Bereits 6.847 Coronavirus-Fälle, 49 Tote

Die meisten Infizierten in Tirol

Bereits 6.847 Coronavirus-Fälle, 49 Tote

Alle Zahlen der Corona-Fälle und Opfer in Österreich.

Wien. Die Zahl der Todesfälle aufgrund von Covid-19 in Österreich ist am Donnerstag von 30 auf 49 deutlich angestiegen, jene der Erkrankten lag bei 6.816. Bei 87 Prozent gebe es einen sehr milden Krankheitsverlauf, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz. Europaweit ist die Zahl auf über 250.000 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle gab es in Italien und Spanien.
 
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Die meisten Fälle in Österreich gab es erneut in Tirol mit 1.644, gefolgt von Oberösterreich mit 1.149. Insgesamt betrug die Steigerungsrate seit Mittwoch (15.00 Uhr) 15,07 Prozent. Für die vergangenen vier Tage betrug die Quote 18,05 Prozent. Von den 49 Personen, die an COVID-19 gestorben sind, stammten die meisten - nämlich 14 - aus Wien. Die weiteren Toten nach Bundesländern: Burgenland (2), Kärnten (2), Niederösterreich (12), Oberösterreich (3), Salzburg (1), Steiermark (11) und Tirol (4).
 
Seit 15.00 Uhr stieg die Zahl der Neuinfektion somit um weiter 449 Fälle, wie aus dem amtlichen "Dashboard COVID19" des Gesundheitsministeriums (Stand. 20.00 Uhr) hervorging. Das Auswertungstool ging am Donnerstagabend nach einer Wartungspause wieder online.
 
Anschober betonte, dass er die Krankenhäuser für die nächsten Wochen der Pandemie - etwa bei der Bettenkapazität - gut gerüstet sieht. Mit Stand Donnerstagvormittag waren 547 Personen hospitalisiert, 196 auf der Intensivstation. Bei 87 Prozent gebe es einen sehr milden Krankheitsverlauf. 112 Menschen sind in Österreich bisher als Genesen registriert, hier funktioniere das Meldesystem aber noch nicht zu 100 Prozent, sagte Anschober. In Österreich sollten ab Donnerstag auch mehrere Großlieferungen an dringend benötigter Schutzausrüstung eintreffen.
 
Knapp 36.000 Tests wurden durchgeführt. Anschober kündigte hier aber erneut eine Steigerung an. 15.000 Tests täglich sind das Ziel, wann dieser Wert erreicht werden soll, konnte der Gesundheitsminister nicht beantworten. Dies hänge von der Marktsituation und vom Weltmarkt ab. Es werde jedenfalls "Tag für Tag nachjustiert", sagte der Gesundheitsminister. Generell gehe es darum, beim Zuwachs der Infizierten nicht die Gesamtkapazität der Spitäler zu übersteigen. Genau das habe in Teilen Spaniens und Italiens nicht funktioniert.

Schutzausrüstungen

Generell gehe es darum, beim Zuwachs der Infizierten nicht die Gesamtkapazität der Spitäler zu übersteigen. Genau das habe in Teilen Spaniens und Italiens nicht funktioniert, so der Gesundheitsminister. Es sei eine Stärke der österreichischen Strategie, dass sehr viele Patienten zu Hause bleiben können. Anschober erinnerte an bereits gesetzte Schritte, um das Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten: Man habe mit den jüngsten Parlamentsbeschlüssen das Ärztegesetz geändert, was Laboruntersuchungen auch ohne Ärzte, vor allem aber auch den Einsatz von Turnusärzten, pensionierten Medizinern und von Fachärzten in anderen Bereichen ermöglicht habe. "Damit gibt es mehr Spielraum in Spitälern", sagte Anschober.

Und man habe erste Erfolge in der Beschaffung von Schutzausrüstung verzeichnen können. Elf Millionen Handschuhe sollen am Freitag eintreffen, am Samstag eine Großlieferung Masken, am Montag Schutzanzüge, so der Minister: "Wir sind sehr intensiv in diesem Bereich unterwegs, um den Schutz noch deutlich zu stärken."

Erweitert werden zudem die Kapazitäten in vorsorglich errichteten Sonderkliniken für Menschen mit mildem Krankheitsverlauf. 12.000 Betten seien es mittlerweile. Man gehe in Richtung 20.000 Betten. Der freie Bettenbestand werde laufend mit den Prognoserechnungen abgestimmt, sagte Anschober.

Aufregung um Arbeitsbedingungen bei Gesundheitshotline

Für Aufregung sorgten am Mittwoch unterdessen die Arbeitsbedingungen bei der Gesundheitshotline 1450 in Wien. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beklagten, dass es etwa zu wenige Headsets gegeben habe, auch die Reinigung oder die Desinfektionsmaßnahmen seien nicht im nötigen Ausmaß erfolgt, hieß es in medial geäußerten Vorwürfen. Ein 1450-Sprecher gestand Schwierigkeiten zum Auftakt ein.

In Tirol verlängerte das Land die Verordnungen, mit denen die Tiroler Skiorte im Paznaun, St. Anton, St. Christoph und Sölden komplett isoliert wurden. Die Orte werden bis 13. April - bis zum eventuellen Ende der De-facto-Ausgangssperre - unter Quarantäne stehen, sagte LH Günther Platter (ÖVP) bei einer Videopressekonferenz. Damit stehe die Maßnahme im "Gleichklang" mit den österreichweiten Ausgangssperren.

Für kommenden Montag, 00.01 Uhr, ist unterdessen geplant, die Sperre der Gemeinde Heiligenblut in Kärnten wieder aufzuheben. Bis dahin gilt noch die Quarantäne. Nachdem zwei Coronavirus-Erkrankungen im Dorf festgestellt worden waren, hatten die Behörden vor zwei Wochen kurzfristig beschlossen, die Gemeinde abzuriegeln. In der Zwischenzeit sind in dem Ort keine neuen Erkrankungen mehr gemeldet worden, teilte das Land Kärnten mit.

Strom, Gas oder Wärme wird nicht abgedreht

Die Verbände der Energiewirtschaft sicherten am Donnerstag in einer freiwilligen Vereinbarung zu, dass Haushaltskunden und kleinen Firmenkunden Strom, Gas oder Wärme bei Zahlungsverzug durch die Corona-Krise nicht abgeschaltet wird. Die Regelung gilt vorerst bis 1. Mai.

Die ÖAMTC-Flugrettung stellt der Österreichischen Bergrettung Schutzausrüstung zur Verfügung. Wandern und Bergsteigen ist durch die gültigen Ausgangsbeschränkungen derzeit untersagt, dennoch halten sich nicht alle daran und die Bergretter müssen immer wieder zu Einsätzen ausrücken. Deshalb wurden in den vergangenen Tagen Atemschutzmasken aus dem Bestand der Christophorus-Flotte an die Bergrettung übergeben. "Da die ÖAMTC-Flugrettung im Augenblick über ausreichend Atemschutzmasken verfügt, war für uns sofort klar, dass wir hier unterstützen", sagte Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.

 23:28

Das war's vom LIVETICKER

Wir informieren Sie auch morgen wieder über die aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus. Vielen Dank an die Leser!

 22:37

USA haben weltweit die meisten Coronavirus-Fälle

Wie die "New York Times" berichtet, haben die USA mit 81.321 Infizierten nun China und Italien bei den Zahlen der meisten Corona-Patienten überholt.

In den letzten 24 Stunden wurden über 13.000 neue Infektionen gemeldet. Bereits 1.177 Menschen sind in den USA am Coronavirus gestorben.

US-Präsident Donald Trump wird in Kürze an einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informieren.

 22:32

Großbritannien: Royaler Nachwuchs applaudiert Helfern

Moralische Unterstützung von den Kleinsten im Königshaus: Für ihren Einsatz im Kampf gegen das Coronavirus haben die Kinder von Kate und Prinz William den Helfern in Großbritannien gedankt. In einem Video, das der Kensington Palast am Donnerstagabend auf Twitter verbreitete, sind George, Charlotte und der kleine Louis zu sehen, wie sie in die Hände klatschen.

 22:20

Fälle an Bord eines Flugzeugträgers des US-Militärs

An Bord eines US-Flugzeugträgers sind acht Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgeworden. Die Soldaten der "USS Theodore Roosevelt" seien umgehend in eine Einrichtung der Streitkräfte auf der Pazifikinsel Guam ausgeflogen worden, sagte der amtierende Marineminister Thomas Modly am Donnerstag in Washington.

Der Flugzeugträger mit rund 5.000 Besatzungsmitgliedern sei nun auch auf dem Weg nach Guam. Nun werde die gesamte Mannschaft auf das Virus Sars-CoV-2 getestet, sagte er. Am Dienstag hatte das Militär zunächst von drei Fällen an Bord des Schiffs gesprochen. Auf dem Flugzeugträger gebe es ein Labor, das die Tests auswerten könne, sagte Modly.

Während des Aufenthalts in Guam dürften die Besatzungsmitglieder nicht von Bord gehen, um eine möglich Ausbreitung des Virus zu verhindern, erklärte das Pentagon. Die infizierten Soldaten hätten nur milde Symptome und seien auf dem Weg der Besserung, hieß es. Keiner von ihnen habe im Krankenhaus behandelt werden müssen.

 22:07

28 neue Fälle im Burgenland

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen im Burgenland hat sich am Donnerstag um 28 auf 117 erhöht. Der Anstieg sei auf die Menge der Tests, die vom AGES Institut für Mikrobiologie und Hygiene abgearbeitet wurden, zurückzuführen, berichtete der "Koordinationsstab Coronavirus". Erstmals wurden auch im Bezirk Güssing Fälle gemeldet.

