Gefährliche Routen

Schockstudie: 2,5 Mio. Flüchtlinge engagieren Schlepper

UNO-Studie: Strengere Grenzkontrollen erhöhen Risiko für Flüchtlinge und machen Geschäft für Schlepper profitabler.

Kriminelle Schlepper organisieren sich nach Angaben der Vereinten Nationen immer besser und nutzen zudem gefährlichere Routen. Strengere Grenzkontrollen erhöhten daher oft das Risiko für Flüchtlinge, während Schlepper dadurch mehr Profit machen können, heißt es in einer UNO-Studie über die Aktivitäten von Schleppern, die am Mittwoch in Wien veröffentlicht wurde.

Die Flüchtlinge würden oft falsch über die Risiken ihrer Flucht informiert. 2016 haben dem Bericht zufolge mindestens 2,5 Millionen Menschen kriminelle Schlepper für ihre Flucht bezahlt. Schlepper sind demnach in allen Regionen der Welt aktiv, ihre Einnahmen beliefen sich auf mindestens rund 5,9 Milliarden Euro.

Mittelmeer zählt zu wichtigsten Schlepper-Routen weltweit

Über das Mittelmeer sind laut der Studie 2016 rund 375.000 Migranten geschleust worden. Damit gehört das Mittelmeer zu den wichtigsten Schlepper-Routen weltweit. Ähnlich viele Flüchtlinge bezahlten 2016 kriminelle Schlepper für ihren Weg von Westafrika nach Nordafrika. Darüber hinaus flüchten viele Menschen aus Mittelamerika, den südlichen Teilen Asiens und Ländern wie Somalia und Eritrea. Beliebte Ziele sind Europa sowie Nord- und Südamerika.
 
Mit anderen Formen internationaler Kriminalität haben die Schlepper-Netzwerke laut der UNO in der Regel wenig zu tun. Von sämtlichen Schlepper-Routen werde aber über katastrophale Reisebedingungen, Gewalt, Vergewaltigungen, Erpressung und Menschenhandel berichtet.

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