Trotz Preiskampfs

Wizz Air baut Flotte in Wien aus

2020 soll Flotte auf acht Flugzeuge steigen - Ungarischer Billigflieger beschäftigt rund 250 Mitarbeiter in Wien.

Der Billigflieger  Wizz Air  hält trotz des Preiskampfes am Flughafen Wien fest. Im Dezember wird die Flotte um zwei auf sieben Flugzeuge aufgestockt, im Juli 2020 soll Airbus Nummer acht folgen. Der Wettbewerb am Wiener Airport sei einer der härtesten, dank der niedrigen Kostenstruktur habe man aber die Gewinnschwelle bereits erreicht, sagte Wizz-Manager Stephen Jones zu Journalisten.

"Man braucht eine starke Bilanz, um sich solche Preiskämpfe leisten zu können", so Jones bei einen Mediengespräch in Wien. Mit der Laudamotion-Mutter Ryanair liefert sich Wizz Air auch ein Match in Krakau und Budapest. In Wien erwartet Jones, dass sich die Preisschlacht ab dem nächsten Jahr abschwächt. "Aus Erfahrung wissen wir, dass eine Strecke nach ungefähr drei Jahren sein volles Potenzial ausschöpft."

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Wizz Air erst seit 2018 in Wien

Wizz Air war 2018 nach der Insolvenz der Air-Berlin-Tochter Niki nach Wien gekommen. Jones geht davon aus, dass andere Billigfluglinien wie die IAG-Tochter Level oder EasyJet in Wien zurückstecken und dass sich die Lufthansa-Tochter AUA neu aufstellen muss. "Es ist ein hartes Spiel, wer verliert, geht pleite oder nach Hause", sagte Jones.

Die ungarische Fluggesellschaft ging auch auf die Kritik von Gewerkschaft und Konkurrenz ein. Trotz des hohen Kostendrucks zahle man marktkonforme und faire Gehälter. Das Einstiegsgehalt für Flugbegleiter liege bei 24.800 Euro brutto im Jahr. Die in Wien stationierten Mitarbeiter seien in Österreich sozialversichert und direkt bei Wizz Air angestellt, die Lohnsteuern würden wegen des Finanzsitzes der Wizz Air Hungary Ltd in Genf allerdings in der Schweiz gezahlt.

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250 Mitarbeiter in Wien

Wizz Air beschäftigt in Wien 76 Piloten und 172 Flugbegleiter. Von den Kabinenmitarbeitern kommen jedoch nur rund 10 aus Österreich, viele der Flugbegleiter stammen den Angaben zufolge aus der Slowakei. Wizz Air will den Anteil der Österreicher an Bord steigern, aus diesem Grund seien mehrere Bewerbungstage in Wien geplant. Die Zahl der Passagiere soll von 2,4 Millionen heuer auf bis zu 4 Millionen im nächsten Jahr steigen.

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