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Mikl-Leitner gegen Schnabl im oe24.TV-Duell

Das 1. TV-Duell um Niederösterreich

Mikl: "Wir haben das gleiche Ziel: Arbeitslose in die Arbeit bringen"

Das allererste Mal trafen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und der Spitzenkandidat der SPÖ, Franz Schnabl, in einem Fernsehduell auf­einander – und das bei oe24.TV. Im Studio in Wien ging es am Samstagabend heiß her, diskutiert wurde über die Schwerpunkte der Landtagswahl, die am 28. Jänner stattfindet. Die Stimmung zwischen den beiden Kandidaten war recht fair und ruhig. oe24.TV-Chef Niki Fellner fühlte den beiden Politikern jedoch schonungslos auf den Zahn. Richtig zur Sache ging es vor allem bei den Themen Arbeit und dem Ausbau der Öffis.
 
oe24.TV: Laut unserer Umfrage würden Sie, Frau Landeshauptfrau, auf 45 Pro­zent der Stimmen kommen. Hoffen Sie auf die absolute Mehrheit?
 
Johanna Mikl-Leitner: Eine absolute Mehrheit ist heute nicht mehr erreichbar. Ich orientiere mich an den stärksten Landeshaupt­leuten in Österreich. 45 Pro­zent wäre ein sensationelles Ergebnis, mit dem ich auch sehr zufrieden wäre.
 
oe24.TV: Es könnte auch sein, dass die SPÖ erstmals auf Platz 3 fallen könnte. Würden Sie Konsequenzen ziehen, Herr Schnabl?
 
Franz Schnabl: Wichtig ist, dass die Absolute der ÖVP gebrochen wird. Die FPÖ steht dafür, dass sozial Schwächere benachteiligt werden, wie zum Beispiel durch die Abschaffung der „Aktion 20.000“. Deshalb mache ich mir da auf Landesebene gar keine Sorgen.
 
oe24.TV: Was sind die großen Themen im Wahlkampf?
 
Mikl-Leitner: Unsere vier großen Themenblöcke sind Arbeit, Mobilität, Gesundheit und Familie. ÖVP und SPÖ haben hier die gleiche Zielsetzung: Arbeitslosen in die Arbeit zurückzuhelfen und Menschen fit für den Arbeitsmarkt zu machen.
 
oe24.TV: Sind Sie für die Verlängerung der U-Bahn nach Niederösterreich? Gab es schon Gespräche?
 
Mikl-Leitner: Ja, auch beim Thema Mobilität müssen wir neue Wege gehen. Wir haben ein Gremium eingerichtet, wo eine Entscheidungsgrundlage zwischen den betroffenen Gemeinden und auch Experten erarbeitet wird. Auf deren Basis werden wir Gespräche führen. Natürlich prüfen wir auch weiterhin den Ausbau der Waldviertelautobahn.
 
Schnabl: Auch die SPÖ ist dafür, die Verlängerung der U-Bahn nach Niederösterreich zu prüfen. Große Verkehrsprojekte sind aber nicht vom einen auf den anderen Tag realisierbar, deshalb haben wir ­zusätzliche Mobilitätsprojekte, wie den weiteren Ausbau der S-Bahnen.
 
oe24.TV: Ihre Plakate sorgen für Aufsehen. Die SPÖ kommt aber mit keinem Wort vor. Ist Ihnen die SPÖ peinlich?
 
Schnabl: Wir treten mit dem Parteinamen Franz Schnabl an. Personenstimmen gehen über Parteistimmen. Der Name ist erst seit Kurzem in der Politik, mit den Plakaten soll auch Bekanntheit geschaffen werden.
 
oe24.TV: FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer bezeichnete Sie, Frau Mikl-Leitner, als „Moslem-Mama“. Können Sie sich dennoch eine Zusammenarbeit mit der FPÖ vorstellen?
 
Mikl-Leitner: Die Bürger entscheiden, ob es einen Stil, den Landbauer führt, in NÖ braucht. Ich strebe ein Arbeitsübereinkommen mit allen Parteien an.

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