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Neue Maßnahmen werden vorbereitet

Corona-Ampel in Österreich: Fast alle Bundesländer auf Rot

Österreich soll bis auf sieben Bezirke im Bundesland Kärnten auf Rot geschalten werden.

Wien. Laut Berichten des "Standard" soll beinahe ganz Österreich im Zuge der anstehenden Corona-Ampel-Schaltung am Freitag auf Rot geschalten werden. Morgen Donnerstag tagt die Sitzung der Ampel-Kommission wieder. In einer Vorbesprechung am Mittwochabend soll bereits über weitläufige Rotschaltungen diskutiert worden sein. Demnach soll Österreich mit Ausnahme von sieben Bezirken in Kärnten demnächst in Rot erstrahlen. Es wäre das erste Mal, dass ganze Bundesländer auf die höchste Corona-Warnstufe gestellt werden. Laut "Standard" stehe jedoch auch eine Rotschaltung für das gesamte Land im Raum. Die finale Entscheidung wird in der Sitzung am Donnerstag gefällt.

Derzeit arbeite die Bundesregierung an einem neuen Maßnahmen-Bündel mit härteren bundesweiten Maßnahmen im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen. Die Maßnahmen sollen ähnlich wie in anderen Ländern ausfallen. Über die genaue Gestaltung der neuen Regeln ist derzeit noch nichts bekannt. Als Hauptziel gelte jedoch eine Überlastung der Intensivbetten-Kapazitäten zu verhindern.

Regierung trifft Expertenrunde

Die Regierung bespricht am Donnerstag in einer Expertenrunde die Lage bezüglich der Intensivkapazitäten an Österreichs Krankenhäusern - oe24.TV wird für Sie LIVE berichten.
 
Die stark gestiegene Zahl an Coronavirus-Patienten hat inzwischen in einigen Bundesländern zu Befürchtungen geführt, dass die Auslastungsgrenzen regional bald erreicht werden könnten. Innerhalb von vier Wochen stieg die Zahl von 88 auf 224 Patienten in Intensivbehandlung am Mittwoch. Danach tagt die Ampel-Kommission.
 
 An dem Experten-Treffen zu Mittag im Bundeskanzleramt nehmen auf Regierungsseite Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) teil. Auf Expertenseite geladen sind die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der MedUni Wien, Klaus Markstaller, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI), Oswald Wagner, Vizerektor der MedUni Wien, Herwig Ostermann, Geschäftsführer von Gesundheit Österreich sowie Thomas Hausner, Facharzt für Unfallchirurgie am Wiener Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler.
 
Die Expertenrunde startet um 13.00 Uhr, für 14.00 Uhr sind Statements im Bundeskanzleramt geplant. Danach tagt wie gewohnt die Ampel-Kommission. Laut der Tageszeitung "Standard" (Onlineausgabe) wird darüber diskutiert, dass ganz Österreich bis auf sieben Bezirke in Kärnten bei der Corona-Ampel auf rot gestellt wird. Erstmals würden also ganze Bundesländer auf die höchste Corona-Warnstufe gestellt. Aber auch eine generelle Rotschaltung von ganz Österreich steht demnach im Raum.
 
Angesichts dieser Entwicklung wird laut "Standard" und "Salzburger Nachrichten" in den nächsten Tagen ein Bündel von schärferen, bundesweiten Maßnahmen vorbereitet. Die neuen Regeln sollen mit anderen Ländern vergleichbar sein. Hauptziel ist, die Intensivbetten zu sichern. Über die genaue Ausgestaltung der Maßnahmen wird derzeit noch verhandelt.
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