Watch GT2 ist ein Dauerläufer

Huawei-Smartwatch mit Wunderakku im Test

Wer Huaweis neues Wearable nutzt, braucht keine Angst vor leerer Batterie zu haben.

Mit der vor rund einem Jahr gestarteten Watch GT hat  Huawei  voll ins Schwarze getroffen. Die auf den Fitness-Aspekt abzielende Smartwatch  mauserte sich zum Verkaufsschlager . Ab Ende Oktober 2019 greift der chinesische IT-Riese mit der  Watch GT2  an. Wir konnten die zweite Generation des Wearables bereits ausgiebig testen. Wie es sich dabei geschlagen hat, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

>>>Nachlesen:  Huawei greift mit der Watch GT2 an

Qualität und Display

Bei unserem Testgerät handelte es sich um die Watch GT2 mit 46mm großem Display. Huawei bietet auch eine etwas kleinere 42mm-Variante an. Da wir die Smartwatch sehr intensiv beim Training genutzt haben, fiel die Wahl auf das Silikonarmband. Auf Wunsch gibt es auch ein Lederarmband. Der Qualitätseindruck von Armband und Smartwatch war über jeden Zweifel erhaben. Die Designänderungen fallen nur im direkten Vergleich auf. Insgesamt wirkt die Watch GT2 mit ihrer 3D Glasoberfläche sehr edel. Je nach gewählten Watchface ist sie erst auf den zweiten Blick als Smartwatch zu identifizieren. Auch das Display hat sich ein Lob verdient. Der OLED-Touchscreen mit einer Auflösung von 454 x 454 Pixel bietet eine gute Darstellungsqualität und bleibt auch bei Sonneneinstrahlung ordentlich ablesbar. Zudem reagiert die Uhr sehr schnell auf Befehelseingaben. Neben dem Touchscreen erfolgt die Bedienung über zwei seitliche Bedientasten. Da die Menüstruktur logisch aufgebaut ist, hat man das Bedienkonzept schnell heraußen. Bei der Software setzt Huawei wieder auf sein Wearable-Betriebssystem namens Lite OS, welches eindeutig den Fitness-Bereich in den Fokus rückt. Die Kopplung an Smartphones erfolgt via Bluetooth. Die erstmalige Einrichtung nahm nur rund fünf Minuten in Anspruch, von denen die Hälfte auf die Synchronisation gefallen ist. Alles in allem ist die Inbetriebnahme ein Kinderspiel.

Diashow: Huawei Watch GT2 im Test
Huawei Watch GT2

Huawei Watch GT2

Die zweite Generation von Huaweis Watch GT wurde um einige Funktionen und Ausstattungsdetails erweitert. Auch die Auswahl...

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...an Watchfaces wurde vergrößert. Auf Wunsch kann man auch eigene Fotos als Hintergrundbild verwenden. Der Wechsel...

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...erfolgt einfach per längerem Druck auf das Touch-Display. Dann erscheint die Auswahl. Hat man sich für ein Watchface entschieden,...

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...muss man es nur anklicken und schon wird es übernommen. Dank eingebautem Lautsprecher kann man mit der Smartwatch nun auch....

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Huawei Watch GT2

...telefonieren, ohne das Smartphone aus der Hosentasche nehmen zu müssen. Benachrictungen von WhatsApp, Instagram, Facebook oder dem...

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...E-Mail-Programm werden ebenfalls angezeigt. Diese kann man auf dem runden Display auch...

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...lesen. Eine Antwortmöglichkeit wie bei diversen anderen Smartwatches gibt es jedoch nicht. Um in das...

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...Menü mit Schnelleinstellungen zu kommen, muss man nur von oben nach unten wischen. Hier findet man auch die praktische Funktion "Mein Telefon suchen". Mit einem Klick beginnt das im Eigenheim oder Büro verlorene Smartphone zu klingeln. Dank...

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Huawei Watch GT2

...des Lautsprechers und des integrierten Speichers (bei unserem Testmodell 4 GB) kann man mit der Watch GT2 auch Musik hören. Ist ein Bluetooth-Headset gekoppelt, wird der Sound über dieses ausgegeben. Zu einer der vielen...

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Huawei Watch GT2

...Funktionen zählt die Herzfrequenzmessung. Diese erfolgt über einen Sensor...

