Tödlicher Bootsunfall

Wörthersee-Drama: Krimi um Kronzeugen

Ein bekannter Medienmanager soll tödlichen Bootsunfall fahrlässig herbeigeführt haben.

Kärnten. Mit einer aufwendigen Computersimulation beginnt der heutige Prozess rund um das aufsehenerregende Bootsunglück vom 2. Juni 2017 in Maria Wörth am Wörthersee. Einem prominenten Medienunternehmer (45) wird vorgeworfen, an dem Tag das Sportboot gelenkt zu haben, aus dem Baumeister Manfred Schroll (44) geschleudert wurde. Um ihn zu retten, soll der Manager – bei ihm ergab ein Alkoholtest 1,2 Promille – beim 300-PS-Boot den Rückwärtsgang ­eingelegt haben. Einer der Zeugen beobachtete das Manöver. Schroll erlitt tödliche Kopfverletzungen, die laut Obduktion auf einen Kontakt mit der Schiffsschraube zurückzuführen sind.

 

Dem steht die Version des Beschuldigten gegenüber. In einem Statement sagt Anwalt Alexander Todor-Kostic, dass der Angeklagte und das Opfer zeitgleich aus dem Boot geschleudert wurden. Das letzte Manöver hätte sein Mandant nicht durchgeführt. Das Opfer sei erst viel später in die Schraube geraten. Bei einem Schuldspruch wegen grob fahrlässiger Tötung drohen bis zu drei Jahre Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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