Saudi-Arabien

US-Söldner foltern Saudi-Prinzen

Kronprinz bin Salman möchte Korruption im Land bekämpfen.

Saudische Prinzen und Geschäftsmänner, die Anfang des Monats während eines Machtkampfes verhaftet worden sind, werden - wie die Daily Mail berichtet - an den Füßen hängend von privaten US-Sicherheitsleuten gefoltert.

Die verhaftete Gruppe, darunter mitunter einige der einflussreichsten Personen im Land, wurde im Rahmen einer Razzia, die vom Kronprinzen Mohammed bin Salman befohlen wurde, geschnappt und wegen Korruptionsverdächtigungen festgehalten.

Folter

Was folgte, sind Befragungen, die durch US-Söldner durchgeführt werden, die für den Kronprinzen arbeiten. „Sie schlagen sie, foltern sie, beleidigen sie. Man will sie brechen“, sagte eine Quelle der Daily Mail.

Die Firma, die hinter den Söldnern steckt, heißt Blackwater, die aber bestreitet, zu foltern, da Folter für US-Bürger weltweit illegal wäre.

Im Ritz Carlton

Der Saudi-Prinz hat indes 194 Milliarden Dollar seiner Gegner konfisziert und Eigentum der Verhafteten in Beschlag genommen. Laut der geheimen Quelle sollen sich die Gefangenen im Ritz Carlton in Riad befinden. „Alle Wachen kommen aus der Privatwirtschaft, weil der Kronprinz nicht möchte, dass saudische Offiziere, die den Verhafteten ihr Leben lang salutiert haben, anwesend sind“, so die Quelle weiter.

„Wenn es um etwas Großes geht, fragt sie der bin Salman persönlich aus. Er spricht sehr nett mit ihnen, doch wenn er den Raum verlässt, schreiten die Söldner ein und es gibt Beleidigungen und Folter“, beschreibt der geheime Informant weiter.

Netzwerk bloßstellen

Der Kronprinz soll seine Macht durch Angst und Schrecken ausbauen wollen und gleichzeitig ein Netzwerk von ausländischen Offiziellen bloßstellen, die Bestechungsgelder angenommen haben.

17 Milliarden Dollar

Unter den verhafteten, die der Korruption beschuldigt werden, ist Prinz Alwaleed bin Talala, der Neffe des saudischen Königs Salman ibn Abd al-Azi. Bin Talala soll laut Forbes ein Privatvermögen von 17 Milliarden Dollar besitzen und Aktien von Twitter, Lyft und Citigroup halten.

© Reuters

Er soll durch einen Trick zu einem treffen eingeladen worden sein, als mitten in der Nacht davor, Soldaten von bin Salman ins Zimmer Bin Talalas stürmten, dessen Wachen entwaffneten und den Prinzen in Gewahrsam nahmen. „Er wurde im Schlafanzug in ein Auto verfrachtet und wie ein Krimineller befragt. Sie haben ihn kopfüber aufgehängt, um eine Botschaft zu senden“, so die Daily-Mail-Quelle.

Im Netz findet man hingegen vermeintliche Bilder von den involvierten und gefolterten Personen, die im Hotelzimmer des Ritz Carlton lachen sollen. Die Echtheit dieser Bilder wird einerseits bezweifelt, andererseits glauben viele, dass es sich um einen früheren Besuch von bin Talal handeln soll.

 


 

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