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...auf der Rückseite und liefert...

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...äußerst zuverlässige Werte. Hauptfokus der Watch GT2 bleibt jedoch der...

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Huawei Watch GT2

...Fitness-Bereich. Hier stehen so gut wie alle Indoor- und Outdoor-Trainingsaktivitäten (inklusive Triathlon-Funktion) zur Wahl. Nach...

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Huawei Watch GT2

...der Einheit kann man sich die persönlichen Werte detailgenau anzeigen lassen. Es gibt...

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Huawei Watch GT2

...kaum einen Aspekt, der von der neuen...

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...Huawei Watch nicht analysiert und...

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...ausgewertet wird. Die Daten werden dabei....

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...grafisch schön aufbereitet und...

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....sind selbst bei Sonneneinstrahlung gut....

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Huawei Watch GT2

...ablesbar. Der Akku lieferte eine mehr als beeindruckende Leistung ab. Nach sieben intensiven Testagen inklusive zwei täglichen....

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Huawei Watch GT2

...Outdoor-Trainingseinheiten (GPS und Herzfrequenzmessung aktiviert) zeigte die Anzeige noch 30 Prozent Batteriereserve an. Geladen wird der Akku über eine kleine Docking-Station mit USB-C-Anschluss. Diese ist...

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...erfreulich kompakt und magnetisch. Letzteres sorgt dafür, dass die Watch GT2 beim Laden stets richtig aufliegt.

Beeindruckende Laufzeit

Für (Freizeit-)Sportler spielt die Laufzeit ihres smarten Trainings-Helfers natürlich eine besondere Rolle. Hier setzte Huawei mit der Watch GT im Vorjahr völlig neue Maßstäbe. Und für die Watch GT2 wird eine noch längere Laufzeit versprochen. So soll die 46mm Variante mit ihrer 455 mAh Batterie eine Akkulaufzeit von bis zu zwei Wochen bieten. Im Sportmodus inklusive GPS-Tracking wird eine Laufzeit von 30 Stunden in Aussicht gestellt. Und in unserem Test hat das Wearable Wort gehalten. Wir haben im Rahmen des 10-tägigen Tests die Watch GT2 nie ausgeschaltet und täglich zwei Outdoor-Sporteinheiten (Gesamtdauer pro Tag zwischen zwei und drei Stunden) absolviert. Erst am letzten Tag mussten wir das Gerät erstmals aufladen. Die versprochenen Laufzeiten sind also durchaus realistisch. Wer die Smartwatch nicht zum Sporteln nutzt, dürfte wohl vier Wochen durchkommen. In diesem Punkt schlägt die Watch GT2 alle Konkurrenten. Hier muss man jedoch darauf verweisen, dass der Funktionsumfang des Geräts im Vergleich zu „echten“ Smartwatches eingeschränkt ist. Huawei hat in einigen Punkten zwar nachgelegt (siehe unten), dennoch hinkt dieser Vergleich etwas. Die Laufzeit der Watch GT2 ist trotzdem beeindruckend. Hier macht sich der neue Kirin A1 Chipsatz positiv bemerkbar. Dieser nutzt den Cortex-M7-Prozessor, um eine niedrige Leistungsaufnahme von 10uA/MHz zu erreichen, die deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 30uA/MHZ liegt. Zum Aufladen gibt es eine magnetische Docking-Platte, die dank ihrer kompakten Bauweise überall mit hingenommen werden kann. Eine Vollladung dauert nur rund eine Stunde.

