Polizei setzte Pfefferspray ein

Toter nach Reizgas-Einsatz

Fünf Tage nach seiner Festnahme ist ein Wiener im Krankenhaus in Salzburg gestorben.

Ein 27-Jähriger hatte vergangenen Montag die Polizei zu einer Wohnung in der Sandor-Vegh-Straße im Salzburger Stadtteil Gneis gerufen und sagte den Beamten, dass er angeblich erpresst werde.

Beim Eintreffen der Polizisten stellte sich heraus, dass es zuvor zu einem heftigen Beziehungsstreit gekommen sein dürfte, bei dem der Mann seine Freundin (24) mit einem Messer bedroht haben soll.

Als die Cops in die Wohnung gingen, sollen sie vom 27-Jährigen mit Faustschlägen attackiert worden sein. Um den Angriff abzuwehren, setzte einer der Polizisten seinen Pfefferspray ein.

Danach brach der Wiener bewusstlos zusammen. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde er ins Spital gebracht, wo er fünf Tage später, vergangenen Freitag, starb.

Obduktion

Nun untersucht die Staatsanwaltschaft Salzburg den Fall. Zur Wahrung der Objektivität werden die Ermittlungen von einer unabhängigen Kommission des LKA Vorarlberg geführt. Zudem wurde ein Sachverständiger eingesetzt, eine toxikologische Untersuchung und eine Obduktion angeordnet.

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