Wahl 2017

Nationalrat: Abwesender Kern sorgt für Ärger

Alle Mandatare forderten Anwesenheit des Kanzlers bei von ihm beantragter Debatte.

Zuerst ärgerten sich die Abgeordneten der anderen Fraktionen darüber, dass SPÖ-Chef Christian Kern seine Funktion als Kanzler für eine Erklärung und damit einen Wahlkampf-Auftritt im Nationalrat nutzte. Dann störte es die Mandatare, dass er plötzlich nicht mehr da war. Eine kleine Abstimmungsgroteske folgte.

 Die Grünen ließen nämlich abstimmen, ob der Kanzler zur Debatte geholt werden sollte. SP-Klubchef Andreas Schieder warf ein, dass Kern eigentlich durch Staatssekretärin Muna Duzdar ordentlich vertreten sei. An der Abstimmung änderte das nichts. Alle vier anderen Fraktionen und die freien Mandatare sprangen auf, um Kern herholen zu lassen, woraufhin sich sogar die roten Abgeordneten aus ihren Sesseln erhoben.

Reale Auswirkung hatte das allerdings keine. Denn unmittelbar danach wurde die Debatte zur Kern-Erklärung für die Aussprache zur "Dringlichen Anfrage" unterbrochen. Der Kanzler konnte somit zumindest fürs Erste fernbleiben.

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