Neues Gutachten

Mordfall Julia Kührer vor Wiederaufnahme

Der Anwalt des Verurteilten lässt mit einer neuen These im Mordkrimi aufhorchen.

Die Todesursache im Mordfall Julia Kührer (†16) konnte nie eindeutig geklärt werden. Ihre sterblichen Überreste waren nach ihrem Verschwinden 2006 fünf Jahre später in einem Erdkeller auf dem Grundstück von Michael K. (55) im Bezirk Horn gefunden worden. K. war 2013 von einem Geschworenengericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Der damalige Toxikologe dokumentierte Spuren von Crystal Meth im Körper der Verstorbenen. An diesen Punkt knüpft der neue Anwalt des Verurteilten, Wolfgang Blaschitz, an, der am Montag über den Antrag auf eine Wiederaufnahme des Mordfalls am Landesgericht Korneuburg verhandelte.

Gutachten

„Der Abbauprozess der Droge ist, meiner Ansicht nach, nicht berücksichtigt worden. Der Wert war zum Todeszeitpunkt höher, wenn nicht sogar tödlich“, so die These des Verteidigers. Mit Spannung wird nun auf das Resultat des Gutachtens gewartet. Hinzu kommen neue Zeugen aus der Clique Julias, die bei einem zweiten Verhandlungstag den Waldviertler entlasten könnten.

Außer dem 55-Jährigen soll nur noch der Ex-Freund Julias Zugang zum Keller gehabt haben, von dem sie sich kurz vor ihrem Verschwinden getrennt haben soll und der ebenfalls im Visier der Ermittler stand. Es gilt die Unschuldsvermutung.

(lae)

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