Am stärksten betroffen sind laut dem Koordinationsstab der Bezirk Oberwart mit 40 und der Bezirk Neusiedl am See mit 27 Fällen. Im Bezirk Güssing, in dem es bisher noch keine Covid-19-Erkrankung gab, sind es nun drei Fälle. In der Freistadt Rust wurde hingegen noch kein positiver Coronavirus-Test gemeldet.

 21:44

Weltweit mehr als 500.000 Infektionen, fast 23.000 Tote

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Mindestens 501.556 Infektionsfälle wurden in 182 Ländern laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend gemeldet. Die Zahl der Menschen, die an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben, lag bei 22.920.

In Frankreich starben innerhalb von 24 Stunden weitere 365 Corona-Patienten. Unter den Opfern ist auch ein 16-jähriges Mädchen, wie die französischen Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Insgesamt starben in Frankreich bisher 1.696 Menschen an Covid-19. Die Zahl der Erkrankten auf den Intensivstationen des Landes stieg seit Mittwoch um 548 auf 3.375 Patienten, teilte der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mit.

 21:43

FC Bayern-Star Müller spendiert Schnitzel für Helfer

Fußball-Profi Thomas Müller spendiert den Helfern in der Corona-Krise in seinem Heimatort Pähl am Ammersee ein Mittagessen. Wegen der großen Nachfrage kann die Aktion des Stürmers des FC Bayern München am Freitag allerdings auf Anordnung der Behörden nur als Lieferservice stattfinden. Das zunächst angedachte Abholen der Speisen wurde wegen der erwartet großen Nachfrage untersagt.

Am Freitag könnten nun zwischen 10.00 und 18.00 Uhr in der "Alten Post" Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und in der "Neuen Post" alternativ Schnitzel mit Kartoffelsalat oder Käsespätzle bestellt werden, heißt es auf Müllers Homepage. Dies solle ein kleines Dankeschön an die Menschen sein, "die derzeit in den verschiedensten Bereichen den Erhalt der Grundversorgung bewerkstelligen".

 21:43

Papst spendet Sondersegen "Urbi et orbi"

Papst Franziskus will am Freitagabend eine ganz besondere Antwort auf die Corona-Pandemie geben: Vor dem Petersdom wird er laut Kathpress eine Andacht halten und von den Stufen der vatikanischen Basilika herab den Sondersegen "Urbi et orbi" spenden.

Die Zeremonie auf dem leeren Petersplatz wird in Österreich von ORF III ab 18.00 Uhr live übertragen. Der Segen "Urbi et orbi", "der Stadt und dem Erdkreis", wird heutzutage sonst nur zu Ostern und Weihnachten gespendet, außerdem unmittelbar nach einer Papstwahl.

 20:53

Trump will Regeln regional lockern

US-Präsident Donald Trump strebt regionale Lockerungen der Richtlinien im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie an. In einem Brief an die Gouverneure der US-Bundesstaaten schrieb Trump am Donnerstag, die Ausweitung der Coronavirus-Tests werde bald Risikoanalysen auf Ebene der Landkreise ermöglichen.

Die Landkreise könnten dann in solche mit hohem, mittleren oder geringen Risiko eingestuft werden. Dies wiederum erlaube dann regional abgestufte Handlungsempfehlungen. Trump beteuerte, all dies werde in "enger Abstimmung" mit Gesundheitsexperten erfolgen. Wann die neuen Empfehlungen veröffentlicht werden sollen, schrieb der Präsident nicht.

Trump hatte Anfang vergangener Woche Richtlinien vorgestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. So wurden alle US-Bürger aufgerufen, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten, keine Gruppen von mehr als zehn Menschen zu bilden und bei Krankheitssymptomen umgehend zu Hause zu bleiben.

 20:10

Bilanz der Todesopfer in Italien höher als gemeldet

Die Bilanz der Coronavirus-Todesopfer in Italien ist am Donnerstag höher als vom Zivilschutz angegeben. Die veröffentlichte Bilanz von 662 Todesopfern berücksichtigte nicht die 50 Toten, die in der norditalienischen Region Piemont gemeldet wurden. Damit stieg die Zahl der Toten am Donnerstag auf 712, am Vortag waren es noch 683 gewesen.

Die Zahl der Toten seit Beginn der Epidemie am 20. Februar kletterte somit auf 8.215 statt auf 8.165, wie der Zivilschutz am Donnerstag gemeldet hatte. Der Zivilschutz erklärte, die Region Piemont habe zu spät die aktuellen Zahlen übermittelt. Diese sollen in dem Bericht vom Freitag eingebaut werden sollen.

Seit Ausbruch der Epidemie hält der Zivilschutzchef täglich eine per Live-Stream gesendete Pressekonferenz ab, bei der die Italiener über die aktuelle Entwicklung der Seuche und über die Todeszahlen informiert werden. Der Termin um 18.00 Uhr ist inzwischen zu einem Fixpunkt für viele Italiener geworden.

 19:32

Coronavirus-Symptome erst fünf Tage nach Ansteckung

Die Inkubationszeit nach einer SARS-CoV-2-Infektion beträgt zumeist etwas mehr als fünf Tage. Dann treten die Symptome auf. Steckt aber der Erstinfizierte in der Inkubationszeit eine weitere Person an, zeigen sich bei ihr median schon 4,6 Tage nach Symptombeginn die ersten Krankheitszeichen. Dieses Serienintervall haben japanische Wissenschafter errechnet.

Hiroshi Nishiura und seine Co-Autoren von der Hokkaido University (Kia) und seine Co-Autoren haben für die Arbeit im International Journal of Infectious Diseases Infektionen mit SARS-CoV-2 innerhalb der Inkubationszeit untersucht. Aus der wissenschaftlichen Literatur und aus den Berichten von Forschern identifizierten sie 28 Paare von Personen, für die eine direkte Übertragung des neuen Coronavirus von einem zum anderen bewiesen worden war. Für 16 standen alle Informationen für eine Auswertung zur Verfügung.

Die Forscher interessierten sich speziell für den Krankheitsbeginn in einer speziellen Situation: für die Zeit zwischen dem Krankheitsbeginn der ersten Person und dem Krankheitsbeginn der zweiten Person, die von der ersten Person angesteckt wurde (Serienintervall). Als Krankheitsbeginn wurde der Zeitpunkt definiert, zu dem die infizierte Person Krankheitssymptome aufwies, die zu denen von Covid-19 passten, wie das deutsche Gesundheitsportal berichtete.

 18:59

Jetzt fix: Rapid-Stars müssen in Kurzarbeit

Als einer der letzten Bundesliga-Klubs arbeitet nun auch der „im Notbetrieb“ laufende SK Rapid ­offiziell an der Einführung des Corona-Kurzarbeitsmodells. „Um während des „Notbetriebs“ den „wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich“ zu halten, ist nun Kurzarbeit geplant. Rapid zeigte sich zuversichtlich, das Prozedere der bis zu 165 möglichen Anträge, die bekanntlich auch rückwirkend gestellt werden können, in den nächsten Tagen finalisieren zu können. Auch die Spieler des SK Rapid müssen nun in Kurzarbeit. Das GF-Duo Peschek/Barisic will „mit gutem Beispiel vorangehen“ und auf einen wesentlichen Teil seines Gehalts verzichten. Dennoch: Durch den ­Total-Stillstand droht dem Rekordmeister ein Mega-Verlust, aktuell rechnet man bei Rapid mit einem ­6-Mio.-­Euro-Schaden.

Spende. Einen anderen Weg geht Spitzentreiter LASK Linz. Die Oberösterreicher werden die Kurzarbeit nicht beantragen. Stattdessen verzichten die Spieler auf einen Teil ihres Gehalts. Die Geschäftsstelle wird dem Roten Kreuz Oberösterreich zur Verfügung gestellt.

 18:29

79-Jähriger starb in Vorarlberger Spital

Nach den anderen acht Bundesländern hat am Donnerstag auch Vorarlberg den ersten Covid-19-Todesfall verzeichnen müssen. Im Landeskrankenhaus Hohenems ist ein 79-jähriger Mann am Coronavirus gestorben. Er habe an schwerwiegenden Vorerkrankungen gelitten, informierte die Landespressestelle. Im westlichsten Bundesland sind bis Donnerstagabend 445 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Hinsichtlich der Anzahl der Infizierten lag die Zuwachsrate von Mittwoch auf Donnerstag im einstelligen Prozentbereich. Von den 445 Personen befanden sich 36 in Spitalsbehandlung, zehn davon lagen auf der Intensivstation. Die Zahl der Intensivpatienten blieb damit im Vergleich zum Vortag konstant. Insgesamt wurden in Vorarlberg bisher 2.590 Verdachtsfälle registriert, 1.804 Tests brachten ein negatives Ergebnis, 341 Fälle befanden sich noch in Abklärung.

 17:26

Ermittlungen nach "Corona-Challenge" in oö. Supermarkt

Die oberösterreichische Polizei hat einen 26-Jährigen ausgeforscht, der mit einem noch unbekannten Zweiten eine gefährliche "Corona-Challenge" gestartet hat: Der 26-Jährige filmte den anderen u.a. dabei, wie dieser in einem Linzer Supermarkt in einen Apfel biss und ihn wieder in das Regal zurücklegte. Das Video wurde dann über Social Media verbreitet.

Zudem riss der 26-Jährige eine Packung WC-Papier auf und wickelte eine Rolle am Boden des Geschäfts ab. Auch das filmte er und verbreitete das Video - Titel der beiden Filmchen: "Corona-Challenge".

Mehrere Leute, die die Einträge gesehen hatten, informierten daraufhin die Polizei. Schließlich meldete sich auch der 26-Jährige aus dem Bezirk Freistadt auf der Facebook-Seite der Landespolizeidirektion. Er bestritt, den Apfelesser zu kennen, die Polizei nimmt ihm das allerdings nicht ab. Der 26-Jährige wird angezeigt, der zweite Mann muss erst ausgeforscht werden.

