REVIEW: Assassin's Creed: Origins

Das beste Openworld Game seit der Antike

Ubisoft hat hoch gepokert und noch höher gewonnen. Aber was macht ACO so gut?

Assassin's Creed ist schon seit dem ersten Teil Ubisofts vermutlich größter und wichtigster Beitrag in der Geschichte der Computerspiele. Waren es im ersten Teil noch solide Klettererlebnisse und Parkour-Runs durch das alte Italien, die unser Gamer-Herz gleichsam einem Sniper trafen, so entwickelte sich die Serie in den letzten Jahren kontinuierlich weiter – lies uns im Amerikanischen Bürgerkrieg mitmischen, die schwarzen Segel der Piraten hissen oder ein Syndikat mit Freunden aufbauen. Doch das alles ist Geschichte. Und noch dazu – ein wirklich gute!

© Ubisoft
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Ein Meilenstein für die Sphinx-Pyramide
Vorweg: Ja, ACO ist wirklich so gut – wie alle sagen. Die Gründe dafür liegen im Auge des Betrachters: Unglaublich detaillierte, wunderschöne Grafik – die einem tatsächlich das Gefühl vermittelt mitten im alten Ägypten zu sein. Dieses Gefühl wird dann noch stärker wenn man mit jedem Schritt tiefer und tiefer in diese Welt gezogen wird. Es ist Ubisoft gelungen, die Geschichte unseres Helden Bayek in jedem Moment spannend und ergreifend zu erzählen und seine /unsere Handlungen stets logisch und nachvollziehbar erscheinen zu lassen. Das ist deswegen besonders, weil wir uns in einer weit entfernten Epoche befinden, deren historische Figuren und politische Großwetterlage für uns doch weit weg ist.

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Openworld und RPG - wie Tag und Nacht?
Neben der atmosphärischen Dichte und der historischen Genauigkeit sind es zwei weitere Zutaten, die das Erfolgsrezept von Assassin's Creed: Origins ausmachen. ACO ist nämlich nicht nur ein hervorragendes Openworld-Game, wo wir ständig neues entdecken und in der Ferne unser nächstes Ziel schon schemenhaft erkennen – sondern ebenso ein durchdachtes und mitreißendes Rollenspiel, wo wir Up-Leveln, Craften und kosmetischen Krimskrams einsammeln. Besonders beim Tag-Nacht-Wechsel, der grafisch wirklich wunderschön ist, zeigt sich, wie intelligent Ubisoft Openworld und Rollenspiel zusammengeführt hat. Planen wir etwa einen Angriff auf ein feindliches Lager, können wir bis zur Nacht zuwarten und danach die Gegner im Schlaf überraschen. Attackieren wir jedoch unter Tags, so haben wir ungemein schwerer  - können aber zugleich mehr Erfahrungspunkte einheimsen. 

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Kampfklettern und Feuerpfeile
Das altbekannte Klettersystem wurde großzügig ausgebaut und wir können mit unserem Helden jetzt wirklich überall hinaufklettern und tatsächlich jedes Gebäude erklimmen. Eine weitere Erneuerung ist das durchdachte Feuersystem. So können wir unsere Pfeile bei Feuerstellen auf der Map entfachen und diese auf brennbare Objekte, wie Heuhaufen oder Vorhänge schießen und damit einen Brand auslösen. Diese Pyromanie ist vor allem dann hilfreich, wenn wir unsere Gegner ablenken wollen, um uns an ihnen vorbei zu schleichen.

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Gameplay und Nilpferde

Ubisoft hat das bekannte Spiel- und Kampfprinzip von Assassin’s Creed weiterentwickelt. Zwar hanteln wir uns noch immer entlang eines epischen Main-Quests von einem End-Boss zum nächsten. Verbessern damit unsere Skills und plündern in den Side-Questes zudem die Kisten leer. Neu sind diesmal wilde Tiere, die wir auf unsere Gegner hetzen und zu Haustieren domestizieren können. Historisch akkurate Waffen können wir wie gewohnt bei Händlern erwerben oder selbst zusammenbasteln.

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Detail-Overkill und starke Persönlichkeiten
Wer zum aller ersten Mal in die Welt von Assassin’s Creed: Origins eintaucht ist von der Detailfülle fast erschlagen. Jedes noch so kleine Detail, von den gackernden Hühnern am Dorfplatz, bis zu Vogelschwärmen, die wegfliegen, wenn wir mit unserem Kamel in ihre Richtung traben – wurden mit viel Detailliebe umgesetzt. Und das alles in atemberaubender Grafik und in den unterschiedlichsten Settings. Die Locations reichen  von der brodelnden Metropole Memphis, über die Dünen der Wüste, bis zu den Krokodilen des Nils. Ebenso verhält es sich bei den Figuren und deren Geschichten. In den ersten Assassin’s Creed Teilen wirkten die Figuren manchmal hölzern  – doch im neuesten Teil fesselt uns das Setting von der ersten Sekunde an.

Fazit
Assassin’s Creed: Originsist mit Sicherheit eines der besten Spiele 2017. Kaum ein anderes Spiel vermag es so exzellent mehrere Genres zusammenzuführen und dabei trotzdem den eigenen Gameplay-Wurzeln authentisch verpflichtet zu bleiben. Ubisoft ist das mit Assassin’s Creed: Origins famos geglückt und bietet Spielspaß für Adventure- und Openworld-World-Fans in Hülle und Fülle.

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