Prozess in Klagenfurt

Ehefrau aus Fenster gehalten: 32 Monate Haft

32-Jährige berichtete von wiederholten Aggressionen gegen sie.

Ein 34-jähriger Mann ist am Donnerstag am Landesgericht Klagenfurt wegen Raubes und gefährlicher Drohung zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Dem Afghanen wurde vorgeworfen, mehrmals von seiner 32-jährigen Frau Geld gefordert zu haben. Dabei soll er sie einmal sogar aus einem Fenster im vierten Stock gehalten haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Streit um Geld

Es habe Spannungen zwischen den Eheleuten gegeben, weil der Mann keine Arbeit hatte, seine Frau hingegen sehr wohl über ein Einkommen verfügte, hieß es bereits beim Prozessauftakt im Oktober. Als es wieder einmal zum Streit um Geld kam, habe der 34-Jährige seine Ehefrau gewürgt und ihr mit den Fingern gegen die Augen gedrückt. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe weitgehend. Seine Frau erzählte von seinen Aggressionen und Übergriffen. Eine Sprachnachricht des Angeklagten, in der er seine Frau und ihre Familie wüst beschimpft, bestätigte die Version der 32-Jährigen. Sie wird inzwischen mit ihren Kindern in einem Gewaltschutzzentrum betreut.

Zusätzlich zu den 32 Monaten Haft wurden auch noch acht Monate, die bei einer früheren Verurteilung als bedingte Strafe verhängt wurden, nun in eine unbedingte Haft umgewandelt. Der Afghane nahm das Urteil an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

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