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Rundumerneuerung

Donauturm bekommt ein Bierlokal

Das 1964 eröffnete Wahrzeichen ist derzeit wegen Renovierung geschlossen.

Der Wiener Donauturm wird umgebaut: Das 1964 erbaute Wahrzeichen wird rundumerneuert und erhält einen Zubau mit Bierlokal sowie einen Gastgarten. Seit 8. Jänner ist der Turm wegen der Umbauarbeiten geschlossen. Ab Ostern soll die Attraktion im Donaupark wieder für Besucher zugänglich sein. Das neue "Donaubräu" am Fuß des Turms öffnet seine Pforten dann im Frühsommer.
 

Umbaupläne

Vor zwei Jahren kaufte das österreichische Busunternehmen Blaguss - gemeinsam mit Partnern - den Donauturm von der Bank Austria. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag präsentierten Paul Blaguss, Geschäftsführer der Blaguss-Gruppe, Architekt Gregor Eichinger und Tourismusdirektor Norbert Kettner nun die Umbaupläne für den Turm, der am 16. April 1964 anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau eröffnet worden war.
 
Sämtliche Ebenen sowie der Eingangsbereich werden neu gestaltet. Das Drehrestaurant auf 170 Metern und das Kaffeehaus sollen in den Stil der 1960er-Jahre zurückgeführt werden, sagte Architekt Eichinger. Das Restaurant soll künftig als "cosy Raum" mit Textilpaneelen an den Wänden und Sitzsofas erscheinen, erläuterte er. Das Cafe im Geschoß darunter wird mit viel Holz gestaltet. Die ehemalige sogenannte Kinderterrasse wird zum Eventcenter und kann für verschiedene Veranstaltungen angemietet werden.
 
Außerdem erhält der Eingangsbereich einen Zubau und wird künftig das Bierlokal "Donaubräu" beherbergen. Am Fuß des Turms im Donaupark wird ein Gastgarten eingerichtet, in dem bis zu 250 Gäste Platz finden.
 

Moderne Technik

Zusätzlich zu den baulichen Veränderungen soll das Aussichtserlebnis durch moderne Technik ergänzt werden. "Augmented Reality ist natürlich ein Thema", sagte Eichinger. Als er einmal von einem Besucher gefragt worden sei: "Warum gibt's da drei Donaus?", sei ihm klar geworden, dass man die Menschen mit Informationen zur Aussicht unterstützen müsse, erzählte Blaguss. Teil des neuen Konzepts sind Monitore auf der Aussichtsterrasse, über die mehr über die Gegend, aber auch Geschichtliches zu erfahren sein wird.
 
Der Turm habe einen besonderen Platz in den Herzen der Wiener und sei bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt, meinte Blaguss. Allerdings: "Er ist vielleicht ein bisschen eingeschlafen." Nun soll er wieder aufgeweckt werden: "Es ist uns ganz wichtig, dass wir diese Eleganz wiederherstellen, allerdings mit modernen Medien und moderner Technik unterfüttert." Da der Donauturm als Wahrzeichen der Stadt unter Denkmalschutz steht, findet der Umbau in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt statt.
 
Erfreut über die Neugestaltung zeigte sich Tourismusdirektor Kettner. Ziel sei ein nachhaltiges Wachstum im Tourismus in Wien, dazu trage auch die Investition in den Turm bei.
 

Anbindung soll verbessert werden

 
Die Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel soll verbessert werden. Blaguss, das schließlich ein Transportunternehmen ist, will den Turm mit seiner Hop-on-Hop-off-Touristenlinie verstärkt anfahren. Man sei aber auch mit der Stadt wegen einer Verdichtung der Busintervalle in Gesprächen, versicherte Blaguss.
 
Die Investitionssumme für den Umbau beläuft sich auf 8,5 Millionen Euro. Das Unternehmen hofft, dass die Besucherzahlen nach dem Umbau steigen. Ziel sei es, bis 2020 rund 600.000 Besucher zu erreichen, erklärte Blaguss. In der Vergangenheit zog der Donauturm jährlich etwa 400.000 Besucher an. Nach dem Umbau wird der Ticketpreis für eine Fahrt auf den Turm von 9,90 Euro auf 14,50 Euro erhöht.

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