Tierquälerei

Berittene Polizei: Tierschützer empört

VGT kritisiert Kickl-Pläne und spricht von Tierquälerei.

Angesichts der Pläne, eine berittene Polizei zu installieren, warnt der Verein gegen Tierfabriken (VGT) vor Tierquälerei. Dem Faktum, dass Pferde Fluchttiere sind und weglaufen, wenn sie sich erschrecken, werde von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) keine Beachtung geschenkt, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung.
 
"Das Pferd kann bei der Flucht stürzen oder sich anderweitig verletzen, die PolizistInnen vom erschrockenen Pferd abgeworfen werden, und für alle Menschen in der Umgebung des Pferdes besteht die Gefahr, niedergetrampelt und schwer verletzt zu werden", warnte VGT-Campaigner David Fenzl.
 
"Dass die sensiblen Tiere schon bei der Ausbildung Situationen ausgesetzt werden, die komplett artfremd sind und als Tierquälerei bezeichnet werden müssen, ist nicht minder besorgniserregend", so der VGT. "Die Pferde werden gezwungen, über brennende Hindernisse zu springen, entgegen ihrem Fluchtinstinkt in explodierende Feuerwerkskörper hineinzulaufen, und werden zur "Abhärtung" mit Gymnastikbällen beworfen", sagte Fenzl. "Das ist für uns ganz klar Tierquälerei."
 
Der Leiter der berittenen Polizei in München schätze das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier so groß ein, dass er Polizeipferde bei Demonstrationen überhaupt nicht einsetze, betonte der VGT. Dies stehe konträr zu den Plänen des Innenministeriums. "Die Gefahr, die von Polizeipferden in einer stressigen Situation ausgeht, wird schlichtweg nicht ernst genommen", so Fenzl. Der VGT hat eine Petition eingerichtet, die bisher nach Angaben des Vereins von mehr als 5.000 Personen unterschrieben worden ist.

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