Plus von 7,5 Prozent

Haushaltsenergie wurde deutlich teurer

Heizöl 27 Prozent teurer als ein Jahr davor - Gas günstiger, Strom etwas billiger.

Österreichs Haushalte haben im Juni um 7,5 Prozent mehr für Energie gezahlt als im gleichen Vorjahresmonat, geht aus dem von der Österreichischen Energieagentur veröffentlichen Energiepreisindex (EPI) hervor. Im Mai hatte der Anstieg 5,2 Prozent betragen. Gründe für die Preisanstiege waren im Juni weitere Verteuerungen bei Heizöl und Sprit. Spürbar billiger wurde erneut Gas, etwas günstiger Strom.

Im Vergleich zum Vormonat Mai stiegen die Haushaltsenergiepreise im Juni um 1,1 Prozent.

Binnen Jahresfrist legten im Juni die Heizöl- und Treibstoffpreise weiter zu. So stieg bei Heizöl der Preisabstand gegenüber dem Vorjahresmonat von 21 Prozent im Mai auf zuletzt 27 Prozent im Juni. "Das schlägt natürlich auch auf die allgemeine Preissteigerung durch", so Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann (Bild). Die allgemeine Jahresteuerungsrate in Österreich hatte im Juni auf 2,0 Prozent zugelegt, nach 1,9 Prozent im Mai.

Vergleich zum Vormonat

Gegenüber dem Vormonat war der Anstieg beim Heizölpreis im Juni mit 1,1 Prozent zwar geringer als im Mai (+2,3 Prozent), doch kletterten die Preise für Heizöl schon den dritten Monat in Folge nach oben - auf den höchsten Wert seit November 2014. Für eine 3.000-Liter-Tankfüllung musste man gegenüber Juni vor einem Jahr rund 600 Euro mehr zahlen.

Superbenzin kostete im Monatsvergleich um 2,3 Prozent mehr, im Jahresabstand wurde Superbenzin um fast 12 Prozent teurer. Damit musste man für eine 50-Liter-Tankfüllung um 6,9 Euro mehr als im Juni 2017 zahlen. Diesel verteuerte sich im Monatsvergleich mit 2,5 Prozent am stärksten von allen Energieträgern im EPI. Im Jahresabstand kostete Diesel um 16,0 Prozent mehr, eine 50-Liter-Tankfüllung verteuerte sich binnen Jahresfrist um 8,7 Euro. Verglichen mit den fünf beliebtesten Urlaubsländern der Österreicher war Sprit in Österreich im Juni relativ günstig: Zahlte man in Italien für einen Liter Super über 1,60 Euro und für Diesel mehr als 1,50 Euro, waren es bei uns knapp 1,30 Euro für Super und 1,25 Euro für Diesel.

Fernwärme kostete im Juni 1,6 Prozent mehr als ein Jahr davor, Strom wurde um 0,4 Prozent billiger, Gas sogar um 5,9 Prozent günstiger. Die Verbilligung bei Gas war auf die Senkung der Netztarife zurückzuführen. Einige Lieferanten kündigten jedoch schon Preiserhöhungen an, etwa die EnergieAllianz Austria für Gas und Strom ab 1. Oktober.

 Aufwärtstrend bei Strom und Gas

"Sowohl bei Strom als auch bei Gas beobachten wir auf den Großhandelsmärkten seit einigen Monaten einen Aufwärtstrend", so Traupmann. Besonders für Kunden mit indexierten Produkten sei dies schon auf der Rechnung spürbar.

Gegenüber dem Vormonat zeigten Fernwärme, Strom und Gas jedoch preislich keine Veränderungen.

Brennholz verteuerte sich von Mai auf Juni um 0,6 Prozent - im Jahresabstand kam Brennholz auf ein Plus von 8,1 Prozent. Die Preise für Holzpellets lagen im Monatsvergleich um 0,5 Prozent höher und legten im Jahresabstand um 3,3 Prozent zu.

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