Politik-Insider

Griss soll bürgerlich-liberale, Strolz und Meinl-Reisinger SP-Wähler holen

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Politik-Insiderin Isabelle Daniel.

Dass die burgenländische SPÖ und ihre Mitstreiter immer wieder Signale in Richtung FPÖ aussenden, schadet der SPÖ in – zwar kleinen, aber nicht unwesentlichen – Teilen ihrer Wählerschaft. SPÖ-Kanzler Christian Kern hat zwar nun versucht, das mit seiner Ansage – als „Zweiter gehen wir in Opposition“ – wieder zu ändern, aber die Opposition versucht das naturgemäß für sich zu nutzen.

Die Neos fahren dabei eine Zwei-Fronten-Strategie:

Die ehemalige Hofburg-Kandidatin und Ex-OGH-Chefin Irmgard Griss soll bürgerlich-liberale Wähler – in den Städten, aber auch stark in der Steiermark und in Kärnten – holen, denen der Kurs von Sebastian Kurz zu forsch ist. Einerseits – so die pinke Hoffnung – könnte die VP-Zuwanderungs­linie zu hart erscheinen, ­andererseits könnten Bürgerliche die neue VP-Linie zu Pensionen zu „weich“ ­finden.

Neos-Chef Matthias Strolz und seine pinke Mitstreiterin Beate Meinl-Reisinger sollen wiederum neben ­Bürgerlichen auch „sozial­liberale“ Wähler ansprechen, die „zwar mit Kern sympathisieren“, aber sich vor dem „Tag nach der Wahl“ und Rot-Blau mit anderen Playern fürchten, so ein Neos-Mann.

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