Pleite

Bitteres Aus für berühmten "Kebab-Ali"

Erst letztes Jahr standen alle Zeichen auf Happy End, jetzt muss "Kebab-Ali" schließen.

Es war der Aufreger des Vorjahres, der auch weit über den Atlantik für mediales Interesse sorgte: Alihan Turgut, in seiner Heimatstadt, dem niederösterreichischen Wiener Neustadt, besser bekannt als "Kebabali", muss nach elf Jahren seinen Standort am Hauptplatz aufgeben. Der Grund: mangelnde Deutschkenntnisse und eine "Umorientierung" des neuen Marktkonzepts "Marienmarkt". Ein Thema, das Wellen schlug und selbst US-Medien wie die Washington Post und die New York Times über "Kebabali" berichten ließ. Auch lokal waren die Reaktionen heftig - mehr als 2.000 Unterschriften wurden für den Erhalt des Imbiss-Stands gesammelt.
 
Die Stadt bot dem türkischen Buden-Besitzer darauf hin einen neuen Standplatz außerhalb der Innenstadt an, den Turgut vor genau einem Jahr bezog. Die Zeichen standen auf "Happy End". Monat für Monat sei es ein Minusgeschäft, sagt der 54-Jährigen jetzt der NÖN: "Es ist einfach kein Geschäft zu machen, dazu kommt die Drogenszene, die große Probleme macht." Die Einnahmen seien so minimal, dass Turgut Ende April zusperren muss. Wie es nun weitergeht, ist unklar. Der Buden-Betreiber ist verzweifelt, er sei bisher noch nie arbeitslos gewesen, "mache aber alles".

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