 16:49

15. bis 25. März um 163.200 mehr Arbeitslose

Die Coronakrise lässt die heimischen Arbeitslosenzahlen auf ein Rekordhoch steigen. Vom 15. bis zum 25. März ist die Arbeitslosigkeit in Österreich um rund 163.200 Personen angestiegen, teilte das Arbeitsmarktservice (AMS) auf APA-Anfrage mit. Gestern hatte das AMS ein Plus von 153.100 Arbeitslosen bekanntgegeben.

Seit 16. März sind die Ausgangsbeschränkungen in Kraft, viele Dienstleistungsbetriebe mussten schließen. Den größten Arbeitslosenanstieg hat es laut AMS seitdem im Bereich Beherbergung und Gastronomie (+54.000 Personen), gefolgt von der Baubranche mit rund 20.300 Personen und den sonstigen Dienstleistungen (vor allem Zeitarbeit) mit rund 16.000 Personen gegeben. "Ein Teil des Anstiegs kommt auch dadurch zustande, dass ein großer Teil der Jobsuchenden, die seit Mitte März unter normalen Rahmenbedingungen wieder eine Arbeit aufgenommen hätte, weiterhin arbeitslos ist, da viele Unternehmen geschlossen sind", hieß es vom AMS.

Zahlen zu den Kurzarbeitsanträgen und zur März-Gesamtarbeitslosigkeit wird das AMS nächste Woche veröffentlichen. Ende Februar waren in Österreich rund 400.000 Personen arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulungen. Die Wirtschaftsforscher des IHS und Wifo erwarten aufgrund der Coronavirus-Krise für heuer einen Anstieg der Arbeitslosenrate um 1 Prozentpunkt auf 8,4 Prozent.

 16:30

Exil-Opposition: Schon 11.500 Tote im Iran

Die iranische Exil-Opposition kritisiert die Informationspolitik der iranischen Regierung bezüglich des Coronavirus scharf. Bis dato habe es nämlich "11.500 Tote in 222 Städten" gegeben, sagte Mohammad Mohaddessin vom Nationalen Widerstandsrats des Iran (NWRI) am Donnerstag in einer Telefonkonferenz vor Journalisten. Irans Gesundheitsministerium sprach hingegen von 2.234 Toten bis Donnerstag.

Die Informationen habe man direkt von den Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen, Friedhöfen sowie aus internen Dokumenten der Regierung, sagte Mohaddessin. Wobei viele Leute im Iran sogar meinten, dass sogar die Zahlen des NWRI zu niedrig seien. Zwar habe man Zugang zu fast allen Krankenhäusern, nicht aber zu jedem Dorf, daher könnte die tatsächliche Zahl sogar noch höher sein, betonte der Vorsitzende des außenpolitischen Komitees des NWRI.

Den Zahlen der Regierung könne man nicht glauben, betonte Mohaddessin.

 16:18

G-20 investieren fünf Billionen Dollar in Weltwirtschaft

Die G-20-Staaten investieren in der Coronavirus-Krise zusammen fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft. "Im Zuge unserer gezielten finanzpolitischen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Bürgschaften investieren wir mehr als fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft, um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie zu begegnen", erklärten die G-20-Staaten am Donnerstag nach einer Videokonferenz.

Sie sagten zu, mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsheitsorganisation (WHO) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenzuarbeiten, um ein "robustes" Finanzpaket auf den Weg zu bringen.

 15:02

Schramböck: Unterstützung muss NICHT zurückgezahlt werden.

Wirtschaftsministerin Schramböck erklärt, dass diese 6.000 Euro an Unterstützung NICHT zurückgezahlt werden müssen.

 14:47

Kogler: Ab morgen kann Antrag gestellt werden - ausbezahlt wird ab nächster Woche

Für Ein-Personen-Unternehmen, freie Dienstnehmer, Kleinstunternehmen & Co. fallen in den Härtefallfonds. Mit der Erstauszahlung werde der Unternehmerlohn abgedeckt werden. Bis zu 3 Mal 2.000 Euro sind möglich. Einen Antrag kann man ab Freitag auf der Webseite der Wirtschaftskammer ausfüllen. Ausbezahlt werde ab nächster Woche. Es handle sich um Soforthilfe.

 14:46

Kogler: Noch lange kein Aufatmen

Auch Kogler betont, dass man noch lange nicht Aufatmen könne. Selbst wenn sich die Zahlen stabilisieren würden, werde man die Maßnahmen nicht gleich lockern, um einen Kollaps des Gesudnheitssystems zu vermeiden, so Kogler.

 14:45

Danke an Österreicher

Sowohl Kurz als auch Vizekanzler Werner Kogler bedanken sich bei den Österreichern für ihren Einsatz in dieser Krise und das Einhalten der Maßnahmen.

 14:43

Kreditstundungen

Die Regierung ist auch mit Banken über Kreditstundungen in Kontakt. Dies betrifft vor allem die Privaten, Häuslebauer & Co.

 14:41

Kurz: "Was zählt, ist nicht, was angekündigt wird, sondern was ankommt"

Der Kanzler spricht nun über das Hilfspaket für Arbeitnehmer und Unternehmen. Jetzt könne man auch das Geld ausbezahlen.

 14:38

Kurz: "Ich kann nur noch einmal betonen: Die Lage ist ernst und die Lage bleibt weiterhin ernst."

In einer Pressekonferenz sagte der Bundeskanzler: "Ich erlebe, dass es viele Beschwichtigungsversuche gibt. (..) Ich kann nur noch einmal betonen: Die Lage ist ernst und die Lage bleibt weiterhin ernst." Ob die Maßnahmen greifen oder nicht, werde man erst in ein paar Tagen sehen können. "Halten Sie sich an die Vorschriften und glauben Sie keinen Beschwichtigungsversuchen."

 14:12

39 Fälle in Ordenshaus in Tiroler Bezirk Landeck

39 der 58 Bewohnerinnen des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern in Zams im Tiroler Bezirk Landeck sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Ordenshaus der Barmherzigen Schwestern - Eigentümer des Zammer Krankenhauses - sei bereits seit 15. März isoliert, die Infektion dürfte aber schon zu einem früheren Zeitpunkt erfolgt sein, teilte das Krankenhaus am Donnerstag mit.

 13:52

Quarantäne über Paznaun und Co. auch bis 13. April

Das Land Tirol hat Verordnungen, wonach die Tiroler Skiorte im Paznauntal, St. Anton, St. Christoph und Sölden, komplett isoliert wurden, verlängert. Die Orte werden bis 13. April - bis zum eventuellen Ende der De-facto-Ausgangssperre - unter Quarantäne stehen, sagte LH Günther Platter bei einer Pressekonferenz. Damit stehe die Maßnahme im "Gleichklang" mit den österreichweiten Ausgangssperren.

 13:40

Rekordzahl bei Anträgen auf US-Arbeitslosenhilfe

Die Coronavirus-Pandemie schlägt in Rekordtempo auf den US-Arbeitsmarkt durch. In der vergangenen Woche stellten 3,283 Millionen Amerikaner einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Der bisherige Rekord wurde 1982 mit 695.000 registriert.

Die Erstanträge gelten als wichtiger "Echtzeitindikator" der wirtschaftlichen Lage, da sie nur mit einer Verzögerung von einer Woche veröffentlicht werden.

 13:38

Vierter Todesfall in Oberösterreich

Ein 78-Jähriger, der am Donnerstag im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr starb, ist der vierte Tote in Oberösterreich, der in Verbindung mit dem Coronavirus gebracht wird. Der lungenkranke Mann wurde seit mehreren Monaten immer wieder stationär behandelt. Als er vor einigen Tagen wieder ins Spital kam, wurde er positiv auf COVID-19 getestet, teilte das Klinikum am Donnerstag mit.

Nachdem das positive Testergebnis bekannt wurde, seien seitens der Klinikleitung sämtliche vorgesehene Maßnahmen ergriffen worden, um andere Patienten und das Personal zu schützen. Der Patient sei isoliert worden. "Wir möchten hier aber noch einmal darauf hinweisen, dass dieser Todesfall nur indirekt mit der Corona-Thematik verknüpft ist, weil der Verstorbene schwere Grunderkrankungen hatte. Mein abschließender Appell an Sie: Bitte halten Sie sich weiter an die Vorgaben der Bundesregierung, damit ist dem gesamten Gesundheitswesen am besten geholfen", erklärte der Ärztliche Direktor des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Kirchdorf-Steyr Michael Hubich.

In Oberösterreich sind zuvor bereits drei Todesfälle, eine 27-Jährige, ein 53-Jähriger und eine 95-Jährige, alle mit Vorerkrankungen, positiv auf das Virus getestet worden. Am Donnerstag, 8.00 Uhr, waren 1.024 mit dem Virus Infizierte in Oberösterreich bekannt, 57 von ihnen waren im Spital, acht in Intensivbetreuung. 6.874 Menschen befanden sich in Quarantäne.

 13:37

Zweifel an Statistiken in Italien wachsen

In Italien wachsen die Zweifel an den offiziellen Zahlen zum Coronavirus. In Norditalien melden sich immer mehr Behördenvertreter zu Wort, die die Infektions- und Todeszahlen für zu niedrig halten. So wurden in Nembro bei Bergamo offiziell bisher nur 31 Todesfälle gemeldet, wie Bürgermeister Claudio Cancelli und der Behördenmitarbeiter Luca Foresti am Donnerstag im "Corriere della Sera" schrieben.

"Etwas an dieser Zahl hat uns nicht überzeugt und deshalb haben wir uns die Statistiken zu den durchschnittlichen Sterbefällen in der Gemeinde aus den Vorjahren in der Zeit von Jänner bis März angeschaut", schrieben die beiden Männer. "Die Zahl der Sterbefälle müsste unter normalen Umständen bei ungefähr 35 liegen. In diesem Jahr haben wir aber 158 (Sterbefälle) verzeichnet, also 123 mehr als im Durchschnitt." Die Zahl 31 könne also nicht stimmen.

