Starke Verluste

Börsen-Crash: Jetzt auch Wien betroffen

Sehr schlechte internationale Börsenstimmung.

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im Frühhandel nach sehr schwachen Überseebörsenvorlagen tiefrot präsentiert. Der ATX rutschte bis 9.45 Uhr um 57,49 Punkte bzw. 1,77 Prozent tiefer auf 3.195,34 Punkte.

Im Einklang mit einer klar negativen europäischen Börsenlandschaft steht der ATX bereits vor seinem 5. Verlusttag in Folge. An der Wall Street sackte der Dow Jones am Vorabend um beachtliche 3,15 Prozent ab und musste damit die deutlichsten Verluste seit mehr als einem halben Jahr hinnehmen. Die asiatischen Aktienmärkte folgten heute mit herben Verlusten. International drücken die Bedenken der Anleger vor steigenden Kapitalmarktzinsen merklich auf die Stimmung

Massive Verluste an der Wall Street und in Asien

Damit zeichnet sich bereits der 5. Verlusttag in Folge für den ATX ab. Massiv schwache Überseevorgaben lieferten die Wall Street und die asiatischen Aktienmärkte. Der Dow Jones sackte am Vorabend um beachtliche 3,15 Prozent ab und musste damit die deutlichsten Verluste seit mehr als einem halben Jahr hinnehmen. International drücken die Bedenken der Anleger vor steigenden Kapitalmarktzinsen merklich auf die Stimmung. Zudem droht im Handelsstreit zwischen China und den USA eine neuerliche Zuspitzung.

KapschTrafficCom-Aktie springt hingegen fast 10% hoch

In Wien steht auf Unternehmensebene KapschTrafficCom im Mittelpunkt des Handelsgeschehens. Der heimische Mautspezialist soll den Zuschlag zur Errichtung und den Betrieb der deutschen Pkw-Maut erhalten. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf bis zu 120 Mio. Euro. Die Kapsch-Aktie reagierte mit einem satten Kursaufschlag von 6,3 Prozent auf 36,20 Euro.

Sonst konnte sich im prime market-Segment der Wiener Börse nur die Lenzing-Aktie mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent im Plus behaupten. Am Vortag waren die Titel des Faserherstellers noch um mehr als sechs Prozent eingebrochen.

ATX am Vormittag -1,77%, vor 5. Verlusttag

Der ATX Prime notierte bei 1.611,83 Zählern und damit um 1,75 Prozent oder 28,72 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zwei Titel mit höheren Kursen, 33 mit tieferen und einer unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 958.195 (Vortag: 366.009) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 24,79 (10,65) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Andere Aktien mit Minus

Ans untere Ende der Kursliste rutschte die Zumtobel-Aktie mit einem Abschlag von 4,6 Prozent. Mehr als dreiprozentige Verluste mussten UBM, Valneva, AT&S und OMV hinnehmen. Knapp unter dieser Marke fielen Schoeller-Bleckmann um 2,95 Prozent. voestalpine schwächten sich um 2,7 Prozent ab.

Im Finanzbereich verbilligten sich Raiffeisen Bank International um 2,4 Prozent. Besser als der Gesamtmarkt entwickelte sich die Erste Group-Aktie mit einem Minus von 0,9 Prozent.

Agrana-Titel büßten nach Zahlenvorlage 2,1 Prozent ein. Der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern hat im ersten Halbjahr 2018/19 im Lichte des Endes der EU-Zuckermarktordnung vor einem Jahr und niedrigerer Bioethanolpreise einen Gewinneinbruch auf 39,9 Mio. Euro verzeichnet, nachdem in der Vorjahresperiode noch ein Plus von fast 100 Mio. erwirtschaftet worden war. Der Umsatz ging um 7,4 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro zurück.


 

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