Politik-Insider

Warum Ludwig Wien-Wahl vorverlegen könnte

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Politik-Insiderin Isabelle Daniel.

Rot. Hinter den Kulissen werfen sich in Wien gerade sämtliche Parteien wechselseitig vor, vorgezogene Landtagswahlen zu planen. Eigentlich sollte Wien erst im Herbst 2020 wählen, kaum ein Experte will aber noch auf diesen Termin wetten. Traut sich der designierte SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig in eine vorgezogene Wahl:

  • Grüne Entscheidung. Sollten die Grünen Maria Vassilakou bei ihrem Parteitag im Juni 2018 quasi als Vizebürgermeisterin demontieren, würde es wohl tatsächlich zu einem Platzen der rot-grünen Koalition und raschen Neuwahlen in Wien kommen. Ludwig gilt ohnehin nicht als ausgeprägter Fan von Rot-Grün. Aber: Grüne Insider gehen davon aus, dass die grüne Basis die Gefahr ihrer Polit-Zerstörung erkennen werde. Bleibt Vassilakou Ludwigs Ansprechpartnerin in der Regierung, bliebe auch die Koalition.

  • „Modell Kurz“ für Ludwig. Einige Strategen in der SPÖ wollen aber, dass Ludwig „in jedem Fall rasche Neuwahlen ausruft, um das Momentum des Neuen ­auszunutzen“. Andere SP-Strategen warnen, „dafür braucht er einen guten Grund“. Die SPÖ Wien hofft freilich auf viele „Proteststimmen gegen Schwarz-Blau“.

  • Wahl 2019. Derzeit deutet viel darauf hin, dass die ­Koalition in Wien 2019 aufgelöst werden könnte. Allerdings sollen Köpfe um Ludwig eine Frühjahrswahl – diese wäre dann zeitgleich mit der EU-Wahl – vermeiden. Sie streben eine Landtagswahl im Herbst 2019 an.

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