 13:30

Köstinger: SMS-Notsystem noch nicht genutzt =

Seit kurzem kann die Bundesregierung im Notfall auf Empfehlung des nationalen Krisenstabs flächendeckend in Österreich oder in einzelnen Regionen Menschen per SMS über Gefahren informieren. Dieser standardisierte SMS-Versand in Gefahrensituationen sei aber noch nicht genutzt worden und es sei diesbezüglich auch nichts geplant, sagte Telekomministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Donnerstag.

 13:20

Offiziell mehr als 250.000 Infektionen in Europa

Europaweit ist die Zahl der offiziell gemeldeten Coronavirus-Infektionsfälle auf mehr als 250.000 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle wurden in Italien und Spanien registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Donnerstag ergab. Die Zahl der Todesfälle stieg europaweit auf 14.640.

Insgesamt wurden nach Behördenangaben in Europa inzwischen 258.068 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, fast 74.400 davon in Italien und mehr als 56.000 in Spanien.

Damit ist Europa der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. An zweiter Stelle folgt Asien mit 3.636 offiziell bestätigten Todesfällen und mehr als 100.000 Infektionsfällen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das Virus im vergangenen Dezember erstmals aufgetreten.

Bei den offiziell gemeldeten Infektions- und Todesfällen handelt es sich nach Einschätzung von Experten nur um einen Bruchteil der tatsächlichen Corona-Fälle weltweit. In vielen Ländern mangelt es an Testkapazitäten, vielerorts werden zudem nur Patienten mit schweren Symptomen auf das Coronavirus getestet. Virologen gehen daher von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

 13:10

Nationalrat tagt mit nur 96 Mandataren

Der Nationalrat wird kommende Woche ein drittes mit der Coronakrise im Zusammenhang stehendes Paket beschließen. Allerdings werden nicht alle Abgeordneten anwesend sein, sondern nur gut die Hälfte, teilte VP-Klubobmann August Wöginger der APA auf Anfrage mit.

Gemäß Beschluss der heutigen Präsidialkonferenz werden nur 96 Abgeordnete bei den Sitzungen am Donnerstag und Freitag ins Hohe Haus kommen. Das sind vier mehr als die Hälfte, womit man einen Puffer für Verfassungsgesetze hat, bei denen ja mindestens 92 Mandatare anwesend sein müssen. Für einfache Gesetze reicht ein Drittel.

Die ÖVP kann 37 Abgeordnete entsenden, die SPÖ 21, die FPÖ 16, die Grünen 13 und von den NEOS sind acht Mandatare gestattet. Dazu kommt die unabhängige Abgeordnete Philippa Strache.

 13:04

Kurzarbeit auch bei Bäcker Mann: Über 800 Mitarbeiter

Auch die Wiener Bäckereikette Der Mann ist von den coronavirusbedingten Ausgangsbeschränkungen massiv betroffen und schickt ihre mehr als 800 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Umsatz ist um rund 70 Prozent eingebrochen.

Die 79 Filialen in und um Wien bleiben weitestgehend geöffnet, allerdings mit verkürzten Öffnungszeiten. Der Kaffeehausbetrieb ist bis auf Widerruf eingestellt, Kaffee zum Mitnehmen gibt es aber trotzdem.

Die Produktion in der Perfektastraße in Wien-Liesing bleibt voll aufrecht. Die nunmehr beantragte Kurzarbeit sei eine "gute Möglichkeit", die Krise zu überstehen, so Bäckermeister Kurt Mann.

 13:01

Facebook erweitert Informationsangebot

Facebook hat sein Informationsangebot in der Coronavirus-Krise mit einem "COVID-19 Informationszentrum" erweitert. Hier finden Nutzer gemäß Aussendung vom Donnerstag oberhalb des News Feeds Echtzeit-Informationen nationaler Gesundheitsbehörden sowie internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dieses Service soll demnächst weltweit verfügbar sein.

Zudem können sich Nutzer unter der Nummer +41/794123236 auf WhatsApp für den Benachrichtigungsservice der WHO anmelden, um täglich die neuesten Zahlen zur COVID-19-Pandemie zu erhalten. Der Service wird täglich aktualisiert. Schwerpunkte seien dabei Themen wie Infektionsschutz und Reisebestimmungen sowie Aufklärung hinsichtlich aktuell kursierender Falschinformationen.

Deren grundsätzliche Eindämmung nimmt Facebook in Zusammenarbeit mit externen Faktenprüfern basierend auf den Leitlinien der WHO und anderer Gesundheitsbehörden vor. Bei Instagram werden demnach Benutzerkonten mit COVID-19-Bezug aus den Bereich "Empfehlungen" entfernt.

 12:54

Rapid läuft offiziell im Notbetrieb: Kurzarbeit kommt

Als einer der letzten Bundesliga-Clubs arbeitet nun auch der "im Notbetrieb" laufende SK Rapid offiziell an der Einführung des Corona-Kurzarbeitsmodells. "Wir bedanken uns auch beim Trainerteam und bei unserem Spielerrat um Kapitän Stefan Schwab für die Bereitschaft zur Unterstützung", erklärten die beiden Geschäftsführer Christoph Peschek (Wirtschaft) und Zoran Barisic (Sport) am Donnerstag.

Die Coronakrise ist auch für den populärsten Verein des Landes eine wirtschaftliche Herausforderung. "Als Verein, der den höchsten Zuschauerschnitt aufweist und die Massen begeistert, bedeutet die Absage der Fußballspiele einen großen wirtschaftlichen Schaden - nicht nur aufgrund fehlender Einnahmen aus Ticketverkäufen, sondern auch im Hinblick auf viele weitere Faktoren. Das betrifft mögliche Folgewirkungen hinsichtlich des europäischen Bewerbs und Transfermarkts, der TV-Gelder und Business Partnerschaften sowie weiterhin ausbleibender Einnahmen, die wie ein Damoklesschwert über uns schweben", hieß es in einer Vereinsaussendung.

 12:54

ÖBB planen Kurzarbeit für tausende Mitarbeiter

Den ÖBB ist der Personenverkehr fast völlig weggebrochen und auch der Güterverkehr ist stark zurückgegangen. "Das bedeutet, dass wir für Teile unseres Unternehmens Kurzarbeit anmelden müssen, weil wir die Kosten nicht durch Umsatz decken können", sagte ÖBB-Chef Andreas ÖBB-Chef Andreas Matthä in einem Interview mit dem Magazin "News" (Freitagausgabe). Mehrere Tausend Mitarbeiter sind betroffen.

"Beim Personenverkehr haben wir einen Passagierrückgang in Richtung 90 Prozent und auch im Güterverkehr geht es seit dieser Woche signifikant nach unten", wird Matthä zitiert. Im Verkehr mit Italien sei der Rückgang "dramatisch", da seien sicher zwei Drittel weg. Im maritimen Cargogeschäft gebe es ein Minus von 50 Prozent. Und national spüren die ÖBB die Kurzarbeit bei der Voest und die Stilllegung der Autoproduktion in ganz Europa massiv. Auch beim Postbus seien die Fahrgastzahlen stark gesunken.

Im Moment würden noch die in Frage kommenden Unternehmensbereiche analysiert, so Matthä. "Aber es ist wohl im Bus- und Cargobereich, in der Instandhaltung, in der Infrastruktur und beim Verschub ein Thema." Zur Zahl der betroffenen Mitarbeiter gibt er sich noch bedeckt – sagt aber: "Auf mehrere tausend kommt man bei einem Unternehmen unserer Größe aber schnell."

Die Bundesbahnen seien dennoch bemüht, "den Betrieb so gut wie möglich weiterzuführen und Österreich mit unserer Infrastruktur am Laufen halten können", sagte Matthä. Die Sicherheit der Fahrgäste sei gewährleistet. Das Jahr 2020 werde für die ÖBB wirtschaftlich jedoch "ganz schwierig".

 12:31

Erkrankt gereist: Südafrika-Tourist droht Mordanklage

In Südafrika droht einem Touristen eine Anklage wegen versuchten Mordes, weil er trotz Covid-19-Infektion vom Krüger-Nationalpark aus weitergereist ist. "Diese Person wird wegen versuchten Mordes angeklagt werden", sagte Polizeisprecher Vishnu Naidoo am Donnerstag. Der Mann befinde sich nun in Quarantäne. Angaben zur Nationalität wollte der Sprecher nicht machen.

In Südafrika gilt von Freitag an eine drakonische dreiwöchige Ausgangssperre. Sie sieht die Einstellung des kommerziellen Flugbetriebs, die Schließung aller Landgrenzen für den Personenverkehr sowie ein Anlegeverbot für Kreuzfahrtschiffe vor. Viele ausländische Touristen sitzen fest.

 12:31

Iran meldete 157 weitere Todesfälle

Im von der Coronavirus-Pandemie stark betroffenen Iran sind nach offiziellen Angaben 157 neue Todesfälle registriert worden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 2.234, wie der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, am Donnerstag sagte. Binnen 24 Stunden seien zudem 2.389 neue Infektionsfälle bestätigt worden. Die Gesamtzahl der Infektionen stieg auf 29.406.

Die iranische Regierung verhängte am Donnerstag weitere strikte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Demnach sind ab sofort alle Inlandsreisen sowie offizielle und inoffizielle Versammlungen verboten.

Im Irak wurde die wegen der Pandemie verhängte landesweite Ausgangssperre verlängert. Die Beschränkung gelte noch bis zum 11. April, teilte die irakische Regierung am Donnerstag mit. Nach Behördenangaben haben sich bisher fast 350 Menschen im Irak mit dem Virus infiziert, mindestens 29 Infizierte starben.

