Aktie unter Druck

Netflix enttäuscht mit Abo-Zahlen

Der Streaming-Dienst konnte weniger Kunden hinzugewinnen als gedacht.

Der US-Videodienst Netflix hat im ersten Quartal weniger neue Abonnenten hinzugewonnen als erwartet. Außerhalb der Vereinigten Staaten kamen von Jänner bis März 3,53 Millionen neue Kunden hinzu, auf dem Heimatmarkt waren es 1,42 Millionen, wie das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte.

Analysten hatten wegen populärer Serien wie "Marvel's Luke Cage" und "The Crown" mit 3,68 Millionen beziehungsweise 1,50 Millionen Neu-Abonnenten gerechnet.

Der Netflix-Aktienkurs gab nachbörslich rund drei Prozent nach. Den regulären Handel hatten Netflix, dessen Online-Videothek mit Amazon und Hulu konkurriert, in Erwartung guter Zahlen noch mit einem Plus von mehr als drei Prozent beendet.

Die Einnahmen des in Kalifornien ansässigen Unternehmens legten in dem Quartal um rund 35 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar (2,48 Mrd. Euro) zu. Der Überschuss erhöhte sich von 28 Millionen auf 178 Millionen. Im laufenden Quartal rechnet Netflix mit 600.000 neuen Kunden in den USA, international sollen 2,6 Millionen Abonnenten hinzukommen. Der Aktienkurs hat seit Jahresbeginn um rund 19 Prozent zugelegt - und damit deutlich stärker als der S&P-500-Index mit rund fünf Prozent.
 

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