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Festspiel-Auftakt in Salzburg

Gewitter-Alarm während ''Jedermann''-Premiere

Kurz vor Beginn des Festspiel-Highlights funkte das Wetter doch noch dazwischen. 1.200 Gäste wanderten vom Domplatz ins Große Festspielhaus.

Als ob die Festspiele in Salzburg heuer nicht schon schwer genug hätten, folgte Samstagabends dann auch noch der „Jedermann“-Supergau. Rund 1.200 Gäste saßen bereits auf ihren Plätzen, doch wenige Augenblicke, bevor die ersten Töne hätten erklingen sollen, musste man wegen eines Gewitters ins Große Festspielhaus umsiedeln.

© Franz Neumayr

Schon zuvor haderte Nina Proll ein wenig mit der momentanen Situation. „Uns fehlt so was wie eine Premierenfeier schon. Da feiern wir ein wenig, tauschen uns aus. Das gehört einfach dazu“. Dabei hat es die Ehefrau von Gregor Bloeb noch am besten. Ihr Ehemann spielt Teufel und Guten Gesell in einer Doppelrolle. Schwager Tobias Moretti ist der Jedermann. „So kann ich wenigstens mit drei Herren heute abends ein wenig feiern. Da geht´s mir besser als allen anderen“.

© Franz Neumayr

© Franz Neumayr Daniel Serafin

Sonst noch dabei: Autorin Hera Lind mit Ehemann Engelbert Lainer, Ralf Wolfgang Lothert (mit lustiger Clownmaske), Daniel Serafin und Autor Ulli Bree.

© Franz Neumayr Hera Lind mit Ehemann Engelbert Lainer

© Franz Neumayr Ralf Wolfgang Lothert

Kein "Jahrhundert-Jedermann"

Schon wieder also eine "Jedermann"-Premiere im Großen Festspielhaus, ohne den Genius Loci, dafür mit einer leibhaftigen "Jahrhundert-Buhlschaft". Caroline Peters bekam am Ende neben Tobias Moretti, der in seinem vierten Jahr bereits die dritte Gefährtin an seiner Seite hatte, den meisten Applaus. Dennoch muss dieser eher freundlich als frenetisch genannt werden. Zum rasenden Jubel gab es allerdings auch keinen Grund. Der Funke ist an diesem Abend nicht wirklich übergesprungen.

© Franz Neumayr

Die Inszenierung von Michael Sturminger hat sich nicht groß verändert. Moretti in der Titelrolle ist nüchtern-argumentativ am Anfang und grüblerisch-verzweifelt ab der Mitte geblieben und hat, wenn die Erinnerung nicht trügt, seiner Figur ein paar kleine jähzornige Ausbrüche hinzugefügt. Caroline Peters, zunächst im goldglitzernden Abendkleid mit einem James-Bond-Film-Auftritt und einem ironisierten "Happy Birthday"-Song auf einer dreistöckigen rosa Geburtstagstorte, danach im roten Hosenanzug, bemüht sich geradezu mütterlich, den mürrischen Gefährten wieder zu guter Laune zu verhelfen. Am Ende lässt sie ihn allzu umstandslos alleine.

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© APA/BARBARA GINDL

Ein echter "Jahrhundert-Jedermann" ist das leider nicht. Bis zum 26. August steht er noch 13 Mal auf dem Programm der Salzburger Festspiele, darunter auch am 22. August, exakt 100 Jahre nach der ersten Aufführung am Domplatz, die als die Geburtsstunde der Festspiele gilt.
 

© Franz Neumayr

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