Insasse wollte verlegt werden

Feuer-Inferno in Häfen gelegt

Zwei Zellengenossen wurden beim Brand schwer, ein weiterer lebensgefährlich verletzt.

Wegen versuchten Mordes musste sich ein Algerier (33) am Mittwoch im Straflandesgericht verantworten. Der Angeklagte, der sich nach einem negativen Asylbescheid nach Finnland abgesetzt hatte und nach Österreich ausgeliefert wurde, hatte in seiner Zelle in der Justizanstalt Josefstadt Feuer gelegt.

14 Verletzte. Zwei Mithäftlinge wurden beim Brand im Oktober 2016 schwer, einer lebensgefährlich verletzt. Zudem erlitten elf Justizwachebeamte Rauchgasvergiftungen. Der dreifach vorbestrafte Asylwerber war frustriert, weil er sich mit seinen Zellengenossen nicht unterhalten konnte und er am späten Abend nicht zum dritten Mal in einen anderen Haftraum verlegt wurde.

© Justizanstalt Wien-Josefstadt

Asylwerber fackelte mit Feuerzeug Matratze ab

Daraufhin zündete Mouhamed S. mit einem Feuerzeug seine Matratze an, obwohl im Stockbett über ihm ein Mithäftling lag und hinderte seine Zellengenossen mit zwei Besteckmessern daran, das Feuer zu löschen.

Wiederholung. Die erste Verhandlung musste wiederholt werden, da die Schöffen ein Unzuständigkeitsurteil fällten, da die Tat als versuchter Mord eingestuft wurde. S. droht lebenslang. Es gilt die Unschuldsvermutung.(kuc)

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