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Sensation

Platz drei für Österreich! Israel siegt

Österreichs Kandidat Cesar Sampson schaffte die Sensation.

Israel hat den 63. Eurovision Song Contest gewonnen. Netta holte sich Samstagnacht mit 529 Punkten den Titel in der Altice Arena in Portugals Hauptstadt Lissabon. Österreichs Kandidat Cesar Sampson kam mit 342 Punkten und seinem Lied "Nobody But You" auf den 3. Platz - nachdem er die Wertung der Expertenjurys klar gewonnen hatte.
 
 
Netta ist mit "Toy" Nachfolgerin von Vorjahressieger Salvador Sobral, der 2017 mit "Amar Pelos Dois" in Kiew triumphiert hatte. 
 
 
Das Stockerl zwischen Israel und Österreich komplettierte Zypern mit Eleni Foureira und "Fuego".
 
 

Die Punkte für Österreich

Österreichs Song-Contest-Vertreter Cesar Sampson hat vom Publikum 71 Punkte beim Wettbewerb 2018 in Lissabon bekommen, was einen guten Mittelfeldplatz bedeutet hätte. Von den Fachjurys gab es zuvor 271 Punkte und damit den eindeutigen ersten Platz von 26 Teilnehmern. In Summe ergab sich mit 342 Punkten Platz 3.


Jurypunkte aufgeschlüsselt

12 Punkte Belgien
12 Punkte Bulgarien
12 Punkte Estland
12 Punkte Island
12 Punkte Israel
12 Punkte Großbritannien
12 Punkte Litauen
12 Punkte Polen
12 Punkte Rumänien
10 Punkte Deutschland
10 Punkte Niederlande
10 Punkte Schweden
10 Punkte Slowenien
10 Punkte Weißrussland
8 Punkte  Dänemark
8 Punkte  Georgien
8 Punkte  Norwegen
8 Punkte  Portugal
8 Punkte  Spanien
8 Punkte  Ungarn
7 Punkte  Finnland
7 Punkte  Frankreich
7 Punkte  Italien
7 Punkte  Lettland
7 Punkte  Ukraine
5 Punkte  Australien
5 Punkte  Irland
5 Punkte  Tschechien
4 Punkte  Schweiz
4 Punkte  Serbien
3 Punkte  Moldawien
2 Punkte  Zypern
1 Punkte  Armenien
1 Punkt   Malta
 

Österreicher wählten Tschechien auf Platz 1

Nach dem Finale des 63. Eurovision Song Contest in Lissabon hat die European Broadcasting Union (EBU) die Detailergebnisse des Publikumsvotings veröffentlicht: Während die Mitglieder der Fachjury die Höchstpunktzahl an den Gesamtsieger Israel vergaben, wählten die österreichischen Zuschauer Tschechien bei ihrer Abstimmung auf Platz 1. Die Stimmen von Fachjury und Zuschauern werden 50:50 gewichtet.


Votum des österreichischen Publikums

12 Punkte Tschechien
10 Punkte Italien
8 Punkte  Serbien
7 Punkte  Israel
6 Punkte  Deutschland
5 Punkte  Dänemark
4 Punkte  Irland
3 Punkte  Ungarn
2 Punkte  Albanien
1 Punkt   Zypern


Allzeitbilanz Österreichs

Österreich kann dank Conchita Wurst ("Rise Like A Phoenix" 2014) und Udo Jürgens ("Merci Cherie" 1966) auf bis dato zwei Siege beim Eurovision Song Contest zurückblicken. Aber es gibt auch die andere Seite. Cesar Sampson steht mit seinem 3. Platz beim Bewerb 2018 in Lissabon jedenfalls hervorragend da.
 
So kamen die Interpreten der Jahre 1981 (Marty Brem), 1984 (Anita), 1988 (Wilfried) und 1991 (Thomas Forstner) nicht über einen letzten Platz hinaus. 2007 schied Eric Papilaya mit "Get A Life - Get Alive" bereits im Semifinale aus und wurde dort mit vier Punkten Vorletzter. Anschließend verzichtete man 2006 sowie 2008 bis 2010 gänzlich auf eine Teilnahme.
 
