Darunter drei Kinder

Zwölf Flüchtlinge auf Güterzug in Tirol aufgegriffen

Flüchtlinge sollen teilweise nach Italien zurückgebracht oder in Schubhaft genommen werden.

Insgesamt zwölf Flüchtlinge sind in der Nacht auf Donnerstag am Bahnhof Kufstein in Tirol auf einem Güterzug, der von Italien in Richtung Deutschland fuhr, aufgegriffen worden. Darunter waren drei Kinder im Alter von zwei Monaten und einem bzw. sechs Jahren, bestätigte ein Sprecher der Polizei einen Bericht von ORF Tirol. Die Menschen hatten sich in einem Container auf dem Zug versteckt.

   "Der Fahrdienstleiter hat uns gegen 1.45 Uhr verständigt, denn es wurden Gepäckstücke auf dem Zug gefunden", erzählte der Beamte. Als die Polizisten den Zug durchsuchten, der am Bahnhof Kufstein einen planmäßigen Halt eingelegt hatte, entdeckten sie schließlich die Flüchtlinge in einem Container, der nur mit einer Plane zugedeckt war. Eine Familie mit zwei Kindern und eine Frau mit dem dritten Kind mussten ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert werden. Sie konnten das Spital am Vormittag bereits wieder verlassen.

   Alle Flüchtlinge seien Beamten der AGM (Ausgleichsmaßnahmen Schengen) übergeben worden. Sie sollen nun je nach ihrem Status entweder nach Italien zurückgebracht oder in Schubhaft genommen werden.

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