In der Steiermark

voestalpine bringt Jobs und Innovationen

Eder: "Mit lauwarmen technischen Lösungen geben wir uns nicht mehr zufrieden"

Eine Art Update zu den jüngsten Investitionen der voestalpine in der Steiermark hat der Vorstand am Mittwoch in Graz gegeben. Nach der Eröffnung des neuen Donawitzer Drahtwalzwerks und dem geplanten Bau des Kapfenberger Stahlwerks rechnete das Management in einer Studie vor, dass der Konzern durch seine steirischen Aktivitäten 2016/17 ein investitions- und Jobmotor für das ganze Land sei.

Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder (Bild) betonte, dass man längst kein reiner Stahlkocher mehr sei, mit lauwarmen technischen Lösungen gebe man sich nicht zufrieden: "Wir haben unseren Weg rechtzeitig neu definiert, typische Stahlprobleme haben wir nicht mehr, so sollte es auch in Zukunft bleiben." Im Konzern gebe man für Forschung und Entwicklung (F&E) jährlich rund 160 Mio. Euro aus. "Bis 2020 werden wir die 200-Millionen-Euro-Marke knacken." In der Steiermark habe man mit den Divisionen "Metal Engineering", "Metal Forming" sowie "High Performance Metals" neun Standorte mit 13 Produktionseinheiten, die 2016/17 über 3,1 Mrd. Euro erwirtschafteten. "Und heuer werden wir weit höher liegen", sagte Eder. 40 Prozent der Investitionen kommen den Angaben zufolge steirischen Betrieben zugute.

Auch viele indirekte Jobs

Laut der Studie von Herwig Schneider vom Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) sichere jeder Arbeitsplatz in der voestalpine in der Steiermark - rund 9.400 - weitere 16.000 in der Region und rund 30.000 in Österreich. Die Steuerleistung mit Sozial- und Fiskalbeitragseffekten belaufe sich auf rund 831 Mio. Euro im Jahr. Vorstandschef Eder zufolge profitiere irgendwann jede Branche von den Effekten, z. B. Verkehr, Entsorgung, Energie, Bau. In Österreichs Wirtschaft hätten die voestalpine-Aktivitäten in der Steiermark 2016/17 einen Produktionswert von 6,04 Mrd. Euro generiert.

Eder nahm auch zu der Entscheidung Stellung, in Kapfenberg ab 2018 bis 2021 das weltweit modernste Stahlwerk zu errichten, das volldigitalisiert sein wird: Mit dem Kompromiss zur Strompreiszone zwischen Österreich und Deutschland sei zwar das Risiko höherer Kosten durch Verhandlungen deutlich reduziert worden. Die zu erwartende Erhöhung liege in einer Dimension, mit der man das Risiko eingehen könne. Allerdings: "Wenn es nicht um das Wissen der Menschen als Wettbewerbsfaktor geht, sehen wir Österreich in einer defensiven Situation. Die Entscheidung für Kapfenberg als Standort des neuen Stahlwerks um rund 500 Mio. Euro sei auch deshalb gefallen, weil hier die Fähigkeit der Wissensanwendung gegeben sei. "Da sind wir in Österreich gut aufgehoben", so Eder.
 

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