Nützliche Spar-Tipps

So viel Datenvolumen verbrauchen WhatsApp & Co.

Auch die Werte von Spotify, Netflix, YouTube und Co. wurden analysiert.

Der Smartphone-Boom hat dafür gesorgt, dass der mobile Datenverbrauch in den letzten Jahren  regelrecht explodiert  ist. Laut der Telekombehörde RTR lag der monatliche Datenverbrauch von mobilen Nutzern in Österreich allein im dritten Quartal 2017 bei 10,3 GB pro Einwohner. Für viele Kunden stellt sich bei der Wahl eines Mobilfunk-Tarifs deshalb vor allem die Frage nach dem benötigten Datenvolumen. Die meisten Anbieter bieten Tarife für unterschiedliche Nutzerprofile an - so ist für jeden Bedarf etwas dabei.

Videos als Datenfresser

Wer ein zu geringes Datenvolumen wählt, dem kann es passieren, dass sein mobiles Internet plötzlich gedrosselt wird oder der User für zusätzliches Datenvolumen zahlen muss. Das Tarifsvergleichsportal durchblicker.at hat sich deshalb nun einmal genau angeschaut, wie viel Datenvolumen die beliebtesten Dienste tatsächlich verbrauchen. Eines vorweg: Einen großen Teil des Datenvolumens verbrauchen hauptsächlich YouTube und Video-Streaminganbieter.

Messenger-Dienste

Wer hauptsächlich Messenger-Dienste wie  WhatsApp  oder den Facebook-Messenger nutzt und regelmäßig Bilder oder Sprachnachrichten verschickt, sollte laut der Analyse einen Datenverbrauch von 500 MB im Monat einplanen. Deutlich mehr Daten verbraucht der Versand von Videos über WhatsApp. Hierbei gibt es aber zumindest ein Limit von 16 MB pro Video – ist das Video größer, kann es nicht gesendet werden.

Streaming

Netflix verbraucht laut durchblicker.at bei niedriger Videoauflösung rund 310 MB pro Stunde, bei mittlerer Qualität (Standardauflösung) sind es etwa 720 MB pro Stunde. Wer gestochen scharfe Bilder möchte, saugt stündlich etwa 3 GB für HD-Streaming oder 7 GB für Ultra-HD aus der Leitung.


Amazon Video hat eine App, die weitaus weniger Daten verbraucht. Eine Stunde Video verbraucht in guter Qualität etwa 280 MB, in besserer Qualität 340 MB und in optimaler Qualität 470 MB. Wer Daten sparen möchte und dafür eine schlechte Bildqualität in Kauf nimmt, kann den Datensparmodus (Data Saver) nutzen – hier fallen nur 145 MB pro Stunde an.

Auch der Musikdienst  Spotify  bietet mehrere Qualitätsstufen an: In normaler Qualität (96 kbps) fallen für ein dreiminütiges Lied etwa 2 MB an, eine Stunde Musik-Streaming verbraucht damit um die 40 MB. Wer gerne Musik in hoher Qualität (160 kbps) hört, verbraucht pro Lied rund 3,5 MB, also 70 MB pro Stunde. Zusätzlich bietet Spotify „extreme Qualität“ (320 kbps) an, hier kommen Sie auf rund 5 MB pro Lied, also 100 MB in der Stunde.

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Social-Media-Videos

Auch bei  YouTube  ist der Verbrauch höher, je besser die Videoqualität ist. Abhängig von der Auflösung werden in etwa bis zu 30 MB pro Minute verbraucht. Ein 10-minütiges Video saugt also in niedriger Qualität (144p) etwa 5 MB, bei einer mittelmäßigen Auflösung (480p) 75 MB und bei hoher Qualität (1080p) 280 MB.

Facebook-Videos schlucken auf dem Smartphone normalerweise 3 MB in der Minute. Wenn die Videos noch dazu automatisch abgespielt werden, ist das Datenvolumen schnell aufgebraucht.

So spart man Datenvolumen

Damit es nicht zur Drosselung oder zu Mehrkosten kommt, gibt es laut dem Tarifvergleichsportal einige Möglichkeiten, den Datenverbrauch im Rahmen zu halten und sein inkludiertes Volumen sparsam zu nutzen. Die größte Einsparung können Nutzer machen, indem sie nicht nur ihr mobiles Datenvolumen nutzen, sondern über WLAN ins Internet gehen. Insbesondere datenintensive Apps wie Video- oder Musikstreaming-Dienste sollte man möglichst nur im WLAN nutzen. Das ist nicht nur meistens gratis, sondern oft auch schneller.

Weiters sollte man darauf achten, dass etwaige Autoplay-Funktionen wie bei Facebook-Videos deaktiviert sind oder nur über das WLAN abgespielt werden. Bei YouTube, Netflix, Spotify und Co. können die Anwender zudem auch die Qualität der Videos festlegen. Einige Streaming-Dienste bieten außerdem die Möglichkeit, sich Inhalte vorher im WLAN herunterzuladen und später anzuhören oder anzusehen.

>>>Nachlesen: Roaming-Aus brachte Handys zum Glühen

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durchblicker.at

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