Weihnachtsgeschäft 2017

Wiener geben für Geschenke 350 Euro aus

Wiener Handel erwartet heuer einen Umsatz auf Vorjahresniveau.

Der Wiener Einzelhandel blickt dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft positiv entgegen: Die Wirtschaftskammer erwarte mit rund 345 Mio. Euro Umsätze "auf dem hohen Niveau des Vorjahres", sagte Rainer Trefelik (Bild), Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, bei einer Pressekonferenz am Montag.

"Der Konjunkturaufschwung im Laufe des Jahres gibt Anlass für eine optimistische Einschätzung des Weihnachtsgeschäfts", sagte Trefelik. Durch das vergangene Aktionswochenende mit dem "Black Friday" und dem "Cyber Monday" sei es aber schwieriger, eine Prognose für das Geschäft in der Adventzeit abzugeben, meinte er.

Durchschnittlich 350 Euro

Laut einer aktuellen Umfrage der KMU Forschung Austria im Auftrag der WK Wien planen die Wiener heuer wie im Vorjahr durchschnittlich 350 Euro für die Weihnachtsgeschenke auszugeben. Jeder Käufer wird rund sechs Präsente verschenken, was rund neun Millionen Geschenke macht. Im Vergleich zu 2016 werden in diesem Jahr weniger, aber dafür teurere Geschenke gekauft. Besonders optimistisch sind der Schuh- und Lederwareneinzelhandel, der Mode- und der Lebensmittelhandel.

Gutscheine lösen Bücher als Nummer eins der beliebtesten Geschenke ab: 42 Prozent der Befragten werden Gutscheine für Einzelhandelswaren oder für Dienstleistungen wie Wellness, Reisen oder Theaterkarten unter den Weihnachtsbaum legen. Gerne verschenkt werden außerdem Bekleidung, Spielwaren und Kosmetika, aber auch Selbstgemachtes und Bargeld.

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Etwas später dran

Die Wiener werden ihre Einkäufe laut der Umfrage in diesem Jahr später als in den vergangenen Jahren erledigen. Ein Grund dafür könnte sein, dass der erste Einkaufssamstag heuer auf den 2. Dezember und nicht schon in den November fällt. "Der Anteil der Late Shopper steigt heuer wieder", sagte Trefelik. 41 Prozent und damit deutlich mehr als im Vorjahr (29 Prozent) wollen den Großteil der Geschenke in der zweiten Dezemberhälfte einkaufen. Vor allem die Gruppe der 15- bis 39-Jährigen kümmert sich oft erst knapp vor Weihnachten um die Geschenke.

Der Online-Handel stagniert laut Trefelik auf dem Vorjahresniveau. 40 Prozent planen, ihre Weihnachtspräsente auch zusätzlich zum Shoppen in den Geschäften via Internet zu kaufen. Auch der Einkauf über das Smartphone wird häufiger. "Ja, der Onlinehandel ist ein Faktor", sagte Trefelik. Allerdings mache er immer noch nur 10 Prozent der Gesamtumsätze aus.

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