Lockdown-Lektüre für Fans der französischen Küche

„Die Rezepte meines Vaters“ von Jacky Durand

Lockdown-Lektüre für Fans der französischen Küche

Kulinarischer Buch-Tipp für Frankreich-Freunde mit exklusivem Rezept aus dem Roman.

Die kalten Herbst- und Wintertage im Lockdown verbringen viele von uns auf der Couch mit einem guten Buch, oder in der Küche beim Ausprobieren von neuen Rezepten. Wie wäre es da also mit einem Roman, der beide Leidenschaften verbindet? Jacky Durands „Die Rezepte meines Vaters“, das ab heute im Handel erhältlich ist, ist eine herzerwärmende Vater-Sohn-Geschichte und gleichzeitig ein Liebesbrief an die französische Küche. COOKING hat den Roman, der mit Anekdoten und Rezepten gespickt ist, schon vorab gelesen und präsentiert Ihnen exklusiv eines der geheimen Rezepte des Protagonisten.

Französischer Familienroman

„Die Rezepte meines Vaters“ erzählt die Geschichte des begnadeten Kochs Monsieur Henri, der das vielgeschätzte Dorfrestaurant „Le Relais Fleuri“ leitet, aus der Sicht seines Sohnes Julien. Henri ist ein wortkarger, schwieriger Mensch, der nur am Herd liebevoll, nur mit dem Kochlöffel zärtlich sein kann. Die kleine Küche in Ostfrankreich schweißt Vater und Sohn zusammen, aber sie ist es auch, die die beiden schließlich trennt: Denn Henri will unbedingt verhindern, dass Julien, der die Leidenschaft fürs Kochen vom Vater geerbt hat, in dessen Fußstapfen tritt.

Voller Trotz und Lebenshunger zieht Julian aus und begibt sich auf die größte Suche seines Lebens: Nach den gut gehüteten Rezepten des Vaters, nach seiner verschwundenen Mutter und nach seinem eigenen Lebensweg. Bald zeigt sich, dass die Geheimrezepte des Vaters nicht das einzige sind, was in der Familienküche lange unausgesprochen blieb...

Melancholische Liebeserklärung

© Julien Falsimagne

Der Journalist und Restaurantkritiker Jacky Durand zeichnet realistische, multidimensionale Charaktere, die den Leser auf eine melancholische Reise durch die kulinarische Welt Frankreichs mitnehmen. Die nostalgische Familiengeschichte rollt eine Kindheit und Jugend auf, die sowohl einzigartig, als auch universell auf die eigene Familie übertragbar ist. „Die Rezepte meines Vaters“ ist eine unaufgeregte und introspektive Liebeserklärung an die französische Küche, und an jene Menschen, mit denen man sie genießen kann. In hektischen und oftmals überwältigenden Pandemiezeiten sorgt der Roman für eine angenehme Entschleunigung.

Falls Ihnen der Roman Lust auf gemeinsame Abende in der Küche mit Ihren Lieben macht, können Sie mit COOKING jetzt eines der Geheimrezepte von Monsieur Henri zuhause nachkochen:

Hähnchen à la Monsieur Henri

Zutaten

Sie brauchen ein Landhähnchen, Butter, vier Schalotten, zwei Knoblauchzehen, ein Glas Weißwein, ein Glas Wasser, 200 g Crème fraîche, ein Eigelb, Salz, Pfeffer.

Zubereitung

Das Hähnchen in acht Teile schneiden. Diese salzen und pfeffern. Ein größeres Stück Butter in einem Topf erhitzen. Die Geflügelteile darin anbraten. Die Schalotten und die feingehackten Knoblauchzehen zugeben, bis sie goldbraun sind. Mit Wasser und Weißwein ablöschen und mit einem Holzlöffel den Topfboden frei schaben. Zugedeckt 25 bis 30 Minuten köcheln lassen. Dann die Hähnchenteile herausnehmen.

In einer kleinen Schüssel das Eigelb und die Crème fraîche verrühren. Beides in den Topf geben und mit dem Bratensaft verquirlen (benutzen Sie dafür einen Schneebesen), während sich die Flüssigkeit langsam erhitzt. Die Hähnchenteile hineinlegen und alles 3 – 4 Minuten kochen lassen. Das Hähnchen mit reichlich Soße und Reis servieren.

(Jacky Durand, Die Rezepte meines Vaters Copyright © 2020 by Rowohlt Verlag GmbH, Hamburg)

© Jacky Durand, Die Rezepte meines Vaters Copyright © 2020 by Rowohlt Verlag GmbH, Hamburg

„Die Rezepte meines Vaters“ von Jacky Durand ist eine Übersetzung aus dem Französischen und ab 17. November im Kindler Verlag als Hardcover und E-Book erhältlich.