Beim neuerlichen Antritt 2011 in Düsseldorf kam Nadine Beiler auf Platz 18, bevor 2012 die Trackshittaz mit ihrer Hip-Hop-Nummer "Woki mit deim Popo" im Halbfinale die geringste Punkteanzahl aller Länder erhielten. 2013 musste sich dann Natalia Kelly in Malmö mit Platz 14 von 16 Teilnehmern in ihrem Halbfinale begnügen. Und dann kam Conchita, sah und siegte in Kopenhagen. Für die Makemakes reichte es beim Heim-ESC in Wien dann allerdings wieder nur für einen vorletzten Platz. Dafür eroberte Zoe 2016 in Stockholm den sehr respektablen 13. Platz, dem Nathan Trent in Kiew 2017 den 16. Platz folgen ließ.
 
 

Überragender Platz 3

Der 63. Eurovision Song Contest ist Samstagnacht mit einem Sieg Israels zu Ende gegangen. In Portugals Hauptstadt Lissabon setzte sich Kandidatin Netta mit "Toy" gegen 25 Länder durch. Österreichs Vertreter Cesar Sampson kam mit seinem Popgospel "Nobody But You" auf einen überraschend hervorragenden Platz 3.
 
Cesar Sampson im Interview
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Damit setzte sich letztlich die schon lange zu den Topfavoriten gezählte Sängerin mit ihrer feministischen Nummer durch - gegen die Strandpartynummer "Fuego" von Eleni Foueira aus Zypern und auch die heimische Hoffnung Cesar Sampson. Der hatte mit 271 Punkten bei den Jurys den klaren Triumph eingefahren und war in dieser Teilwertung auf Platz 1 gelandet.
 

Beste Performance

Der 34-jährige Linzer legte am Abend tatsächlich seine bis dato beste Performance seit dem Beginn der Shows in Lissabon hin, ging mit einem eingestreuten "Lisbon, how are you doing?" in ungekannte Interaktion mit dem Publikum und präsentierte erstmals kurzärmelig seine Muskeln. Die brachte er dann auch gleich im Greenroomschäkern mit Filomena Cautela zum Einsatz, indem er die Moderatorin drei Mal in die Höhe wuchtete. Auch in seinem Halbfinale hatte Sampson mit 234 Punkten einen guten 4. Platz erlangt.
 
Netta zeigte sich indes überwältigt von ihrem Sieg. Noch mit der Trophäe in der Hand auf der Bühne erhielt die Sängerin einen Anruf von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, der der Künstlerin via Telefon gratulierte.
 

Breites Feld

Auch abseits dieses Führungstrios zeigte sich das Feld der heurigen Finalisten breit wie selten und reichte vom harten Metal der Ungarn AWS über Ethnoballaden wie jener der Serben Sanja Ilic und Balkanika bis hin zum Hip-Hop des Tschechen Mikolas Josef.
 
Einen Schreckmoment während der Show gab es dann allerdings, als ein Mann während des Auftritts der britischen Kandidatin SuRie auf die Bühne stürmte und der Sängerin das Mikrofon entriss, bevor er von der Bühne gezerrt wurde. Das Angebot der Rundfunkunion EBU, ihren Auftritt zu wiederholen, lehnte die 29-Jährige allerdings mit dem Hinweis, dass sie stolz auf ihre Leistung sei, ab und landete am Ende auf den schwachen 24. Platz.
 

© Getty Images

Ukraine

MELOVIN "Under The Ladder"

© Getty Images

Spanien

Amaia y Alfred "Tu Cancion"

© Getty Images

Slowenien

Lea Sirk "Hvala, ne!"

