Kurioser Fall

Häftling will Kebab - ein Jahr länger im Knast

Sein Essenswunsch kommt dem Mann in dem Gefängnis in Niederösterreich teuer zu stehen.

Ein Russe, der in der Justizanstalt Sonnberg eine vierjährige Haftstrafe wegen Raubes verbüßt, muss ein Jahr länger in den Knast, weil er bei einem Wachbeamten einen Kebab und ein Muntermachergetränk bestellte. Das berichtet die NÖN.

"Ich habe doch nur gefragt, ob er mir was von draußen mitbringen kann. Ich wollte doch nur einen Kebab und ein Muntermachergetränk", erklärte der 32-Jährige. Es sei ihm schon klar gewesen, dass der Beamte das nicht dürfe, aber "da ist doch nichts dabei". Für den Staatsanwalt war es ein Versuch, den Beamten zum Amtsmissbrauch zu verleiten.

"Ein Gefängnis ist kein Hotel, wo man anrufen und Essen bestellen kann; auch kein Kaffeehaus, wo der Kellner Bestellungen entgegennimmt", erklärte die Richterin dem Russen. Der reagierte ungehalten: "Dann bekomme ich halt wegen eines nicht erhaltenen Kebabs eine Strafe. Ist auch okay."

Dem "Wunsch" kam die Richterin nach: Die Haftstrafe des 32-Jährigen wurde um ein Jahr verlängert.

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