Neues Buch

Rapper Nazar: Abrechnung mit Regierung

Der Wiener Rapper Nazar nimmt in seinem neuen Buch kein Blatt vor den Mund.

Rapper bedienen sich in ihren Songtexten einer deftigen Sprache, und das tut Nazar auch in seinem neuen Buch Mich kriegt ihr nicht. Die Autobiografie des iranischstämmigen Musikers wartet mit Brachial-Kritik an der Politik auf. Besonders hat es Nazar auf ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz und FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache abgesehen.

Rapper Nazar traf Kurz auf 
»Party-Insel«in Kroatien

„Ich muss zum Beispiel nur an unseren neuen, schicken Bundeskanzler Sebastian Kurz denken, und mir kommt sofort die Galle hoch“, schreibt Nazar. Dabei sei er ihm zu Beginn „gar nicht so unsympathisch“ gewesen: „Ich traf ihn einmal privat auf einer kroatischen Partyinsel, wo er mit seinen Polohemd-Freunden einen draufmachte“, berichtet der Rapper. Doch Kurz gehe „über Leichen“, um seine Ziele zu erreichen.

„Kurz sagt jetzt das Gleiche“ wie Strache, konstatiert Nazar, und Strache sei ein „Hetzer“.

Aber auch an der SPÖ lässt Nazar kein gutes Haar. „Ich weiß, dass dort richtige Hurensöhne dabei sind.“ Insbesondere kritisiert Nazar, wie die Politik in der „Ausländerfrage“ agiert.

Abgesehen von der Polit-Abrechnung schildert der Rapper, wie er als kleiner todkranker Bub gemeinsam mit Mutter und Bruder als Flüchtling nach Österreich kam und von Klosterschwestern im Spital Speising ­gesund gepflegt wurde. Am Weg zur gelungenen Integration stand er sich zum Teil selbst im Weg, etwa als er mit 13 Jahren seine „rechte Faust im Gesicht des Biologieprofessors versenkte“.

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