Kranke Stewardess lag tagelang im Hotel

Erster Verdachtsfall in Wien:

Kranke Stewardess lag tagelang im Hotel

Sonntagnacht wurde der erste Coronavirus-Verdacht in Österreich bekannt: Bei der möglicherweise infizierten Patientin handelt es sich um eine chinesische Stewardess – sie lag zunächst tagelang im Hotel, bis sie schlussendlich die Rettung alarmierte.

Wien. Die chinesische Flugbegleiterin war zunächst tagelang im Hotel. Nach dem Bekanntwerden, dass es sich um einen Coronavirus-Verdacht handelt, wurden Arbeitskollegen der Stewardess darüber informiert. Auch die Passagiere werden noch in Kenntnis gesetzt, wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, dass es sich um das China-Virus handelt. Morgen wird das Untersuchungs-Ergebnis der Öffentlichkeit mitgeteilt. Die Symptome seien schwächer geworden, heißt es seitens der Ärzte.

Oberärztin Sabine Hagenauer von der 4. Medizinischen Abteilung des Krankenhauses (Infektionsabteilung) und behandelnde Ärztin, unterstrich diese Aussagen: "Der Patientin geht es subjektiv und objektiv gut bis hervorragend. Sie hat die Symptome eines milden grippalen Infektes. Es geht ihr heute auch besser als gestern." Die Patientin sei natürlich in einem Isolierzimmer untergebracht.
 
Der Fall lief quasi wie in einem Lehrbuch ab. Die Ärztin: "Die Frau hatte sich zwei Tage in Wuhan aufgehalten." Als Flugbegleitern einer Crew sei sie dann relativ in knappen zeitlichen Abstand eben nach Wien gekommen.
 
Die Alarmierung der Rettung erfolgte durch die Patientin selbst. Sabine Hagenauer: "Die Patientin hatte Sorge, infiziert sein zu können und hat die Rettung angerufen." Die Flugbegleiterin hatte in einem Hotel in Wien übernachtet. Von dort aus wurde die Wiener Berufsrettung kontaktiert.
 
Klaus Herbich (MA 70/Wiener Berufsrettung): "Wir haben die Patientin direkt aus dem Zimmer abgeholt und ins Spital gebracht." Schon dabei seien alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen gewesen, um eine allfällige Übertragung auf andere Personen zu verhindern. "Kontaktschutz gehört zur Standardausrüstung der Wiener Berufsrettung." Das von der chinesischen Staatsangehörigen bezogene Hotelzimmer der wurde indes aus Sicherheitsgründen abgeriegelt. Die Aktion sei ab Samstag 21.30 Uhr gelaufen.

 

"Erhöhte Aufmerksamkeit" am Flughafen Schwechat

Nach den ersten Coronavirus-Fällen in Europa herrscht am Flughafen Wien-Schwechat "erhöhte Aufmerksamkeit". "Wir sind zudem in ständigem Kontakt mit den Behörden", sagte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann am Sonntag der APA.
 
Der Flughafen Wien verfügt über eine medizinische Station, die rund um die Uhr geöffnet ist. Kleemann verwies zudem auf entsprechende Einsatzpläne, die sich etwa bei einem Fall einer SARS-Erkrankung im Jahr 2014 bewährt hätten. "Diese können sehr schnell in Kraft treten", sagte Kleemann. Von Wien-Schwechat gibt es keine Direkt-Flüge in die betroffenen Gebiete in China.
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