Bettler-Quartett folterte Kumpanen zu Tode

Bettler-Prozess: 20 Jahre Haft

Zigaretten auf Mord-Opfer ausgedämpft

Wien. Es war einer der grauenvollsten Mordprozesse der vergangenen Jahre. Vor Gericht musste sich ein slowakisches Quartett aus dem Wiener Bettlermilieu – eine Frau und drei Männer – verantworten, weil die vier Angeklagten einen ehemaligen Freund (58) in einem Hotelzimmer in Rudolfsheim-Fünfhaus nach einem Trinkgelage regelrecht zu Tode gefoltert haben sollen.
 
Das Opfer wies massivste Verletzungen auf. Es soll ­geschlagen, getreten und schließlich erwürgt worden sein. Zigaretten waren vor seinem Tod auf seinen Genitalien ausgedrückt worden, wie ein Gutachter am Mittwoch in der Hauptverhandlung bestätigte.
 
Müll. Die Leiche warfen die Täter anschließend in einen Müllcontainer. Die Überreste des 58-Jährigen wurden in eine Müllverarbeitungsanlage nach Graz gekarrt und dort entdeckt. Durch die Müllpresse war der Kopf des Toten in 50 bis 100 Teile zerborsten.
 
Haft. Am Mittwochabend standen schließlich die Urteile fest: Der Hauptangeklagte (55) wurde wegen Mordes zu 20 Jahren Haft verurteilt, seine Lebensgefährtin fasste drei Jahre Haft aus. Die zwei weiteren Täter erhielten zweieinhalb Jahre und 15 Monate. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.

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