Fitness-Funktionen

Neben allen klassischen Fitness-Funktionen (Zählen von Schritten, Aufzeichnung des Sitzstatus, Tracking von Aktivitäten mit hoher oder niedriger Intensität) hat Huawei auch Sportmodi für 15 Outdoor-, Indoor- und Trainingsaktivitäten in die Watch GT2 integriert. Die erfassten Daten sind dabei extrem umfangreich, was eine äußerst präzise Bestimmung des aktuellen Leistungsstandes und des Fortschrittes ermöglicht. Insgesamt werden bei den Trainings rund 190 Datentypen überwacht. Die grafische Aufbereitung ist extrem gut gelungen (siehe Diashow). Eine äußerst positive Neuerung ist der integrierte Lautsprecher. Über diesen lässt sich während des Trainings nicht nur Musik abspielen (4 GB interner Speicher), sondern man wird auch über seine aktuelle Aktivität per Sprachausgabe informiert. Die voreingestellten Zeiten bzw. Distanzen sind klug gewählt. Beim Laufen wird man nach jedem Kilometer über Gesamtzeit, Pace, Herzfrequenz, etc. informiert, beim Radfahren alle drei Kilometer. Strampelt man sich am Ergometer ab, wird der Zwischenstand alle 10 Minuten durchgesagt. Ist die Watch GT2 an Bluetooth-Kopfhörer gekoppelt, erfolgt die Sprachausgabe und Musikwiedergabe über diese. Wichtig für Schwimmer und Outdoor-Sportler: Das Wearable ist auch bis zu 50 Meter wasserdicht. Auf der Rückseite ist ein Pulsmesser integriert, der im Test sehr exakt funktionierte. Huawei setzt dabei auf eine spezielle Technologie, die eigens zur Herzfrequenzüberwachung entwickelt wurde. Diese kombiniert einen selbstlernenden Algorithmus und mehrere Sensoren für die individuelle Echtzeitmessung der Herzfrequenz. Und auch der integrierte GPS-Sensor hat uns im Test nie im Stich gelassen. Er unterstützt weltweit mehrere Satelliten-Positionierungssysteme (GPS, Glonass, Galileo) und ermöglicht somit eine schnelle und präzise Ortung. Da der Tester nicht schlafen kann, wenn er eine Uhr trägt, haben wir die Funktion zur Verbesserung der Schlafqualität nicht getestet.

>>>Nachlesen:  Watch GT mausert sich zum Bestseller

Smartwatch Funktionen

Zu den (überschaubaren) Smartwatch-Funktionen zählen Benachrichtigungen über Nachrichten, Telefonanrufe, Alarme oder auch Erinnerungen. Inhalte von Mails, WhatsApp-Nachrichten, etc. kann man auf dem kleinen Bildschirm auch lesen. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit Anrufe über die Uhr zu tätigen. Auch dafür ist der integrierte Lautsprecher verantwortlich. Hat man das Smartphone in der Hosentasche, kann man eingehende Anrufe über die Watcht GT2 annehmen und mit dem Gesprächspartner plaudern, ohne dass man das Handy anfassen muss. Die Sprachqulität ist dabei überraschend gut. Wir haben mehrere Anrufe über die Smartwatch geführt und hatten keinerlei Beanstandungen. Viele bewährte Funktionen dieser Geräteklasse sind aber auch bei der zweiten Generation nicht möglich. Features von Wear OS-, Tizen- (Samsung) oder watchOS-Geräten (Apple Watch) wie Spracheingabe, direkte Antworten, Navigationsfunktion, etc. sind mit der Watch GT2 aber nicht möglich.

Fazit

Huawei hat mit der Watch GT2 seinen gelungenen Fitness-Tracker im Gehäuse einer Smartwatch an den richtigen Stellen weiterentwickelt. Trotz des etwas umfangreicheren Funktionsumfangs eignet sich auch die zweite Generation des Wearables vor allem für Sportler, die nicht ständig zwischen einem Fitness-Tracker und einer klassischen Uhr bzw. Smartwatch wechseln wollen. Die edel aussehende und gut verarbeitete Watch GT2 kann man auch beim Restaurantbesuch tragen, ohne sich dabei als Sportfreak zu outen. Das größte Plus – neben den Fitness-Tracker-Aspekten - ist natürlich die beeindruckende Laufzeit. Dafür muss man bei den Smartwatch-Funktionen Abstriche in Kauf nehmen. Wie der Erfolg der Watch GT gezeigt hat, stört das die Zielgruppe jedoch in keiner Weise. Diese darf sich auch beim Nachfolger über günstige Preise freuen. Huawei verkauft die Watch GT2 ab 249 Euro. Damit liegt das Wearable preislich unter Konkurrenten wie der Samsung  Galaxy Watch Active 2  (ab 299 Euro) und der  Apple Watch Series 5  (ab 479 Euro). Letztere bieten mehr Smartwatch-Funktionen, halten dafür aber auch deutlich kürzer durch.

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