", so Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Vor allem in Osteuropa mit dem russischen Markt, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika würde das Geschäft gut laufen.

 Inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice verbuchte das im ATX notierte Unternehmen ein Passagierplus von 9,2 Prozent auf 14 Millionen Passagiere. Am Flughafen Wien betrug das Passagierwachstum in den ersten sechs Monaten 6,9 Prozent auf über 11 Millionen Reisende.

Wachstum mit AUA und Eurowings

Die Air-Berlin-Krise soll "keine signifikanten negativen Auswirkungen" auf das Passagieraufkommen in Wien haben. "Wachstumstreiber in diesem Jahr sind vor allem Austrian Airlines, Eurowings und easyJet, wodurch die Kapazitätsreduktionen bei der Air-Berlin-Gruppe überkompensiert werden können", so Jäger.

Für das Gesamtjahr wird insgesamt ein Passagierwachstum von mehr als fünf Prozent erwartet, für den Standort Wien rechnet das Unternehmen mit einem Plus von über 4 Prozent. Das Konzernergebnis soll deutlich über jenem des Vorjahres liegen.
 

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