Hilferufe ignoriert

Trotz Notrufs: Leiche erst nach vier Wochen in Lift gefunden

Am 6. Juli drückte der 82-Jährige den Notrufknopf, doch es kam keine Hilfe.

Vor über einem Monat wurde der 82-jährige US-Amerikaner Isaak Komisarchik als vermisst gemeldet. Seitdem suchte die Polizei in Denver nach dem Pensionisten. Am 2. August wurde seine Leiche im Fahrstuhl einer Parkgarage, die nur wenige Meter von dem Seniorenheim, in dem er untergebracht war, entfernt ist, gefunden. Erst jetzt gaben die Behörden bekannt, was nach dem Verschwinden Komisarchiks passiert sein könnte.

Unternehmen reagierte nicht auf Notruf

Die Polizeiermittlungen ergaben laut "Washington Post", dass der 82-Jährige am 6. Juli gegen 9 Uhr zweimal den Notrufknopf des Aufzugs gedrückt hatte. Doch die Zentrale des Parkunternehmens verfolgte die Hilferufe nicht weiter. Warum nicht gehandelt wurde, müsse derzeit noch geklärt werden. Die Parkgarage sei zurzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, weshalb Komisarchik nicht früher entdeckt wurde.

Zuletzt gesehen worden sei der 82-Jährige am 2. Juli, als er im Pyjama die Post aus seinem Briefkasten holte. Ihr Vater habe unter einer beginnenden Demenz gelitten, gab Tochter Yelana an.

Anwohner beschwerten sich über Geruch

Sofort nach der Vermisstenmeldung leitete die Polizei Suchaktionen an einem benachbarten Parkgelände ein. Auch mehrere kleine Seen wurden abgesucht. Doch erst als sich fast drei Wochen nach dem Verschwinden des Mannes Anwohner des Parkhauses über einen für sie unerklärlichen Geruch beschwerten, wurde das Parkhaus untersucht. Dabei fand man Komisarchiks Leiche.

Die genaue Todesursache war derzeit aufgrund des Zustands der Leiche von Gerichtsmedizinern noch nicht festzustellen.

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