Opfer (4) belastet Opa

Mutter tötet Baby: Missbrauch durch Opa?

Familien-Tragödie: Top-Diplomat wegen Missbrauchs-Verdachts in Haft.

Wie berichtet, erstickte eine 37-jährige Philippinerin, die mit einem Österreicher und Sohn eines hochrangigen Ex-Diplomaten verheiratet ist, in einem psychischen Ausnahmezustand ihren acht Monate alten Sohn.

Die Frau war am Abend des 3. Jänner mit ihren beiden Kindern und dem Gatten im Donauspital aufgetaucht und äußerte ganz aufgebracht den Verdacht, dass ihr Schwiegervater ihre Tochter (4) zu den Weihnachtsfeiertagen missbraucht haben könnte.

Die Familie wurde stationär aufgenommen, damit das Mädchen am nächsten Tag untersucht werden konnte, der Gatte – ein Pilot – der nicht im Spital nächtigen konnte, zeigte mittlerweile den eigenen Vater bei der Polizei an.

Wegen Prostituierten 
aus China abgezogen

Was genau dann im Spital passiert ist – und vor allem, warum die Frau ihren acht Monate alten Sohn (der plötzlich Fieber bekam) tötete und nachher Selbstmord begehen wollte, ist noch völlig unklar. Möglicherweise befürchtete sie, dass der Opa sich auch an dem Baby vergangen haben könnte. Die Asiatin liegt derzeit auf der Psychiatrie – gegen sie wird wegen Mordverdachts ermittelt.

Am darauffolgenden Wochenende wurde dann auch der wegen schweren sexuellen Missbrauchs gesuchte, ranghohe Ex-Diplomat und ehemalige Pressesprecher von Außenminister Alois Mock verhaftet. Er bestreitet alle Vorwürfe, wird aber von der 4-Jährigen, die sich nach wie vor im Spital befindet, massiv belastet – und zwar mit Details, die sich ein Kind in diesem Alter kaum ausdenken kann.

Für den pensionierten Botschafter, der in den 1990er-Jahren aus China wegen schlechten Benehmens, Umgang mit Prostituierten und Antiquitätenschmuggel abgezogen wurde, gilt die Unschuldsvermutung. (kor)   

"Mandant ist erschüttert"

ÖSTERREICH: Was sagt der Ex-Diplomat zu den Vorwürfen?

Rudolf Mayer: Es ist überhaupt nichts passiert. Er hat seine Enkeltochter niemals sexuell missbraucht. Er versteht nicht, wie es zu den Vorwürfen kommen kann.

ÖSTERREICH: Dennoch sitzt er in U-Haft …

Mayer: Das ist bei den Vorwürfen von Sexualdelikten dieser Art normal. Es wird nach zwei Wochen eine Haftprüfung geben.

ÖSTERREICH: Die Vorwürfe gegen den Verdächtigen waren offenbar der Auslöser für die Verzweiflungstat der Mutter im Spital. Wie sieht Ihr Mandant das?

Mayer: Er ist erschüttert! Er kann nicht fassen, was da passiert ist. Dass sein Enkelkind jetzt tot ist.

ÖSTERREICH: Ihr Mandant ist kein „unbeschriebenes Blatt“. Es gab in seiner aktiven Zeit als Botschafter Vorwürfe …

Mayer: Mein Mandant ist absolut unschuldig. Er versteht aber, dass er aufgrund der Vorwürfe in U-Haft genommen wurde. Er will auf keinen Fall einen Prominentenbonus, aber er will auch keinen Prominenten-Malus.     

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