 12:18

Bereits mehr als 4.000 Tote in Spanien

Spanien verzeichnet bereits 4.089 Todesfälle durch das Coronavirus. Trotz strikterer Ausgangssperren als etwa in Österreich stieg die Zahl der Infektionen bis Donnerstag auf über 56.000, mit rund 8.600 Ansteckungen mehr als noch am Vortag. 655 Tote wurden in den vergangenen 24 Stunden verzeichnet, wie die Tageszeitung "El Pais" (Online) am Donnerstag berichtete.

Zum ersten Mal innerhalb einer Woche war allerdings ein Rückgang der Todesfälle binnen eines Tages (minus von 83 im Vergleich zum Vortag) zu beobachten. Am Mittwoch hatte Spanien China bei der Zahl der Todesopfer überholt.

Ein besonders hoher Prozentsatz der Infizierten in Spanien sind Mediziner und Pflegepersonal. Es sei ein "wahrer Krieg" um Versorgung mit Masken, Schnelltests und Beatmungsgeräten ausgebrochen, erklärte die Sprecherin der Regierung, Maria Jesus Montero, im Fernsehsender "Telecinco".

 12:14

IHS/Wifo: "Shutdown" über April hinaus genau abwägen

Die Wirtschaftsforscher des IHS und Wifo wiesen am Donnerstag bei ihrer Konjunkturprognose darauf hin, eine Verlängerung des "Shutdown" über den April hinaus genau abzuwägen. "Es besteht die dringende Empfehlung, das Hochfahren der Wirtschaft wieder ernsthaft zu überlegen", sagte Wifo-Chef Christoph Badelt. Es sei natürlich eine Abwägung zwischen Gesundheits- und Wirtschaftsthematiken.

Badelt plädierte dafür, Coronavirus-Hochrisikogruppen zu schützen, wenn die Wirtschaft wieder hochgefahren wird. Für IHS-Chef Martin Kocher ist nicht vorstellbar, dieses Ausmaß des "Shutdowns" über den April hinaus aufrechtzuerhalten. Sonst werde es auch größere wirtschaftliche Probleme in der Industrie und am Bau geben. "Wir könne uns das wirtschaftlich nicht leisten", so Kocher. Er empfahl "informierte Entscheidungen" zu treffen und sich Länder wie Südkorea anzusehen, die bei der Coronvirus-Bekämpfung als Erfolgsbeispiele gelten.

 12:13

Taxigutscheine für Wiener Senioren

In Wien ist die von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) angekündigte Ausgabe von Taxigutscheinen an Senioren angelaufen. Rund 300.000 Wienerinnen und Wiener über 65 Jahre haben dieser Tage Post von der Stadt bekommen. Per Brief werden sie darüber informiert, dass sie ein Guthaben über 50 Euro für notwendige Wege erhalten.

Dem Info-Schreiben des Bürgermeisters ist eine Rückantwort-Möglichkeit beigefügt. Die Gutscheine werden daraufhin all jenen, die das Angebot annehmen wollen, per Post zugestellt.

Ein Geschenk erhalten auch all jene, die sich aktuell darum kümmern, dass die Infrastruktur während der Coronavirus-Krise nicht zusammenbricht. Das luxuriöse Wiener Ringstraßenhotel "Palais Hansen Kempinski" beherbergt "Helden des Alltags" eine Nacht gratis. Insgesamt 368 Personen können in den Genuss einer Übernachtung mit Frühstück - und das auch mit Begleitung - kommen, wie in einer Aussendung betont wurde.

 11:49

Servicefirma ISS mit 3.000 Mitarbeitern in Kurzarbeit

Die ISS Österreich, eine Servicefirma mit Dienstleistungen rund um das Gebäude, schickt von ihren 7.000 Mitarbeitern rund 3.000 für drei Monate in Kurzarbeit. Man reagiere damit frühzeitig auf die aktuellen Ereignisse rund um die Coronavirus-Pandemie, um einer Massenkündigung entgegenzuwirken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Durch das Coronavirus sei die Nachfrage in einigen Bereichen "massiv" eingebrochen. "Betroffen sind davon vor allem sämtliche Dienstleistungen am Flughafen Wien, zunehmend auch Servicebereiche in der Industrie und im öffentlichen Bereich", hieß es in einer Aussendung.

 11:47

Nur jeder Zehnte kann Maßnahmen gar nichts abgewinnen

Nur jeder zehnte Österreicher kann den Maßnahmen der Regierung zur Coronavirus-Krise gar nichts abgewinnen. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von "Marketagent", für die 2.913 Österreicher ab 14 online und repräsentativ befragt wurden, freut sich knapp jeder zweite (46 Prozent) sogar über die Isolation, weil sie ihm Ruhe und Entspannung bringt.

Beinahe ebenso viele (45 Prozent) gaben an, dass die Konzentration auf Tätigkeiten, für die im Alltag sonst oft die Zeit fehlt, nun gut möglich ist. Etwa jeder Dritte nutzt außerdem die aktuelle Situation dazu, mehr Zeit mit Familie, Partner bzw. Kindern zu verbringen (35 Prozent) sowie sich wieder stärker auf das "Wesentliche" zu besinnen (33 Prozent).

72 Prozent der Befragten gaben an, sich auf die Isolation vorbereitet zu haben, und das schloss auch Hamsterkäufe mit ein. Vier von zehn Österreichern bezeichneten das Anlegen entsprechender Vorräte als wesentlichen Teil ihrer Vorbereitungen. 21 Prozent tankten den Wagen voll, und 18 Prozent holten sich beim Bankomaten Bargeld.

 11:40

5G-Auktion wird verschoben

Die für das Frühjahr geplante Versteigerung von weiteren Frequenzen für den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G wird verschoben, bis die Coronavirus-Krise vorbei ist, schreibt der "Standard". Telekommunikationsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bestätigte das am Vormittag in einer Pressekonferenz.

Zuständig sei die RTR, so Köstinger. Aber die für April geplante Versteigerung werde nicht vor dem Sommer stattfinden. Die Mobilfunker haben bereits Frequenzen und regionale Angebote, für den großen Ausbau fehlen aber weitere Sendeplätze. Magenta-Chef Andreas Bierwirth wies in der Pressekonferenz darauf hin, dass man auch nicht von einem Rückstand Österreichs bei 5G sprechen sollte, sondern von einer Aufholjagd. In drei Jahren werde kein Abstand mehr zu sehen sein.

 11:40

Bisher 53 Personen in Südtirol gestorben

In Südtirol sind bisher 53 mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Das entspricht einer Steigerung von acht im Vergleich zum Vortag. Insgesamt gab es mit Stand Donnerstagvormittag 910 Infizierte, teilte das Land Südtirol in einer Aussendung mit. 3.215 Personen befanden sich in häuslicher Isolation und 50 galten als geheilt.

Die Anzahl der auf den normalen Abteilungen der Krankenhäuser des Südtiroler Sanitätsbetriebs versorgten Covid-19-Patienten betrug 222. Weitere 59 Personen, die ebenfalls in den Krankenhäusern untergebracht waren, galten als Verdachtsfälle. Intensivbetreuung benötigten 51 Covid-19-Patienten. Die Anzahl der mit den Coronavirus infizierten Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetriebs belief sich auf 127.

 11:35

Erster katholischer Bischof an COVID-19 gestorben

In Italien ist erstmals ein katholischer Bischof nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie die internationale salesianische Nachrichtenagentur ANS laut Kathpress berichtet, starb Bischof Angelo Moreschi am Mittwoch in Brescia an den Folgen der Krankheit.

Der 67-Jährige gebürtige Italiener war seit der Jahrtausendwende Bischof der katholischen Kirchenprovinz Gambella in Äthiopien. Er ist nach vorliegenden Berichten der weltweit erste an COVID-19 verstorbene katholische Bischof.

Moreschi stammte aus Brescia und trat in jungen Jahren in den Salesianerorden ein. Nach der Priesterweihe 1982 ging er Anfang der 1990er Jahre als Missionar nach Äthiopien. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) ernannte den Ordensmann im Jahr 2000 zum Apostolischen Präfekten von Gambella. 2009 wurde die Präfektur zum Apostolischen Vikariat erhoben und Moreschi zum Bischof geweiht.

 11:28

Grazer Justizwachebeamtin infiziert

Eine Justizwachebeamtin der Grazer Karlau hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das Justizministerium teilte am Donnerstag auf Nachfrage mit, dass sich der Verdachtsfall bestätigt habe. Die Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne - ebenso wie sieben Kolleginnen und Kollegen, die mit der Beamtin Kontakt hatten. Sie werden ebenfalls getestet.

Die Justizwachebeamtin war "zuletzt drei Tage vor Auftritt der ersten Symptome im Dienst", erklärte Christina Ratz, die Ressortmediensprecherin des Justizministeriums. Mithilfe der Gesundheitsbehörden sei der Ansteckungszeitraum definiert worden.

Am Mittwoch war ein erster Fall einer Infektion eines Häftlings in Innsbruck bekannt geworden. In der Justizanstalt Garsten gilt ebenfalls eine Justizwachebeamtin als infiziert.

 11:25

Geistlicher in päpstlichem Gästehaus positiv getestet

Ein italienischer Geistlicher, der demselben Gebäude wie Papst Franziskus lebt, ist Medienberichten zufolge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann, der seit Jahren im Gästehaus Santa Marta wohne, sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichteten mehrere italienische Zeitungen am Donnerstag.

Die Zeitungen "La Stampa" und "Il Messaggero" vermeldeten, das Gästehaus werde nun desinfiziert. Als Vorsichtsmaßnahme habe der Pontifex eine Zeit lang alleine in seinem Zimmer gegessen, schrieb "La Stampa".

