Im EU-Roaming-Raum

Auslandstelefonie bei spusu ohne Zusatzkosten

Damit dürfte der heimische Mobilfunker noch mehr neue Kunden gewinnen.

Gute Nachricht für spusu -Kunden und alle jene, die welche werden möchten: Der virtuelle Mobilfunkanbieter ist mit der Umsetzung der aktuellen Roaming-Verordnung, die seit 15. Juni in Kraft ist , nicht gerade glücklich. Neben eigenen Nachteilen sieht das Unternehmen auch Benachteiligungen für die Kunden. Denn während man vom Ausland aus in andere EU-Länder zum Inlandstarif telefonieren kann, muss man für Auslandstelefonate, die von Österreich aus durchgeführt werden (z. B. nach Deutschland), mit fünf Mal höheren Kosten rechnen. Bei spusu ist das nun aber nicht mehr der Fall. Als erster Mobilfunkanbieter schafft die Firma mit sofortiger Wirkung die Zusatzkosten für Auslandstelefonie in die EU vollständig ab. spusu-Kunden, die von Österreich in Länder wie Italien, Spanien, Deutschland etc. telefonieren, zahlen also dasselbe wie bei Inlandstelefonaten. Wer in seinem Tarif genügend Freiminuten hat, muss also quasi gar nichts (extra) bezahlen. Kunden können alle Freiminuten im gesamten EU-Raum ohne zusätzliche Kosten verbrauchen – ohne Einschränkungen und ohne versteckte Kosten.

Wie gut die günstigen Tarife und das spusu-Motto „einfach. menschlich. fair.“ bei den Österreichern ankommen, verdeutlicht die Zahl von über 30.000 Neukunden allein seit Jahresbeginn. Damit konnte man heuer sogar mehr neue Kunden gewinnen als HoT. Mittlerweile sind von dem Mobilfunkanbieter über 100.000 SIM-Karten im Umlauf. Damit ist spusu bereits der fünftgrößte Anbieter des Landes.

© TZ ÖSTERREICH/Fuhrich spusu Geschäftsführer Franz Pichler

Kritik an der Umsetzung der EU-Roaming-Verordnung

In Bezug auf das Geschäft ließ spusu Geschäftsführer Franz Pichler am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien kein gutes Haar an der Umsetzung der neuen Roaming-Verordnung der EU. Für die Kunden ist sie zwar voll und ganz zu befürworten, weil sie auch dem spusu-Motto entspräche, doch für kleine Mobilfunkanbieter sei sie ein enormer Nachteil. Grund dafür sind die überhöhten Netz-Preise, die sich Provider untereinander verrechnen. Spusu muss für ein Roaming-GB im EU-Ausland 7,70 Euro bezahlen, was um den Faktor zehn zu hoch sei. Ein Zehntel des Preises wäre eigentlich ein realistischer Preis, der auch kleinen Anbietern Luft zum Leben lasse.„Die Umsetzung der Verordnung ist ein klarer Rückschritt. Große Anbieter, welche bereits in Europa gut vernetzt sind, haben durch diese Umsetzung einen klaren Vorteil. Gerade die kleineren, jungen Mobilfunkanbieter, welche so viel zur aktuell guten Marktsituation besonders in Österreich beigetragen haben, werden durch diese Regulierung und aufgrund der hohen Netzbetreiberkosten jetzt mit hohen Kosten konfrontiert,“ so Pichler.

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Regelung für Österreich besonders schlecht

Die negativen Auswirkungen dieser Verordnung seien bereits vor dem 15. Juni deutlich zu sehen gewesen, beispielsweise durch Roaming-Ausschluss bei Tarifen sowie Preiserhöhungen bei diversen Mitbewerbern, wie Pichler argumentiert. Bei spusu ist und bleibt Roaming hingegen bei allen Smartphone-Tarifen erhalten. Als Ursache nennt der spusu-Geschäftsführer die völlig überhöhten Netzkosten, die sich Mobilfunkanbieter für die Benützung der ausländischen Netze verrechnen, und sparte im Rahmen der Pressekonferenz nicht an Kritik gegenüber der zuständigen EU-Kommission, den österreichischen EU-Abgeordneten, der Wirtschaftskammer und der österreichischen Regulierungsbehörde. Pichler: „Die katastrophale Umsetzung schadet den Providern ebenso wie dem Kunden, der nur begrenzt sein zur Verfügung stehendes Datenvolumen in der EU nutzen kann. Für diesen kleinen Obolus sind die Kosten bei den Providern jedoch mehr als doppelt so hoch, als die Einnahmen durch die Grundgebühr der Kunden ausmachen. Trotz mehrmaliger Anfragen hat uns noch keiner der erwähnten Institutionen eine plausible oder nachvollziehbare Begründung für diese perverse Regelung gegeben.“ Hinzu komme, dass die Verordnung kurz- und langfristig der heimischen Wirtschaft schade, wie Pichler ausführt: „Im Großen und Ganzen betrachtet werden durch diese Regelung die österreichischen Einnahmen ins Ausland verfrachtet und Österreich verliert an wirtschaftlicher Kraft“. Heimische Anbieter, Arbeitsplätze und Einnahmen durch Steuern etc. gingen dadurch verloren, ist der spusu-Geschäftsführer überzeugt.

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Expansionspläne

spusu, das zurzeit Monat für Monat um 10 Prozent wächst, wollte 2017 eigentlich 50 bis 100 neue Mitarbeiter anstellen. Doch daraus wird aufgrund der hohen Zusatzkosten erstmal nichts. Seit 15. Juni hat sich der Datenverbrauch der spusu-Kunden im EU-Ausland pro Tag um das 50-fache erhöht. Dieses Datenvolumen muss der im EU-Vergleich kleine Anbieter bei den großen Konkurrenten teuer einkaufen. An den Expansionsplänen hält spusu dennoch fest. Neben Deutschland möchte der Mobilfunker künftig auch in Ländern wie Belgien, Italien, der Schweiz und weiteren Nachbarländern starten und dort den Markt ebenfalls ordentlich aufmischen. In Österreich ist das spusu bereits gelungen.

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Externer Link

www.spusu.at/

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