© Getty Images

Litauen

"When We're Old"

© Getty Images

Österreich

Cesar Sampson "Nobody But You"

© Getty Images

Estland

Elina Nechayeva "La Forza"

© Getty Images

Norwegen

Alexander Rybak "That's How You Write A Song"

© Getty Images

Portugal

Claudia Pascoal - "O Jardim"

© Getty Images

England

SuRie - "Storm"

© APA/AFP/FRANCISCO LEONG

Serbien

Sanja Ilik & Balkania - "Nova Deca"

© Getty Images

Deutschland

Michael Schulte "You Let Me Walk Alone".

© Getty Images

Albanien

Eugent Bushpepa "Mall"

© Getty Images

Tschechien

Mikolas Josef mit "Lie To Me".

© Getty Images

Dänemark

Rasmussen "Higher Ground"

© Getty Images

Australien

Jessica Mauboy "We Got Love".

© Getty Images

Finnland

Saara Aalto "Monsters"

© Getty Images

Bulgarien

EQUINOX "Bones"

© Getty Images

Moldau

DOReDoS "My Lucky Day"

© Getty Images

Schweden

Benjamin Ingrosso "Dance You Off"

© Getty Images

Ungarn

AWS "Viszlat Nyar"

© Getty Images

Israel

Netta "Toy"

© Getty Images

Holland

Waylon "Outlaw In Em"

© Getty Images

Irland

Ryan O'Shaughnessy "Together"

© Getty Images

Zypern

Eleni Foureia "Fuego"

 

Kaum Trashnummern

Damit ging ein Song Contest zu Ende, der sich stilistisch vielfältig präsentierte, wenige bis keine der früher üblichen Trashnummern im Talon hatte und mit einer ganzen Reihe an Favoriten bis zuletzt spannend blieb. Dennoch zeigte sich an der Gestaltung der Show, dass der ebenso langjährige wie langjährig erfolglose ESC-Teilnehmer Portugal kein eurovisionsbegeistertes Land wie etwa die skandinavischen Nationen ist.
 
Ungeachtet der eigentlich charmanten Idee, mit dem heurigen Motto "All Aboard!" auf die maritime Geschichte der Seefahrernation Portugal zu rekurrieren, blieb die Show abseits der musikalischen Beiträge erschreckend spaßbefreit, was sich bereits am Auftakt zeigte, der passend zur portugiesischen Neigung zur Saudade, der Gefühlsmischung aus Sehnsucht und Melancholie aus einer Fadodarbietung der beiden Genrediven Mariza und Ana Moura bestand - ungeachtet aller Qualitäten wahrlich keine Partyeinheizer.
 
Emotional, wenn auch nicht amüsant gestaltete sich dann die Bühnenrückkehr von Vorjahressieger Salvador Sobral nach seiner Herztransplantation im Dezember. Der 28-Jährige, der den ESC erstmals in seiner Geschichte nach Portugal brachte, präsentierte zunächst seine neue Single und dann an der Seite des legendären brasilianischen Sängers Caetano Veloso seinen Vorjahressong "Amar Pelos Dois". So gesehen hielten sich die vier Moderatorinnen Filomena Cautela, Silvia Alberto, Daniela Ruah und Catarina Furtado an die Grundstimmung eines humorarmen Abends.
 

Die Top-Ten

  1. 529, Israel, Netta: "Toy"
  2. 436, Zypern, Eleni Foureira: "Fuego"
  3. 342, Österreich, Cesar Sampson: "Nobody but You"
  4. 340, Deutschland, Michael Schulte: "You Let Me Walk Alone"
  5. 308, Italien, Ermal Meta e: "Non mi avete fatto Fabrizio Moro niente"
  6. 281, Tschechien, Mikolas Josef: "Lie to Me"
  7. 274, Schweden, Benjamin Ingrosso: "Dance You Off"
  8. 245, Estland, Elina Netsajeva: "La forza"
  9. 226, Dänemark, Rasmussen: "Higher Ground"
  10. 209, Moldawien, DoReDoS: "My Lucky Day"


Best-of Knoll: "In dem Fall war es ein Trottel"

