Krisen-Airline

Lauda: "Air Berlin kann man nicht retten"

Lauda bezweifelt gute Entwicklung durch Kooperation mit US-Airline JetBlue

 Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat einen neuen Partner in den USA gefunden und kooperiert nun mit dem US-Billigflieger JetBlue. Der Ex-Rennfahrer und mehrfache Airline-Gründer Niki Lauda kann dem nicht viel abgewinnen und sagte dem "Tagesspiegel" (Samstag-Ausgabe). "Die Air Berlin kann man, so wie sie heute ist, nicht retten. Die kannst Du auch in fünf Jahren nicht retten."

"Mit dieser Verschuldung, mit all den verkauften Fliegern, mit unglaublich hohen Leasing-Raten" sei die kriselnde Fluglinie verloren. Mit Pech werde die Fluggesellschaft Niki "mit untergehen". Lauda hatte die Anteile seiner profitablen Airline vor wenigen Jahren an Air Berlin verkauft und saß jahrelang im Verwaltungsrat der Fluggesellschaft.

"Nach dem Sommer geht das Geld wieder aus", meinte Lauda weiter. "Und wenn Großaktionär Etihad sich weigert, nachzuzahlen, ist es wohl aus."

Es sei "wahnsinnig schwer, aus den Resten von Air Berlin noch irgendetwas zu machen". Die Konkurrenz der Lufthansa-Billigtochter Eurowings werde immer größer, von Easyjet und Ryanair gar nicht zu reden. "Der Markt hat sich neu formiert, da ist für die Air Berlin kein Platz mehr", sagte Lauda der Zeitung.

Fluggäste sollen laut Air Berlin durch die Kooperation von "zahlreichen attraktiven Umsteigeverbindungen in den Vereinigten Staaten" profitieren. Ab sofort könnten sie bei Air Berlin einen Flug in die USA und Weiterflüge mit JetBlue zu 31 Zielen dort buchen. Der "neue starke Partner im wichtigen Wachstumsmarkt USA" sei erst der Anfang der Zusammenarbeit. "Wir arbeiten gemeinsam daran, unsere Partnerschaft in den kommenden Monaten auszubauen", erklärte Air Berlin.
 

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