550 Betten für Corona-Patienten in Wien frei

Davon 150 Intensivbetten

550 Betten für Corona-Patienten in Wien frei

Derzeit stehen insgesamt 550 Betten für an Covid-19 Erkrankte unmittelbar zur Verfügung, davon 150 auf Intensivstationen

 Zur Frage nach den vorhandenen Spitalskapazitäten für Corona-Patienten in der Bundeshauptstadt hat der Wiener Gesundheitsverbund auf APA-Anfrage einige Klarstellungen vorgenommen. Demnach stehen insgesamt 550 Betten für an Covid-19 Erkrankte unmittelbar zur Verfügung, davon 150 auf Intensivstationen, die jederzeit belegt werden können. Bei steigendem Bedarf kann diese Kapazität nahezu verdoppelt werden, hieß es.
 
Seit Ausbruch der Pandemie wurden nach Angaben des Gesundheitsverbunds bisher 2.500 Patienten versorgt: "Mit den Erfahrungen aus dem Frühjahr konnten wir uns auf den Herbst und Winter und die steigenden Infektionszahlen gut vorbereiten." Ein engmaschiges Monitoring erlaube jetzt "eine sehr dynamische Bettenplanung". Bei entsprechendem Auslastungsgrad werden demnach stufenweise weitere Abteilungen für die Versorgung von Covid-Patienten frei gemacht.
 

Neuer Versorgungsplan

Der Wiener Covid-Versorgungsplan wurde im Sommer adaptiert und sieht nun vor, dass alle Kliniken des Gesundheitsverbundes in die Versorgung von Betroffenen eingebunden sind - auch das AKH Wien. Im Frühjahr hatte das AKH nur in Ausnahmefällen Covid-Patienten stationär aufgenommen.
 
Die Betreuung von hochinfektiösen Covid-Erkrankten ist insbesondere auf Intensivstationen eine pflegerische und medizinische Herausforderung. Deswegen erhalten voll ausgelastete Covid-Stationen personelle Unterstützung von anderen Abteilungen, wenn Engpässe drohen.
 
"Grundsätzlich ist es das Ziel, den Regelbetrieb in den Kliniken so lange wie möglich aufrecht zu halten", betonte der Gesundheitsverbund. Daher habe man Kooperationen mit den Wiener Ordensspitälern sowie einigen Wiener Privatkliniken geschlossen. Die Ordensspitäler sind auf Basis dessen direkt unterstützend in die Versorgung von Covid-Patienten miteingebunden. Zusätzlich können sämtliche Kooperationspartner elektive Operationen - Wahleingriffe, die nicht dringlich und aufschiebbar sind - übernehmen. "Derzeit können wir unser normales OP-Programm noch weitestgehend aufrechterhalten", betonte der Gesundheitsverbund in diesem Zusammenhang. Die Partnerspitäler würden aber bereits jetzt planbare Operationen übernehmen, "um die Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes zu entlasten".
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