Coronavirus: Reproduktionszahl von 1,3 auf 1,09 gesunken

Pandemie

Coronavirus: Reproduktionszahl von 1,3 auf 1,09 gesunken

Geschätzte tägliche Steigerungsrate der Neuinfektionen bei 0,7 Prozent.

Wien. Die effektive Reproduktionszahl in Österreich ist im Wochenvergleich von 1,3 auf 1,09 gesunken. Das heißt, ein Infizierter steckte zwischen 11. und 23. September geschätzt im Schnitt 1,09 weitere Personen an. Das geht aus dem Update der Berechnungen von AGES und TU Graz von Freitagnachmittag hervor, für die 9.057 Fälle in dem Zeitraum untersucht wurden. Auch die geschätzte Steigerungsrate der täglichen Neuinfektionen ging von 8,0 auf 0,7 Prozent zurück.
 
In allen Bundesländern außer Tirol lag die Reproduktionszahl in der vergangenen Woche über 1,0. Es zeigte sich aber überall ein Rückgang des Werts, wurde in der Analyse auf der Internetseite der AGES betont. In manchen Bundesländern ist die Anzahl der inzidenten Fälle (Neuinfektionen) zudem sehr gering, weswegen Schwankungen der effektiven Reproduktionszahl mit großer Vorsicht zu interpretieren seien. Bei niedriger Fallzahl reagiere der Wert stark auf kurzfristige Änderungen, wie dem Auftreten von Clustern. Der Effekt werde durch aktive Fallsuche im Zuge von Ausbruchsabklärungen weiter verstärkt.
 
Eine Annäherung der effektiven Reproduktionszahl an 1,0 bedeutet, dass pro Fall ein neuer Fall generiert wird. Somit ergibt sich theoretisch täglich eine gleichbleibende Anzahl der inzidenten Fälle, also eine endemische Verbreitung der Infektion. Die effektive Reproduktionszahl sagt jedoch nichts über die Höhe der täglichen Neuinfektionen aus, betonten die Experten.
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