Telekom Austria im 2. Quartal mit mehr Gewinn

Erfolgreich trotz Corona

Telekom Austria im 2. Quartal mit mehr Gewinn

Die Zahl der Mobilfunkkunden der A1 Telekom Austria Group stieg ebenfalls.

Die teilstaatliche börsennotierte Telekom Austria hat im zweiten Quartal 2020 den Nettogewinn um 62,7 Prozent auf 113,8 Mio. Euro gesteigert. Im Halbjahr gab es ein Plus von 30,3 Prozent auf 203,1 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Fürs Gesamtjahr 2020 erwartet das Management der A1 Telekom Austria aktuell einen Umsatzrückgang von rund 2 Prozent.

Die Umsatzerlöse gingen im zweiten Quartal um 2,4 Prozent auf 1.906 Mio. Euro zurück. Im Vorjahresquartal war eine Immobilie verkauft worden. Begründet wird der Rückgang auch mit den Reisebeschränkungen, die die Roaming-Umsätze negativ beinträchtigen. Im Halbjahr gab es jedoch einen Umsatzanstieg von 0,4 Prozent auf 2.222 Mio. Euro.

Ausblick fürs Gesamtjahr

Es gibt auch wieder einen Ausblick fürs Gesamtjahr, der wegen der Coronakrise vorübergehend zurückgenommen worden war. In diesem heißt es unter Verweis darauf, dass keine Verschlechterungen in der Pandemie eintreten dürfen, dass über den gesamten Konzern und beim Roaming coronabedingt mit einem Umsatzminus von 2 Prozent gerechnet wird. Die Anlagenzugänge vor Spektrumsinvestitionen und Akquisitionen sollen gegenüber dem ursprünglichen Ausblick von 770 Mio. Euro um rund ein Viertel reduziert werden. Damit soll Flexibilität gewährleistet und der Free Cashflow gestärkt werden.

Zu Anfang des zweiten Quartals seien wegen des Corona-Shutdowns auch die Verkäufe von Endgeräten erheblich zurückgegangen. Obwohl uneinbringliche Forderungen bisher nur begrenzte operative Auswirkungen auf das Zahlungsverhalten gezeigt hätten, wurden die Pauschalwertberichtigungen aus Vorsichtsgründen erhöht, teilte das Unternehmen weiters mit.

Mehr Mobilfunkkunden

Die Zahl der Mobilfunkkunden der A1 Telekom Austria Group stieg zum Ende des Halbjahrs minimal um 0,2 Prozent auf 21,2 Millionen. Die Erlöse aus Mobilfunkdienstleistungen gingen auf Gruppenebene um 1,1 Prozent zurück, da das Wachstum in Österreich, Bulgarien und Serbien durch Rückgänge aufgrund von Roamingverlusten und negativen Währungseffekten mehr als ausgeglichen wurde. Die Zahl der Festnetzkunden verringerte sich um 1,2 Prozent auf gut 6,1 Millionen. Die Festnetzerlöse stiegen um 0,4 Prozent an.

Alleine für das Geschäft am Heimmarkt Österreich weist die Telekom Austria im zweiten Vierteljahr einen Umsatz von 635,9 Mio. aus. Das ist ein Rückgang von 3,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Betriebsergebnis brach um 8,3 Prozent auf 100,8 Mio. Euro ein. Fürs Halbjahr bedeutete das einen Umsatzrückgang von 1,7 Prozent auf 1.283 Mio. Euro und einen Rückgang beim Betriebsergebnis von 7,6 Prozent auf 195,6 Mio. Euro.

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