Ein Sprecher des Vatikan wollte die Berichte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP weder bestätigen noch dementieren. Nach offiziellen Angaben des Vatikan haben sich dort bisher vier Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

 11:24

1.100 BH-Soldaten helfen im Kampf gegen Covid-19

Ungefähr 1.100 Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres helfen aktuell dabei mit, die Ausbreitung von Covid-19 in Österreich einzudämmen. Mit Stand Donnerstag waren rund 800 Kräfte im Coronavirus-Assistenzeinsatz, die übrigen hatten unterstützende Aufgaben - etwa in Verteilzentren von Supermärkten oder bei Hotlines. Ab 4. Mai sollen bis zu 3.000 Milizsoldatinnen und -soldaten einberufen werden.

Die Tätigkeiten des Bundesheeres im Kampf gegen das Virus sind vielfältig, an erster Stelle steht aber die Übernahme von sicherheitspolizeilichen Aufgaben nach Art. 79 Abs. 1 des Bundes-Verfassungsgesetzes. So unterstützen die Soldaten die Exekutive zum Beispiel in Oberösterreich und Salzburg an den Grenzübergängen zu Bayern bei Fahrzeug- und Personenkontrollen. Das Bundesheer erhebt dabei die Gesundheitsdaten der Einreisenden, wobei Fiebermessen die wohl wichtigste Tätigkeit ist.

Auch vor Spitälern sind Soldaten im Rahmen dieses Assistenzeinsatzes mitunter zum Fiebermessen eingeteilt. In Wien bewacht die Militärpolizei seit vergangener Woche Botschaften und internationale Institutionen. Ebenfalls von Soldaten geschützt wird kritische Infrastruktur, der Flughafen Linz-Hörsching fällt aktuell darunter. Zu den unterstützenden Tätigkeiten zählt der Dienst an Hotlines wie jener des Außenministeriums. Zurückgeschraubt wird die Aushilfe in den Supermarkt-Warenlagern, da die Unternehmen dafür vielfach schon Ersatz gefunden haben.

 11:09

68-Jähriger starb im Landesklinikum Neunkirchen

Im Landesklinikum Neunkirchen ist am Donnerstag ein positiv auf das Coronavirus getesteter 68-Jähriger gestorben. Er ist das 13. Opfer in Niederösterreich. Der Mann habe auch an einer massiven Grunderkrankung gelitten, sagte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding.

Dem Sprecher zufolge waren am Donnerstagvormittag 122 Covid-19-Patienten im Bundesland stationär aufgenommen. Sie wurden überwiegend in den fünf definierten Häusern in Melk, Lilienfeld, Neunkirchen, Hollabrunn und Waidhofen a.d. Thaya behandelt, vereinzelt auch in anderen Kliniken.

 11:07

EU-Spitzen beraten über Maßnahmen

Die EU-Staats- und Regierungschefs nehmen einen neuen Anlauf, in der Corona-Krise an einem Strang zu ziehen, und beraten am Donnerstag ab 16.00 Uhr in einer Videokonferenz. Zu den Themen des Gipfels gehören die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus, die Lastwagenstaus an den innereuropäischen Grenzen und die Rückholung von im Ausland "gestrandeten EU-Bürgern".

Des weiteren soll die gemeinsame Beschaffung von Schutzausrüstung und Forcierung von Forschung an Impfstoffen und Arzneien besprochen werden. Auch die Maßnahmen gegen die massiven wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, gegen die sich die Mitgliedstaaten mit milliardenschweren Hilfsprogrammen für ihre Wirtschaft stemmen, stehen auf der Tagesordnung.

Dem Vernehmen nach wollen sich die EU-Spitzen bei dem Videogipfel auf "konsensfähige Maßnahmen" konzentrieren. Die sogenannten "Corona-Bonds" und der Einsatz des Euro-Rettungsschirms ESM gehören nicht dazu.

 11:06

Wifo-Badelt: BIP-Einbruch um 2,5 % ist optimistisch

Dass die österreichische Wirtschaftsleistung heuer um 2,5 Prozent schrumpfen wird, ist laut Wifo-Chef Christioph Badelt "der günstigste Fall, mit dem wir rechnen können". Es wäre nicht verantwortungsvoll, "irgendwelche Horrorszenarien zu zeichnen", sagte Badelt am Donnerstag bei der Präsentation der Konjunkturprognose von Wifo und IHS.

"Wir sind in unserem Szenario für 2020 davon ausgegangen, dass die gegenwärtigen Ausgangsbeschränkungen und Folgewirkungen davon mit Ende April schrittweise wieder aufgehoben werden", sagte Wifo-Chef Christoph Badelt. "Dieses Szenario ist, wenn Sie so wollen, ein optimistisches Szenario. Es zeichnet, wie es im günstigsten Fall weitergehen kann."

"Unter diesen Bedingungen prognostizieren wir ein Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 von minus 2,5 Prozent. Das ist rund dreieinhalb Prozentpunkte weniger, als wir ursprünglich vorhergesagt hatten." Die Verbraucherpreise sollen nach Wifo-Erwartungen um 1,3 Prozent steigen. "Das ist etwas geringer als das, was wir ursprünglich vorhergesehen haben, das hat aber weniger mit Corona und mehr mit dem Ölpreis zu tun."

Die Arbeitslosenquote dürfte im Gesamtjahresdurchschnitt 8,4 Prozent betragen statt wie ursprünglich 7,4 Prozent. Das Maastricht-Defizit des Staates soll 5,4 Prozent betragen, ursprünglich hatte das Wifo mit einem Überschuss von 0,3 Prozent gerechnet. "Diese minus 5,4 Prozent entsprächen einem Defizit von 21,5 Mrd. Euro", sagte Badelt. Die Staatsverschuldung würde nach diesem Szenario von derzeit rund 70 Prozent auf 76 Prozent steigen.

 10:50

FPÖ kritisiert Krisenmanagement der Regierung

Die FPÖ hat das Krisenmanagement der Regierung während der Corona-Krise scharf kritisiert. "Wir wollen weniger Marketing und mehr Maßnahmen", sagte Parteichef Norbert Hofer am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Zudem könne man sich oft nicht auf das Wort der Minister verlassen. Hofer forderte zudem einen Freibetrag in der Höhe von 1.500 Euro für alle in der Krise relevanten Kräfte.

Nach wie vor stehe man der Regierung für einen Schulterschluss zur Verfügung, betonte der FPÖ-Obmann zwar. Allerdings müsse auch gesagt werden, was nicht funktioniert. Für Hofer sind dies etwa die der Wirtschaft versprochenen finanziellen Hilfen. Diese Gelder seien allesamt noch nicht geflossen, Betriebe würden um ihre Existenz bangen. Hofer: "Wir haben einen Patienten, der in Quarantäne geschickt worden ist, dem man aber die Nahrung verweigert."

Hinter der Kommunikation der Regierung ortet Hofer vor allem Marketing. Minister produzierten bei täglichen Pressekonferenzen und in Interviews die gleichen Sprechblasen. Und auch Ehrlichkeit vermisste der FPÖ-Chef, konkret bei der Ankündigung von Maßnahmen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hätte in vielen Bereichen falsche Entscheidungen getroffen, glaubt Hofer, wäre dieser vom Krisenstab nicht besser beraten worden.

 10:43

Anzeigen nach "Coronaparty" in Tirol

In der Nacht auf Donnerstag hat die Polizei in Wörgl wegen Verstoßes gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz eine sogenannte "Coronaparty" beendet. Gegen 0.30 Uhr wurde die Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass mehrere Personen eine Party feiern. In der Wohnung hielten sich schließlich vier 15- bis 20-Jährige auf, die außerdem noch Cannabis konsumierten.

Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden außer einer kleinen Menge Cannabis zwei CO2-Pistolen sichergestellt. Bei einem 38-Jährigen Mitbewohner, gegen den bereits ein Waffenverbot bestand, wurden zudem ein Butterflymesser, drei Kampfmesser, zwei Schwerter, zwei Wurfsterne, ein Luftdruckgewehr, zwei CO2-Pistolen, ein CO2-Revolver und Munition sichergestellt. Er wird bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.

 10:33

BIP sinkt um mindestens 2 Prozent

Die Wirtschaftsforscher des IHS und Wifo mussten für ihre Konjunkturschätzungen aufgrund der Coronakrise viele Annahmen mit hoher Unsicherheit treffen. "Das genaue Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden durch das Coronavirus lässt sich gegenwärtig nur sehr schwer beziffern", schreiben die IHS-Ökonomen in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Prognose.

"Zudem gibt es aus der jüngeren Vergangenheit kaum Anhaltspunkte für den Verlauf einer derartigen Krise", so die Wifo-Ökonomen. Wenn die umfassenden Maßnahmen der Regierung zur Virus-Eindämmung länger als April dauern, dann wird Österreichs Wirtschaft noch stärker schrumpfen. "Sollte der partielle Wirtschaftsstillstand einen Monat länger dauern, dann könnte das BIP im Jahr 2020 um rund 5 Prozent sinken", erwarten die IHS-Volkswirte.

Der Coronavirus-Schock trifft die heimischen Wirtschaftsbranchen unterschiedlich stark. Die temporären Schließungen der meisten Handels- und Dienstleistungsbetriebe zur Virus-Eindämmung drückt den privaten Konsum. Am Bau und in der Industrie gibt es Produktionsausfälle.

Besonders hart getroffen von der Coronakrise sind die Branchen Tourismus, Gastronomie, Handel, Verkehr, Unterhaltung und Freizeit und persönliche Dienstleistungen. Die Wifo-Ökonomen rechnen in ihrem Szenario mit "einem fast vollständigen Ausfall der Nächtigungen zwischen Mitte März und Mitte Juni 2020". Danach könnte es eine rasche Erholung geben. "Der Inlandstourismus dürfte sich dabei rascher erholen als die Nachfrage aus dem Ausland, da etwa Destinationen in Norditalien durch heimische Ziele substituiert werden", so die aktuelle Einschätzung.

