IEA senkt ihre Ölbedarfsprognose

Wegen Airline-Krise

IEA senkt ihre Ölbedarfsprognose

Energieagentur sieht Gleichgewicht auf dem Ölmarkt durch Lockerung von Förderkürzungen in Gefahr.

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet wegen der coronabedingten Krise der Luftfahrt mit einer sinkenden Ölnachfrage. Sie nahm ihre Prognose für den weltweiten Bedarf heuer um 140.000 auf 91,9 Millionen Fass pro Tag zurück. "Die Nachfrage nach Treibstoff bleibt die Hauptursache für die Schwäche", schrieb die in Paris ansässige IEA in ihrem Monatsbericht von Donnerstag.

Im April habe die Zahl der zurückgelegten Flugkilometer um fast 80 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, im Juli immer noch um 67 Prozent.

Gleichgewicht in Gefahr

Die Ölproduktion in den USA, Kanada und Brasilien erhole sich, teilte die IEA weiter mit. Gleichzeitig lockerten das Ölkartell OPEC und seine Verbündeten wie Russland ihre Förderkürzungen. "Die anhaltende Ungewissheit über die durch Covid-19 verursachte Nachfrage und die Möglichkeit einer höheren Produktion bedeutet, dass die Wiederherstellung des Gleichgewichts auf dem Ölmarkt weiterhin heikel ist", betonte die Agentur.

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