Das sagt ÖSTERREICH

Kern muss in die Offensive umschalten

Irgendwann wird der Oppositionschef die Offensive eröffnen müssen.

Christian Kern wirkt ausgeruht und gelassen beim ersten ÖSTERREICH-Bürgerforum. Er muss ja auch wirklich nichts über­stürzen. Der ehemalige Kanzler weiß, dass er den Ballhausplatz nicht in der allernächsten Zukunft ­zurückerobern können wird, deshalb kann er sich Zeit lassen.

Derzeit kann sich Kern damit begnügen, wie ein routinierter Defensivspieler auf die Fehler des Gegners zu warten und dann Nagelstiche zu setzen.

Aber irgendwann wird der Oppositionschef die Offensive eröffnen müssen. Mit seiner Forderung nach einem Mindestlohn von 1.500 Euro, die er im ersten oe24.TV-Bürgerforum aufstellt, setzt er einen Anfang (auch wenn das inhaltlich eindeutig ein Konter und kein neuer überraschender Spielzug ist).

Dass Kern solche Spielzüge beherrscht, hat er mit seinem „Plan A“ bewiesen,  mit dem er seine Zukunftsperspektiven für Österreich skizziert hat.

So einen neuen „Plan A“ wird die SPÖ in absehbarer Zeit wieder brauchen, denn nur auf Peinlichkeiten von Regierungsmitgliedern wie Hartinger-Klein oder Bogner-Strauß zu warten, wird nicht abendfüllend sein (auch weil’s die zwei voraussichtlich nicht mehr lange geben wird).

Kern und die SPÖ werden die Schlagzahl spätestens im Jahr zwei von Türkis-Blau erhöhen müssen, wenn sie der Regierung ein spannendes und ebenbürtiges Match liefern wollen. Sie müssen nicht nur auf die harte Sozialpolitik von Kurz, Strache & Co. eine Antwort finden (das geht schon ganz gut), sondern auch auf Sicherheitspolitik und Bildungspolitik (da gibt’s Angriffsflächen genug) und, ganz wichtig – im Mai 2019 ist EU-Wahl –, die Europapolitik.

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