Sollte eine Normalisierung bis zum Sommer eintreten, dann rechnen die Ökonomen mit einer positiven Wirtschaftsentwicklung im Herbst und im nächsten Jahr.

 10:25

14 Todesfälle in Wien

Die Landessanitätsdirektion Wien und der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informieren regelmäßig über die aktuellen Fallzahlen und weitere Kennzahlen zum Covid-19-Virus:

Stand Donnerstag, 26. März 2020, 8.00 Uhr, sind in Wien 776 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle sind 14.

22 Personen sind gesundet und genesen

 10:15

59 Menschen in Tirol wieder gesund

Rund 59 Menschen haben in Tirol die Coronavirus-Erkrankung überstanden und wurden wieder für gesund erklärt. Bisher wurden im Bundesland 1.530 Personen positiv auf das Virus getestet, am Vortag waren es noch 1.396. Tirol musste bisher vier Todesopfer beklagen, teilte das Land Donnerstagvormittag mit.

Derzeit befinden sich noch 1.878 Tests in der Auswertung, insgesamt wurden in Tirol 11.745 Testungen durchgeführt. Die meisten mit dem Virus infizierten Menschen verzeichnete nach wie vor der Bezirk Landeck (434), an zweiter Stelle stand die Stadt Innsbruck mit 276 positiven Fällen.

 10:03

Anzeigen in Tirol nehmen laufend zu

Die Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz steigen in Tirol "kontinuierlich" an, sagte Polizeipressesprecher Manfred Dummer am Donnerstag im APA-Gespräch. Bis Montag lagen 573 Anzeigen vor, die aktuellen Zahlen werden erst wieder am Montag veröffentlicht. Auch sogenannte "Coronapartys" werden in Tirol gefeiert, die könne man aber an einer Hand abzählen, meinte Dummer.

Diese Partys werden meist dann der Polizei bekannt, weil Nachbarn dies melden würden. Hier werde dann auch "rigoros" eingeschritten. Zum größten Teil erfolgen die Anzeigen aber wegen Gruppenbildungen, dem Nichteinhalten des Mindestabstandes zwischen Personen oder weil trotz der Ausgangssperre noch Freizeitaktivitäten unternommen werden. In Innsbruck war es auch zu "einigen Festnahmen" gekommen, weil sich Menschen widersetzten, sagte Dummer. "95 Prozent der Tiroler reagieren aber vernünftig", berichtete er.

Zudem werde das erlaubte Spazierengehen noch von einigen "weit interpretiert". Man dürfe sich zwar im Nahbereich der Wohnung die Füße vertreten, Wanderungen seien aber untersagt. Ebenso werde kontrolliert, ob sich Radfahrer etwa nur auf dem Weg zur Arbeit oder in den Supermarkt befinden oder doch eine Radtour unternehmen. Hier gäbe es immer wieder Aufklärungsbedarf, sagte Dummer.

 09:59

Übergangsfrist für Foto auf E-Card verlängert

Die Frist für die Beibringung von Fotos für abgelaufene E-Cards läuft nicht Ende März ab, sondern geht noch bis Ende Mai. Die Übergangsfrist wurde von drei auf fünf Monate verlängert. Die Verordnung dazu segnete der Ministerrat am Mittwoch ab. Der Grund sind die steigenden Infektionen mit COVID-19 - und wegen der Coronakrise trafen sich die Regierungsmitglieder auch nicht, wie sonst, im Bundeskanzleramt, sondern tagten per Videokonferenz.

Die Fristverlängerung ist ein Beitrag, um Personalressourcen in den Behörden - vor allem den Landespolizeidirektionen - nicht übermäßig zu binden. " Gleichsam geht es darum, Kundenkontakte zu verringern und mögliche Infektionen zu verhindern", steht in den Erläuterungen der Verordnung des Gesundheitsministers Rudolf Anschober (Grüne).

Neue E-Cards werden seit 1. Jänner nur noch mit Foto ausgestellt. Versicherte, für die kein Foto in einem Register vorhanden ist und deren E-Card abgelaufen ist, müssen ein Foto beibringen - und haben dafür jetzt bis Ende Mai Zeit. Bis dahin können sie weiter mit der alten E-Card oder mit Ausweis und Versicherungsnummer einen Arzt aufsuchen.

 09:56

Apple spendet zehn Millionen Atemschutzmasken

Apple hat zehn Millionen Atemschutzmasken beschafft und spendet sie an US-amerikanische Mediziner. Weitere Millionen Masken sollen in besonders schwer betroffene Regionen in Europa gehen, wie Konzernchef Tim Cook in der Nacht auf Donnerstag über Twitter ankündigte. Sie würden Apple-Zulieferern abgekauft und die Aktion werde mit lokalen Regierungen koordiniert, erläuterte er.

In Kalifornien niedergelassene Unternehmen sind außerdem seit den verheerenden Waldbränden von 2018 verpflichtet, Atemschutzmasken für ihre Mitarbeiter vorzuhalten. Facebook hatte jüngst 720.000 Masken aus dieser Reserve gespendet.

 09:56

Ärzte wollen steuerfreie Prämien

Auch die Ärzte wollen Prämien für ihren Einsatz in der Coronakrise steuerfrei erhalten. Der Finanzminister habe erklärt, dass er an einer Lösung arbeite, um Bonuszahlungen an Personen, die in der Krise Außergewöhnliches leisteten und hier vom Arbeitgeber extra entlohnt würden, steuerfrei zu stellen, sagte der Wiener (und Bundes-)Kammerpräsident Thomas Szekeres.

Was für Supermarkt-Bedienstete gilt, soll eben auch für im Gesundheitswesen Beschäftigten gelten, findet die Wiener Kammer in einer Aussendung. Es seien die Ärzte, Angehörigen der Pflegeberufe, aber auch administrative Kräfte, Reinigungspersonal et cetera, die an vorderster Front arbeiteten.

 09:41

Schutzbekleidung

Man habe Erfolge bei der Beschaffung der Schutzbekleidung erzielt. heute Nachmittag soll dazu eine große Lieferung ankommen.

 09:38

Kapazitäten in Spitälern

Es werden nur mehr Notfälle operiert, man versuche Kapazitäten so gut wie möglich zu sparen.

 09:37

Maßnahmen beginnen zu wirken

"Es gibt einen Trend", so Anschober. Vom Ziel einer einstelligen Zuwachsrate ist man aber noch weit entfernt.

 09:36

Grippewelle

Die Grippewelle ist weiterhin beständig. Dies sollte sich aber in den nächsten Wochen ändern.

 09:35

Über 6.000 Erkrankungen

Aktuell steht man bei 6.001 Fällen und bereits 42 Toten.

 09:34

"Auch bei uns steigen die Zahlen deutlich"

"Die Tests sollen stark ausgebaut werden", so Anschober.

 09:32

"Die Zahlen steigen weltweit drastisch an"

Anschober beginnt mit einem weltweiten Überblick über die Corona-Krise. Der Minister betont dabei die Situationen in Italien, Spanien und USA.

 09:32

Statement von Minister Anschober

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 08:55

Experte: Weitere Maßnahmen-Verschärfung nicht sinnvoll

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wurden weitgehende Maßnahmen gesetzt, um die Zahl der sozialen Kontakte möglichst zu reduziert. Die große Frage dabei ist, ob das ausreicht, um die Ausbreitung von COVID-19 entscheidend zu verlangsamen. Neue Simulationsrechnungen von Wiener Forschern zeigen nun, dass eine noch drastischere Einschränkung der Kontakte kaum zusätzlichen Nutzen hätte.

In China oder Italien wurden zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie noch härtere Maßnahmen als derzeit in Österreich verhängt, etwa generelle Ausgehverbote oder weitgehende Betriebsschließungen. "Unsere Simulationsrechnungen zeigen allerdings ganz klar, dass ab einem gewissen Punkt eine weitere Verschärfung keinen spürbaren Nutzen mehr bringt", erklärte Niki Popper, Leiter des Forschungsteams von der Technischen Universität (TU) Wien und des TU-Spin-Offs dwh GmbhH, am Donnerstag in einer Aussendung.

Das Forschungsteam analysierte nun auch, wie die Maßnahmen wieder gelockert werden könnten. "Eines ist klar: Sofort wieder zum gewohnten Alltag zurückzukehren, wäre jetzt falsch", erklärte Popper. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass bei Beibehaltung der aktuellen Maßnahmen der Höhepunkt der Krankheitsfälle bald erreicht wird und die Zahl der Infektionen dann zurückgeht. "Wenn die Kontaktzahl aber dann sofort wieder auf das früher übliche Niveau ansteigt, dann wird auch die Zahl der Krankheitsfälle sehr rasch wieder zunehmen."

 08:53

Papst spendet am Freitag Sondersegen "Urbi et orbi"

Papst Franziskus will am Freitagabend eine ganz besondere Antwort auf die Corona-Pandemie geben: Vor dem Petersdom wird er laut Kathpress eine Andacht halten und von den Stufen der vatikanischen Basilika herab den Sondersegen "Urbi et orbi" spenden.

Die ungewöhnliche Zeremonie auf dem leeren Petersplatz wird in Österreich von ORF III ab 18.00 Uhr live übertragen.

"Wir werden das Wort Gottes hören, unser Bittgebet erheben, das Allerheiligste Altarsakrament verehren, mit dem ich zum Abschluss den Segen Urbi et orbi erteile", kündigte Franziskus an. Damit verbunden ist die Möglichkeit eines vollkommenen Ablasses für alle katholischen Gläubigen weltweit. Der Ablass bedeutet in der katholischen Kirche eine Art "Auslöschung" der geistlichen Konsequenzen von Sünden, die bereits in der Beichte vergeben wurden.

