Kanzler-Besuch sorgte für Aufsehen

So spaltet Kurz die Welt

Applaus und Kritik von der Weltpresse gab es nach seiner Berlin-Reise für Sebastian Kurz.

Wien/Berlin. Für Aufsehen gesorgt hat sein Besuch in Berlin allemal. Diese Woche war der österreichische Kanzler in sämtlichen deutschen Zeitungen vertreten – darin wurde er mit Lob überhäuft, aber auch mit viel Kritik.
 
So fragte etwa die taz am Tag nach dem Treffen zwischen ­Sebastian Kurz und Angela Merkel: „Muss sie denn wirklich jeden ins Land lassen?“. Eine Anspielung auf Kurz’ harten Kurs bei Flüchtlingen. Auch andere Medien griffen – neben dem großen Altersunterschied von 32 Jahren – die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Amtskollegen in Sachen Asyl auf. So berichtet etwa die britische Daily Mail, dass die beiden während ihres ersten Termins bei der Frage der Flüchtlingsquoten aneinandergekracht seien.
 
Die Welt wiederum behauptet: „Die Alternative zu Merkel ist nicht die AfD, sondern Kurz“. Und die Bild-Zeitung berichtet groß über das exklusive Dinner, das der Springer-Verlag für den 31-jährigen Kanzler am Abend nach dem Treffen ausrichtete. Mit dabei auch Schauspielerin Sonja Kirchberger und Fußballtrainer Ralph Hasenhüttl. Zuvor erzielte der Kurz-Auftritt bei ARD-Moderatorin Sandra Maischberger noch eine Rekordquote.
 
Merkel besorgt über blauen Einfluss auf Geheimdienste
Indes soll es am Mittwoch auch Kritik von der Kanzlerin selbst gegeben haben. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll sie sich besorgt darüber gezeigt haben, dass die FPÖ mit Innen-, Verteidigungs- und Außenministerium Schlüsselressorts besetzt, an die im Zuge des Aus­tausches der Geheimdienste sensible In­formationen geleitet werden.

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