Roboter, Gentechnik & Co.

Davor hat Hawking zuletzt immer gewarnt

In seinen letzten Jahren versuchte er, die Menschheit vor gewissen Gefahren zu warnen.

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Das teilte ein Sprecher seiner Familie am Mittwoch mit. "Wir sind tief betrübt, dass unser geliebter Vater heute gestorben ist", zitierte die britische Nachrichtenagentur Press Association eine Mitteilung seiner Kinder Lucy, Robert und Tim.
 
Er galt als Pionier auf seinem Gebiet. Die Fachwelt schätzte Hawking wegen seiner Theorien zum Ursprung des Kosmos und zu Schwarzen Löchern. "Ich möchte das Universum ganz und gar verstehen", sagte er einmal. "Ich möchte wissen, warum es so ist, wie es ist, und warum es überhaupt existiert." Sein 1988 erschienenes Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" machte ihn auch bei Laien populär.
 

Warnung vor Robotern, Gentechnik und Klimaerwärmung

 
In seinen letzten Jahren trat Hawking immer wieder als Mahner auf. Intelligente Roboter, Klimaerwärmung, Atomkrieg und durch Gentechnik hergestellte Viren könnten die Erde gefährden, warnte er. Seine Botschaft: Die Menschheit müsse sich Ausweichmöglichkeiten im All schaffen, falls es zu einer hausgemachten Katastrophe kommen sollte. Gemeinsam mit dem russischen Milliardär Jurij Milner plante er, eine Armee nur etwa briefmarkengroßer Raumschiffe auf eine 20-jährige Reise zum Sternsystem Alpha Centauri zu schicken. Hawking war überzeugt: "Früher oder später müssen wir zu den Sternen schauen."
 
 
 

Hawking überraschte zuletzt mit Aussage über Urknall 

 
Zuletzt überraschte er auch in einem Interview zur Urknall-Theorie. Das Universum ist circa 13,8 Milliarden Jahre alt. Darin sind sich nahezu alle Experten einig. Es ist aus dem Urknall hervorgegangen. Aber fast genauso spannend ist: Was war eigentlich vor dem Urknall? Diese Frage hat jetzt der US-amerikanische Astrophysiker Neil deGrasse Tyson Stephen Hawking gestellt. Der antwortet trocken: "Nichts."

"Vor dem großen Urknall existierte nichts", erklärte Hawking. "Die euklidische Raumzeit ist eine geschlossene Oberfläche ohne Ende, genauso wie die Oberfläche der Erde. Man kann imaginäre und reale Zeit so sehen, dass sie ihren Beginn am Südpol hat. Das ist ein ebener Punkt der Raum-Zeit, an dem die normalen Gesetze der Physik bestehen. Es gibt nichts südlich vom Südpol, also existierte nichts vor dem Urknall", führte er weiter aus.

In einfachen Worten

Die Journalistin Rachel Feltman hat versucht, die Ausführungen Hawkings auch für "normale" Menschen zu vereinfachen: "Man kann die Uhr bis an die Ränder dieser ersten Momente der Existenz zurückdrehen. Aber zu fragen, was davor kam, wäre, als würde man fragen, warum man weiter nach Norden laufen kann, wenn man am Nordpol angekommen ist. Die Zeit, wie wir sie definieren, verliert ihre Bedeutung, während das Universum zusammenschrumpft."

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