Der Segen "Urbi et orbi", "der Stadt und dem Erdkreis", wird heutzutage sonst nur zu Ostern und Weihnachten gespendet, außerdem unmittelbar nach einer Papstwahl.

 08:39

Faßmann: Keine Zivildienst-Nachteile für Studenten

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) möchte Nachteile für Studenten durch einen möglichen Sonderzivildienst vermeiden. Der Zivildienst könnte für manche Fächer, etwa Medizin oder Pflegewissenschaft, als Wahlfach oder Praktikum angerechnet werden, sagte Faßmann am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal des ORF-Radios. Das werde er mit den Unis, die in dieser Hinsicht autonom sind, besprechen.

Studenten, die Studienbeihilfe beziehen, sollen durch den Sonderzivildienst ebenfalls keine Nachteile haben - so könnte etwa das laufende Semester ruhend gestellt werden, sagte der Minister weiter. Er strebt außerdem für die Betroffenen eine Hinaufsetzung des Höchstalters für den Familienbeihilfenbezug an. Deren Bezug ist für Studierende regulär bis zum Alter von 24 Jahren vorgesehen; in manchen Fällen, etwa bei Ableistung eines Präsenz- oder Zivildienstes, kann sich die Anspruchsdauer bis zum Alter von 25 Jahre erhöhen.

Wie dieses derzeitige Sommersemester für die restlichen Studenten zu bewerten sei, müsse mit den Universitäten abgesprochen werden. Denkbar wäre ein "neutrales Semester", oder, wie von manchen Rektoren bereits angedacht, eine Verlängerung der Lehrveranstaltungen in den Sommer hinein. "Ich strebe auch mit den Universitäten gemeinsam eine einheitliche kulante Lösung an." Dass das Studienjahr mit der Schließung der Universitäten vor rund zwei Wochen indes bereits wieder aus sein könnte, ist für Faßmann bisher allerdings noch "ein bisschen Spekulation".

 08:29

83-Jährige starb in Lilienfeld

Im Landesklinikum Lilienfeld ist am Donnerstag laut Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding eine positiv auf das Coronavirus getestete 83-Jährige gestorben. Die Frau habe zudem an Grunderkrankungen gelitten. Sie ist das zwölfte Covid-19-Todesopfer in Niederösterreich.

 08:25

77-Jähriger auf Intensivstation in Melk gestorben

Auf der Intensivstation des Landesklinikums Melk ist in der Nacht auf Donnerstag ein positiv auf das Coronavirus getesteter 77-Jähriger gestorben. Er hatte laut Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding eine Vorerkrankung. Der Mann ist das elfte Covid-19-Todesopfer in Niederösterreich.

 07:49

Heute vier Regierungs-PKs zu Corona

Gleich vier Pressekonferenzen von Regierungsvertretern in Sachen Coronavirus stehen heute, Donnerstag, auf dem Programm:

Um 9.30 Uhr informieren Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH und Herwig Kollaritsch, Facharzt für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin über die Corona-Vorsorge in Österreichs Spitälern.

Um 10.30 Uhr informieren Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Thomas Arnoldner, CEO A1 Telekom Austria, Andreas Bierwirth, CEO Magenta, Jan Trionow, CEO Hutchinson Drei Austria und Georg Pölzl, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Österreichischen Post AG, über den Status der Telekommunikations- und Postinfrastruktur in der Coronakrise.

Um 11.30 Uhr informieren Klimaschutz- und Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Wolfgang Urbantschitsch, Vorstandsmitglied der E-Control über die sichere Energieversorgung für Österreich.

Um 14.30 Uhr informieren Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Finanzminister Gernot Blümel und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP) über Aktuelles zum Paket für Arbeitsplätze und Unternehmen.

 07:06

Russland setzt Flugbetrieb aus

Russland stellt am Freitag den zivilen Flugverkehr ein. Die russische Regierung gab am Donnerstagfrüh auf ihrer Homepage bekannt, dass alle Linien- und Charterflüge von und nach Russland ausgesetzt werden. Fluglinien des Landes dürfen nur noch ins Ausland fliegen, um russische Bürger nach Hause zu bringen oder nach einer Sondergenehmigung der Regierung.

 06:41

Aschbacher: Zuverdienst neben Kurzarbeit möglich

Wer jetzt in Kurzarbeit ist, kann in der arbeitsfreien Zeit unbeschränkt dazuverdienen - das hat Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) nun klargestellt. Zu bezahlen seien lediglich die regulären Abgaben und Steuern. Erntehelfer würden jetzt zum Beispiel dringend gebraucht, erklärten das Arbeits- und das Landwirtschaftsministerium am Mittwochabend in einer Mitteilung.

"Wir bitten daher Personen in Kurzarbeit, in versorgungskritischen Bereichen wie der Lebensmittelerzeugung mitzuhelfen. Mit der Plattform dielebensmittelhelfer.at bringen wir Arbeitskräfte und Betriebe zusammen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Wegen der geltenden Reisebeschränkungen können jetzt viele Saisonniers nicht nach Österreich kommen. Darum soll mit einem Erlass geregelt werden, dass Betriebe, die jetzt neue Bewilligungen beantragen, diese auch bekommen. Zeitlich begrenzte Überschreitungen der Kontingente seien zulässig. Arbeitgeber sollen bekanntgeben, welche Bewilligungen nicht mehr in Anspruch genommen werden können, weil der Saisonnier nicht einreisen kann.

 06:40

Helsinki wird ab Freitag abgeriegelt

Die finnische Hauptstadt Helsinki wird wegen des Coronavirus abgeriegelt. Die Aus- und Einreiseverbote für die Hauptstadtregion Uusimaa gelten ab Freitag und für mindestens drei Wochen, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin am Mittwoch mitteilte. Reisen aus sehr wichtigen Gründen wie etwa beim Tod eines Angehörigen oder zum Besuch eines getrennt lebenden Kindes bleiben aber erlaubt.

Auch ist Bewohnern von Uusimaa, die sich derzeit außerhalb der Region aufhalten, die Rückkehr nach Hause erlaubt. Der Warenverkehr ist von den Verboten nicht betroffen. In Uusimaa leben 1,7 Millionen Menschen, das ist ein Drittel der Gesamtbevölkerung des skandinavischen Landes.

In Finnland gibt es bisher rund 880 bestätigte Corona-Infektionsfälle und mindestens drei Todesopfer der Pandemie. Mehr als 500 der Ansteckungsfälle und zwei der Todesfälle wurden in Uusimaa verzeichnet.

 06:40

Spaniens Rechte wollen Migranten zur Kasse bitten

Spaniens rechtspopulistische VOX-Partei hat am Mittwoch im Rahmen der Parlamentsdebatte über die Verlängerung des Alarmzustands zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie für Aufsehen. gesorgt. Die Rechtspopulisten forderten während der Corona-Krise die Aussetzung der medizinischen Universalversorgung, welche auch illegale Migranten die gesundheitliche Grundversorgung garantiert.

Explizit sprachen sich die Rechten dafür aus, illegale Migranten während der Corona-Krise für medizinische Behandlungen zur Kasse zu bitten. Das spanische Gesundheitssystem stehe unter der sich dramatisch zuspitzenden Epidemie am Rande des Zusammenbruchs und könne in dieser Notsituation nicht auch noch illegale Einwanderer kostenlos versorgen. So sollten illegale Miranten auch für Covid-19 Test bezahlen.

Pablo Echenique von der linken Regierungspartei Podemos bezeichnete den Vorschlag der Rechten als "miserabel", "grausam" und "unmenschlich" und treffe einen sehr verwundbaren Bevölkerungsteil. In Medien äußerten sich auch verschiedene Experten skeptisch zum Vorschlag der Rechtspartei, die mit 52 Abgeordneten die drittstärkste Fraktion im spanischen Parlament stellt. Die sich oftmals in prekären finanziellen Lebenslagen befindlichen Migranten könnten den Gang ins Krankenhaus selbst bei Coronavirus-Symptomen scheuen, falls sie Geld für ihre Behandlung zahlen müssten. "Damit würden potentielle Virus-Träger für die Behörden unbemerkt bleiben", erklärt Manuel de Castro, Vorsitzender der Madrider Krankenhausärztegewerkschaft AMYTS im Gespräch mit der APA.

 06:26

Nationalrat erwägt nächste Sitzung

Der Nationalrat könnte kommende Woche ein drittes Corona-Paket beschließen. Abhängen wird dies vor allem davon, ob die Regierung an das Parlament entsprechende Wünsche heranträgt. Dazu überlegt man in der heutigen Präsidiale, wie man nach Ostern weiter verfahren will und wie auch positiv getestete Abgeordnete an Abstimmungen teilnehmen könnten.

Ob es tatsächlich ein weiteres Paket braucht oder auch nur Änderungen an den beiden bereits beschlossenen vorgenommen werden müssen, war am Mittwoch noch Gegenstand von Spekulationen. An sich wurde ja bereits in den meisten Lebensbereichen insofern vorgesorgt, als vieles etwa am Verordnungsweg geregelt werden kann. Doch dürften einzelne Details allenfalls noch Veränderungen brauchen. Zudem ist noch nicht absehbar, ob die Regierungsspitze nicht am Freitag bei ihrer angekündigten Pressekonferenz weitere Maßnahmen verkündet, die eine gesetzliche Basis brauchen.

 06:25

Zahl der Toten in USA auf über 1.000 gestiegen

In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1.000 überschritten. Das geht aus Daten der Johns Hopkins-Universität hervor. Demnach starben mittlerweile mehr als 1.030 Menschen an Covid-19. Mehr als 68.500 Infizierte wurden bestätigt. Nur China und Italien haben bisher mehr Infizierte registriert.

New York ist die US-Stadt mit den meisten Opfern - hier wurden allein 280 Tote gezählt. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

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