Der 63. Eurovision Song Contest ist geschlagen, Israel ist der große Gewinner und Österreich konnte mit seinem Kandidaten Cesar Sampson den höchst respektablen dritten Platz erringen. Im ORF hat die äußerst spannende Angelegenheit Moderator Andi Knoll begleitet, der wie üblich für amüsante Bonmots sorgte. Nachfolgend eine Auswahl:
 
  • "Bist du deppert, kann die singen" - Knoll freute sich bereits zum Beginn des Abends über die Darbietung der Fadodiva Mariza, die mit Ana Moura die Stimmung in der Halle anheizte.
  • "Serwas Pferdl, du verstehst mich" - Der ukrainische Kandidat Melovin durfte in seiner Postkarte, die alle Teilnehmer kurz vorstellt, mit einem Vierbeiner in Kontakt treten.
  • "Fad wird uns nicht" - Knoll wusste, dass den Fernsehzuschauern auch dank Trinkspiel und Song-Contest-Bingo die nächsten Stunden wie im Flug vergehen würden.
  • "Ein bisschen der Marcel Hirscher des Song Contest" - Ginge es nach unserem Moderator, dann wäre der österreichische Kandidat Cesar Sampson eigentlich nicht zu schlagen.
  • "Er nagelt das Ding an die Wand" - Von der Performance von Sampson war Knoll jedenfalls mehr als überzeugt.
  • "Wenn er schon weiß, wie man ein Lied schreibt, warum macht er es nicht? Das war nur Rhythmus, da fehlt die Melodie" - Vom ESC-Sieger 2009 Alexander Rybak, der es heuer mit "That's How You Write A Song" wieder versucht hat, war Knoll nicht wirklich begeistert.
  • "In dem Fall war es ein Trottel" - Die Kandidatin aus Großbritannien, SuRie, wurde von einem Flitzer auf der Bühne gestört, was unserem Moderator hörbar missfiel.
  • "Da möchtest du als Österreicher am liebsten einer Makrele den Kopf abbeißen" - Der Däne Rasmussen erzeugte bei Knoll offenbar kulinarische Gelüste.
  • "Es gibt keine LED-Wand? Na gut, dann nehmen wir selber eine mit" - Knoll erklärte den Zuschauern knapp und bündig das Erfolgsrezept der Schweden.
  • "Halten Sie sich fest, das wird super!" - Die Vorfreude auf die ungarische Metalband war Knoll anzumerken.
  • "Heute ist Markttag in Lissabon. Na, was bringt Rotkäppchen denn mit zur Großmutti?" - Bei der Wettfavoritin Eleni Foureria driftete Knoll ins Märchenhafte.
  • "Das gefällt mir" - Andi Knoll freut sich über die 8-Punkte-Wertung von Spanien für Österreich.
  • "Gutes Geflügel und 12 Punkte für Israel" - Die Wertung von Österreichs Jury ließ Knoll beinahe gackern.
  • "Jetzt kann man den Briten unterstellen, dass sie etwas von Musik verstehen" - 12 Punkte von Großbritannien für Österreich.
  • "Man freut sich auf der österreichischen Couch" - Auch Rumänien wollte Österreich am Thron sehen.
  • "Heast, was ist da los?" - Belgien ließ die heimischen Hoffnung am Leben.
  • "Das musste sein" - Die Verbindung zwischen Bulgarien und Österreich war offenbar immer stark, dementsprechend 12 Punkte für Cesar Sampson.
  • "Hier geht's um Musik, zumindest offiziell" - Knolls Kommentar zum russischen Voting.
  • "Das kann uns keiner nehmen" - Nach dem Juryvoting lag Österreich souverän in Führung.
  • "Das war erst die halbe Miete" - Andi Knoll wusste aber auch, dass es nach dem Juryvoting noch ein langer Weg ist.
  • "Damit muss er einfach zufrieden sein" - Platz drei war dann doch ein glorreicher Abend für Cesar Sampson und Österreich beim Eurovision Song Contest.

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