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Paukenschlag:

Barbara Rosenkranz verlässt die FPÖ

Stattdessen tritt sie für Ex-FPÖ-Mann Karl Schnell und dessen "Freie Partei Salzburg" an.

Die frühere Präsidentschaftskandidatin und langjährige Niederösterreich-Chefin der FPÖ, Barbara Rosenkranz, tritt bei der Nationalratswahl auf der Liste des 2005 aus der FPÖ ausgeschlossenen Salzburgers Karl Schnell an. Rosenkranz ist mit heute, Montag, aus der FPÖ ausgetreten. Für die "Freie Liste Österreich" wird sie Spitzenkandidatin in Niederösterreich, sagte Schnell in einer Pressekonferenz.

Rosenkranz begründete ihren Austritt aus der FPÖ nach 28 Jahren damit, dass die "Entfremdung schon so weit" gediehen sei, "dass eine Trennung unvermeidbar war". Jetzt wage sie den "Sprung ins kalte Wasser". Bei der FPÖ wäre Rosenkranz' Parlamentskarriere jedenfalls beendet gewesen: Dort war sie für keine Liste mehr vorgesehen, gab Generalsekretär Herbert Kickl bekannt.

So reagiert die FPÖ

„Gekränkte Eitelkeit gepaart mit verletztem Stolz ist noch lange kein politisches Programm und passt deshalb besser ins Anforderungsprofil von Karl Schnell als zum Anspruch“, kommentierte der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl die Zurücklegung der FPÖ-Mitgliedschaft durch Barbara Rosenkranz und ihren kolportierten Antritt für die sogenannte Liste Schnell. Rosenkranz wäre laut Kickl ohnehin für keine FPÖ-Liste vorgesehen gewesen. Ihr Ausschluss mit sofortiger Wirkung aus dem freiheitlichen Parlamentsklub werde seitens der FPÖ umgehend an Nationalratspräsidentin Bures gemeldet.

+++ Nach Austritt:  FPÖ ätzt gegen Rosenkranz +++

Rückzug der "standhaften Blauen"

Die zehnfache Mutter, die zum rechten Rand der FPÖ zählte, trat 2013 nach der Wahlschlappe als NÖ-Chefin - die sie zehn Jahre lang war - zurück. Im Herbst 2013 kam sie in den Nationalrat zurück, in den sie 2002 unter Schwarz-Blau erstmals eingezogen war - nach neun Jahren als NÖ-Landtagsmandatarin.

Rosenkranz galt als "standhafte Blaue", harrte sie doch 2006 nach der Abspaltung des BZÖ wochenlang als letzte blaue Bastion im orange umgefärbten Klub aus; damals stimmte sie auch als einzige der 183 Abgeordneten gegen den EU-Vertrag von Lissabon. 2010 wurde ihre Standhaftigkeit mit der Präsidentschaftskandidatur belohnt. Als Gegenkandidatin Heinz Fischers kam Rosenkranz - die im Wahlkampf mit kritischen Anmerkungen zum Verbotsgesetz auffiel - aber auf nur 15,24 Prozent, das schlechteste Ergebnis aller FPÖ-Hofburg-Kandidaten.

 

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